Gender Armani

Gender ist überall. So auch in den Worten des Modecäsaren Giorgio Armani, der kürzlich verlauten ließ, dass er es suboptimal findet, wenn sich schwule Männer allzu homosexuell kleiden würden:

„Ein homosexueller Mann ist zu 100 Prozent ein Mann. Er muss sich nicht homosexuell kleiden“, so Armani am Wochenende in einem Interview mit dem Magazin der britischen Zeitung „Sunday Times“.

Nun könnte man sich zunächst fragen, was denn eine „homosexuelle Kleidung“ sein soll. Federboa, Ledermütze, Chaps? Und inwiefern ein Mann weniger männlich wird, wenn er sich anders kleidet als – ja, wer eigentlich? Giorgio Armani?

Nur noch einmal zur Erinnerung. Als „Mann“ bezeichnet man

einen erwachsenen Menschen männlichen Geschlechts.

Und das männliche Geschlecht definiert sich folgendermaßen:

Das männliche Geschlecht ist bei der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung dasjenige Geschlecht, das die größere Menge an Keimzellen (Samenzellen) bereitstellt, mit denen die weiblichen Keimzellen (Eizellen) befruchtet werden und einen oder mehrere Nachkommen (Mehrlinge) entstehen lassen.

Kann man sich irgendeine Situation vorstellen, in der ein Kleidungstil diese Definition von Männlichkeit untergräbt? Nicht mal mit dem engsten Tanga, der einem die Samenstränge abschnürt und damit die Bereitstellung von Keimzellen unterbindet, dürfte das gelingen.

In einem stimme ich Armani allerdings zu. Niemand muss sich homosexuell kleiden.

Aber wir dürfen das! Und wenn Ihnen das nicht passt, Giorgio, dann bleiben Sie doch einfach zu Hause!

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