„Girls Day“ – Eine Vagina macht noch keinen Sommer

Wie der „Spiegel“ berichtet, ist das Ziel des seit 2001 in der Bundesrepublik stattfindenden „Girls Day“ – nämlich Mädchen für naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu begeistern – bislang in keinster Weise erreicht worden.

Doch am Ende wird auch dieser Girls‘ Day wohl wenig bringen, die Zahlen legen nahe: Nur 14,6 Prozent aller Berufstätigen im Mint-Bereich sind weiblich. Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Geschlechtergefälle, wenn es um die Einstellung von Mädchen und Jungen zur Mathematik geht, bemerkt ein aktueller OECD-Bericht. Nur zwei Prozent der Mädchen können sich überhaupt vorstellen, einen technischen Beruf zu erlernen, zeigte eine Allensbach-Umfrage im September.

Ein bahnbrechender „Erfolg“ unserer Regierung also; fast so erfolgreich wie die sichere Rente…

Die 35-jährige Informatikerin [Sule Dogan] leitet bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach eine IT-Gruppe. Sie kümmert sich um die technische Kommunikation der 360.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. In ihren Teams in Deutschland und Indien arbeiten nur Männer.

Sie fühle sich nicht als Exotin, sagt Dogan. Ihre türkischen Freundinnen sind alle Ingenieurinnen, der Beruf hat in ihrer Heimat ein anderes Ansehen. „Viele Mädchen in Deutschland erkennen nicht“, sagt sie, „wie wertvoll und spannend ein Job im technischen Bereich ist.“ Klischees seien schwer aufzubrechen, sie versucht es trotzdem, als Mentorin für Jüngere.

Und viele Männer in Deutschland erkennen nicht, wie wertvoll und spannend die Beziehung zu einem Mann ist…

Ich wage mich hier nun an einer radikalen Deutung des Sachverhaltes: Natürlich erkennen Männer das nicht – weil die Beziehung zu einem Mann sie nicht interessiert! Zumindest die meisten nicht. So wie offenbar viele Mädchen ein Job im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich nicht interessiert. Ist das problematisch? Ist das verwerflich?

Nein!

Worin liegt überhaupt der Mehrwert, Steuergelder dafür auszugeben, Mädchen für naturwissenschaftliche oder technische Berufe interessieren zu wollen? Worin liegt der Mehrwert, wenn ein Molekularbiologe oder Netzingenieur statt einem Penis eine Vagina hat? Was hat die Gesellschaft davon? Was hat die Wirtschaft davon? Was hat es den Staat anzugehen, welche Lebens- und Berufswege seine Bürger bestreiten möchten?

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