AKK

Es stellt sich die Frage, ob wir grundlegende Definitionen unserer Gesellschaft verändern wollen, und zwar mit womöglich weitreichenden Folgen. Wir haben in der Bundesrepublik bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen. Wollen wir das wirklich?

Äh, ja. Warum nicht? Was spräche dagegen?

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12 Gedanken zu “AKK

  1. bei mehr als zwei Menschen kann es schwierig werden. Es sei denn, man führt erzwungene Polyandrie ein.
    Ein Trio aus einem Mann + 2 Frauen darf nur dann heiraten, wenn sie ein Trio aus 1 Frau und 2 Männern (oder 3 Männern) vorweisen können, die ebenfalls heiraten o.ä.. Alles andere führt zu gravierender gesellschaftlicher Instabilität, weil sonst zu viele Männer ohne Frau bleiben.
    Weil Friseurin Chantalle dann möglicherweise lieber die Zweitfrau von Horst Seehofer wird, als die Einzelfrau von Horst-Kevin Kasuppke, Lagerist. Und dann hast du mit Pech eine Menge alleinstehender Kevins im Land. Massenhaft alleinstehende Mohammeds und Jamaals hat man ja jetzt schon.

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    • … passt das überhaupt in eine demokratische, gleichberechtigte Gesellschaft?!

      Doch wohl eher in eine autoritäre, feudalistische, undemokratische?!

      Daher wird der Feminismus unbedingt dafür sein, man liebt ja auch den Islam, der für die das heimliche „gelobte Land“ zu sein scheint.

      „Alles andere führt zu gravierender gesellschaftlicher Instabilität, weil sonst zu viele Männer ohne Frau bleiben.“

      … dann kann man die ja zu Heloten machen, vielleicht zu „Frauen“ geschlechtsumwandeln, zumindest „entwaffnen“, Vorbild chinesisches Kaiserreich…. Die Ideologie, von der gender-neutralen Sprache angefanden, ist schon vorhanden.

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      • „… passt das überhaupt in eine demokratische, gleichberechtigte Gesellschaft?!“

        Wieso nicht? Wenn ich zwei Männer heiraten will, und sie mich, nebst dem zweiten Mann, wenn also ein allseitiger Konsens vorhanden ist, wo läge das Problem?

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        • ich finde es im Grunde auch ok, aber da gibt es dann eben einen Konflikt (in meinen Augen) zwischen Individualrechten (jeder hat das Recht, wen und so viele zu heiraten, wie man will einvernehmlich) und Kollektivrechten (hat eine Gesellschaft das Recht darauf, NICHT destabilisiert zu werden?).

          Im Grunde gibt es doch kein Land mit Vielehe das funktioniert, wirtschaftlich, sozial, arbeitsmarkttechnisch, kulturell, vom Frieden her.
          Das bedeutet nicht, dass es da einen Kausalzusammenhang gibt, es deutet aber einiges darauf hin.

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          • Es ist bereits ohne weiteres möglich, Verbindungen mit mehr als einem Sexualpartner einzugehen. Das Verbot der Polygamie ändert daran nichts, es verhindert nur die formelle Anerkennung dieser Verbindungen.
            Idealerweise wird die Ehe privatisiert und zu einem Partnerschaftsvertrag weiter entwickelt. der auch mehrere Personen umfassen kann.

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        • „Wenn ich zwei Männer heiraten will, und sie mich, nebst dem zweiten Mann, wenn also ein allseitiger Konsens vorhanden ist, wo läge das Problem?“

          Das Problem läge natürlich gar nicht bei euch dreien im Einzelnen.
          Sondern im Prinzip, welches zum Tragen käme. Atacama spekulierte hier über „Kollektivrechte“, die es hier gar nicht geben kann, berührt ein solches Heiratsrecht ja allzusehr einzelne Individuuen — wie auch unser Recht in erster Linie immer vom Individuum ausgeht und auch ausgehen muss!
          Da nun mal 50 % der Menschen Männer und 50 % Frauen sind, die üblicherweise hetero sind, ist es von einem demokratischen Grundverständnis doch unmittelbar logisch, dass es nur fair ist Vielpartnerehen nicht zuzulassen (dass es solche „Beziehungskisten“ realiter gibt steht auf einem ganz anderen Blatt und spielt gar keine Rolle, da es reine Privatsache ist).

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          • „Da nun mal 50 % der Menschen Männer und 50 % Frauen sind, die üblicherweise hetero sind, ist es von einem demokratischen Grundverständnis doch unmittelbar logisch, dass es nur fair ist Vielpartnerehen nicht zuzulassen“

            Ich finde das keineswegs logisch, ich bin aber auch kein Demokrat. Erklär mal.

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          • nun, es eigentlich eher das Egalitäre im Demokratischen, dass dies fordert. Es gewährleistet am besten, dass die Mitglieder der demokratischen Gesellschaft nicht von der Reproduktion ausgeschlossen oder erheblich benachteiligt werden.

            Nur zu autoritären, feudalistischen und ähnlichen Gesellschaftsmodellen passen Vielpartnerehen.

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  2. Slippery Slope Arguemente erfordern einerseits, dass die Prognose plausibel ist und andererseits, dass die schlussendlich prognostizierte Endhandlung als ganz und gar moralisch ablehnenswert gelten

    Die Prognose ist bereits unplausibel. Wobei die Angst von Leuten, die ihre Vorbehalte gegen die Homo-Ehe christlich begründen, dass man dann die in der Bibel praktizierte Vielehe erlauben könnte, schon etwas lustiges hat.

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