Ehe für alle und Fürsorge den Kindern!

Nachdem mittlerweile jeder weiß, dass die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unvermeidlich ist, beginnt die CDU, das bisherige Wesen der Förderung der Ehe in Frage zu stellen. Kinderlosen Menschen wie Angela Merkel, Erika Steinbach oder Volker Kauder die Privilegien der Ehe zu gewähren, das war bislang selbstredend in Ordnung, aber nun auch noch Homos? Keinesfalls! CDU-Vize Armin Laschet tastet sich in der „Welt“ an den Sinneswandel heran. Sehr, sehr vorsichtig:

An der besonderen Beziehung von Mann und Frau kann auch das Verfassungsgericht nichts ändern. Der Gesetzgeber muss die Chance haben, einen besonderen Sachverhalt zu fördern. Nicht die komplette Gleichstellung aller Lebensformen, sondern die Förderung eines Lebens mit Kindern ist im staatlichen Interesse. Alles andere ist Privatsache.

Dann kann man sich schon fragen, warum die Förderung von Kindern bislang hinter der Förderung der Ehe zurückstecken musste.

Wir müssen noch einmal modern für das 21. Jahrhundert definieren, warum der Staat eine Institution wie die Ehe fördert.

Eine gute Frage. Warum?

Die bisherigen Begründungen für das Ehegattensplitting von 1958 reichen nicht. Die Gesellschaft hat sich verändert. Deshalb wünsche ich mir auch, dass der Kind-Faktor stärker berücksichtigt wird. Dass eine Alleinerziehende mit Kind steuerlich schlechter behandelt würde als ein gleichgeschlechtliches Paar ohne Kinder, ist absurd.

Ebenso absurd wie die steuerliche Forderung von Merkel, Steinbach oder Kauder. Wollen wir die nicht vergessen, bevor wir mal wieder die Homos für alles verantwortlich machen.

Wir müssen das Ehegattensplitting erweitern zu einem Familiensplitting mit Kind-Faktor. Das ist in sich logischer, als nun auch noch eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft steuerlich zu begünstigen. Dafür gibt es keine Gründe.

Es gibt dann aber auch keine Gründe die Partnerschaften von Merkel, Steinbach oder Kauder steuerlich zu begünstigen. Nur um das noch mal zu betonen.

Ein Staat muss dafür sorgen, dass keine Lebensform diskriminiert wird. Das ist auf vielen Feldern erreicht. Das einzige, was er in positiver Weise fördern muss und was er steuerrechtlich lenken kann, ist das Leben mit Kindern. 86 Prozent der Menschen, die Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, haben Kinder.

Oder anders gesagt: 14 Prozent derjenigen Paare, die staatlich gefördert werden, haben keine Kinder. Vierzehn Prozent, die sich noch niemals ob ihrer Kinderloigkeit bei gleichzeitiger finanzieller Privilegierung zu rechtfertigen hatten. Eine solche Rechtfertigung wurde bislang immer nur von uns Homos verlangt.

Kinder sollten das Recht auf eine Mutter und einen Vater haben. Sie sollten das Recht haben, mit der Unterschiedlichkeit und Vielfalt von Eltern und Geschlechtern aufzuwachsen. Das Recht des Kindes muss im Adoptionsrecht das erste Prinzip sein, nicht das Recht der Paare auf ein Kind.

Dazu möchte ich mich jetzt nicht äußern. An Kinder kommen Homos sowieso auch auf anderen Wegen. Dafür bräuchte es kein Adoptionsrecht.

Steuerrecht und staatlicher Einfluss sind dann wirkungsvoll, wenn man Schwerpunkte setzt und diese müssen sein: Kinder, Ehe, Familie.

Mensch, Laschet, Du kannst es nicht lassen, oder? Eben nicht die Ehe! Sondern Kinder und Familie! Denn wenn Ehe gefördert wird, wird man auch wieder kinderlose Paare fördern. Ob homo- oder heterosexuell.

Wir haben einen klaren Parteitagsbeschluss im Dezember zu Priorisierung von Ehe und Familie gefasst.

Oh man, das geht doch echt auf keine Kuhhaut! Noch mal: Wer Ehe fördern will, wird über kurz oder lang auch homosexuelle Paare fördern, etwas, was die CDU ja offensichtlcih unbedingt verhindern will.

Mein Eindruck ist, das auch große Teile der Bevölkerung Ehe so verstehen.

Der Eindruck ist falsch. DIe Mehrheit der Deutschen ist für die Öffnung der Ehe.

Die Grundauffassung zur Ehe wird weit über die Partei hinaus in der Bevölkerung geteilt. Viele Millionen Menschen leben Ehen mit Kindern und wissen, dass man mehr Förderung braucht als in anderen Lebensformen. Ich würde der Union dringend empfehlen, ihre Haltung nicht aufzugeben und ihr Profil nicht zu verwässern.

Ist das peinlich, oder ist das peinlich? Die raffen es einfach nicht…

Ich finde, Familien und Kinder sind hochmoderne Themen.

Ja, dann kümmert Euch um Familie und Kinder und nicht um die Ehe!

Es ist doch keine Diskriminierung von Kinderlosen, Kinder so stark zu fördern.

Und deshalb kümmert Euch eben um Kinder! Und lasst alle heiraten, die heiraten wollen. Gestaltet die Ehe so, dass sie geschlechtsneutral ist. Und es keinen Grund mehr gibt, eine Diskriminierung zu beklagen!

Ist das so schwer?

 

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10 Gedanken zu “Ehe für alle und Fürsorge den Kindern!

  1. Mal eine Frage: Wenn sämtliche staatlichen Förderungen & besonderen Rechte von Ehen gestrichen würden, wieso sollte dann irgendwer überhaupt noch heiraten wollen? Dann bezahlt man doch nur eine Gebühr auf dem Standesamt, bekommt aber nichts heraus. Das wäre dann eine freiwillige Steuerabgabe – und wer zahlt schon sowas? o_0

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  2. „Ist das peinlich, oder ist das peinlich? Die raffen es einfach nicht…“

    Die wollen es nicht.
    „Ich würde der Union dringend empfehlen, ihre Haltung nicht aufzugeben und ihr Profil nicht zu verwässern.“

    Und weil ihr Traditionalismus etwas unfrisch rüber kommen würde, werden auch andere Standpunkte, aus rein taktischem Erwägungen, mal angeschnitten. Und so wird die auch aus dem vorgeschobenen besonderen Interesse an Kindern nur ein Argument wider die „Ehe für alle“ geschmiedet.
    Der Welt-Artikel war übrigens nicht mehr ganz frisch, war von 2013.

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  3. Alex, es geht Ihnen garnicht um Kinder sondern nur darum.. äh… Schwule zu unterdrücken?
    Und Adrian, glaub mal nicht allzu fest an diese fiktiven Mehrheiten, die immer wenns passt irgendwo ermittelt werden.
    Mein Eindruck ist eher das durch diesen ganzen HomoHype um Regenbogenfamilien/Zebrastreifen unterschwellig Widerwillen bist zur Aggression aufgebaut wird.
    Nicht das man Euch, genau wie Asylanten, als Blitzableiter beim Systemzusammenbruch aufbaut und missbraucht.
    Auch wenn das jenseits Deiner Vorstellungskraft liegt…

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  4. @Frank
    „Alex, es geht Ihnen garnicht um Kinder sondern nur darum.. äh… Schwule zu unterdrücken?“

    Das einfachste anzunehmen ist, dass die hirnlos einfach das Tradierte hochhalten. Die CDU ist stark kirchlich-religiös geprägt und die Ehe und Sanktionierung der Geschlechtlichkeit zur Fortpflanzung sind kirchliche Institutionen. Diesem Politikziel wird einfach alles untergeordnet, Kinder, Männer. Die Schwulenfeindschaft ist eher Begleiterscheinung, als ein eigentliches Ziel. Natürlich kann man es auch nicht ab, dass eine Alternative zu ihrer Gesellschaftsvorstellung sich etabliert. (In Russland, vermutlich durch die orthodoxe Kirche, hat man deshalb auch ganz explizit etwas gegen „Homosexuellen-Propaganda“).

    „..unterschwellig Widerwillen bist zur Aggression..“

    Genau deshalb geht Schwulenfeindlichkeit alle an. Sie betrifft nämlich auch alle in negativer Weise. Insbesondere die Vorstellung, Schwule seien ja so einflussreich, ist so überaus schädlich (und natürlich falsch).

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  5. Alex, also ist Hirnlosigkeit das was man annehmen sollte und nicht das es irgendwie doch um Kinder geht?
    Gib mal bitte auf YouTube Homosexuelle Propaganda ein und versuch dem russischen Journalisten zuzuhören, dauert nur acht Minuten.

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    • „versuch dem russischen Journalisten zuzuhören“

      War nicht schwierig, die Übersetzungsstimme ist klar und deutlich. Der Inhalt ist nicht schwer zu verstehen und ziemlich einfach gestrickt. Aber was hat das Ganze mit Kindern zu tun?

      Ich sehe einfach nur ein erschreckendes Beispiel neofaschistischer Propaganda. Im Zentrum genau der gleiche Gedanke der Identitätspolitik, die Kulturrelativismus, Feminismus und Genderideologie gemein haben.

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    • Natürlich geht es nicht um Kinder. Die werden wie so oft nur vorgeschoben, solange es der eigenen Sache dient.

      Sieht man ja an der ganzen Adoptionsgeschichte.
      Tausende Kinder in Deutschland und Millionen auf der Welt leben auf der Straße oder ohne jedes „Eigene“ in Heimen und Kinderdörfern. (In einem Heim völlig ohne eigene Bezugspersonen ist natürlich viel besser als bei einem netten gleichgeschlechtlichen Paar ist klar)
      Dann wird behauptet, es gäbe mehr heteros die Kinder aufnehmen wollen als es Kinder gibt, was eine glatte Lüge ist.
      Pflegekindvermittlungen wenden sich sogar explizit auch an Homosexuelle Paare, weil es so wenig Interessenten gibt, besonders wenn die Kinder durch Vernachlässigungen in der frühen Kindheit schon verkorkst oder nicht mehr so babyniedlich sind. Ist wie bei Hunden im Tierheim. Die niedlichen Welpen sind sofort weg und der Rest schaut in die Röhre.

      „ein und versuch dem russischen Journalisten zuzuhören, dauert nur acht Minuten.“

      Einer der ersten Sätze war es ging es um „menschliche Natur“ und darum, Menschen zu erschaffen, die sich leicht manipulieren lassen und ihrer eigenen Identität nicht mehr sicher sind. Da habe ich dann auch wieder ausgemacht. Wenn es schon so anfängt, wird da wohl nicht mehr viel sinnvolles kommen.

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  6. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Leute sich irgendetwas zusammenreimen:
    Bei den steuerlichen Vorteilen für Ehepaare ging es noch nie um Kinder. Es geht einzig und alleine darum, dass der Staat im Pflegefall (neuerdings auch Arbeitslosengeld-2-Fall) massiv Geld spart, weil die Eheleute erstmal gegenseitig für einander zahlen müssen. Dass die Kinder von der Steuererleichterung vielleicht profitiert haben, war höchstens ein Nebeneffekt. Allerdings müssen sie umgekehrt genauso unter den Pflegezahlungen leiden, die die Finanzen der Familie einschränkt.

    Aus genau diesem Grund wäre auch eine Homo-Ehe steuerlich zu begünstigen und gleichzeitig äußerst positiv für die finanzen des Staats.

    Natürlich kann man unabhängig davon gerne darüber reden, Familien Steuererleichterungen zu gewähren, oder sie anderweitig zu entlasten. Das hat allerdings überhaupt nichts mit der Erlaubnis zur Ehe für Homosexuelle Paare zu tun. Es gibt also keinen Grund diese Themen miteinander zu vermischen.

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