Warum man für Analsex keine Kulturanthropologen braucht

Ingelore Ebbenfeld ist eine Sexualwissenschaftlerin und Kulturanthropologin, die sich eine neue Marktlücke erschließen möchte und sich daher der Jahrtausende alten, populären Ansicht angeschlossen hat, dass unsere Welt immer verdorbener und unmoralischer wird, was sich insbesondere im westlichen Verhältnis zur Sexualität widerspiegele. Wie erwartet, lässt sich der Gehalt an Originalität, Intellektualität und Scharfsinn bei einer derartig drögen Philippika nur in Spurenelementen messen:

Wir werden von einer sexuellen Welle überflutet.

Das ist Ansichtssache. Ich finde, dass dies nicht der Fall ist.

Im öffentlichen Raum spielt sich soviel Sexuelles ab, dass wir mehr oder weniger daran ersticken, obwohl wir uns angewöhnt haben, diese sexuellen Zeichen zu übersehen.

Wenn man erstickt, übersieht man die Symptome des Erstickens allerdings nicht. Das Gefühl zu ersticken ist höchst unangenehm und kaum zu ignorieren. Insofern handelt es sich hier um eine mehr als schrägen Vergleich.

Das ist so wie mit dem Straßenverkehr: Im Schilderwald einer Großstadt lernt man nur noch das zu sehen, was man braucht, der Rest wird nur am Rande wahrgenommen. Am Rande wahrgenommen heißt aber nicht, nicht wahrgenommen. Und keine Frage, diese öffentliche Sexualität, die uns Tag für Tag überflutet, verändert uns, auch unsere Sichtweise auf die Geschlechter.

Aha.  Und wie?

Wenn ich eine mit einem sexuellen Gestus beworbene Pizza kaufe, dann hat diese Pizza erst einmal nichts mit Sexualität zu tun.

Korrekt.

Aber wenn ich durch ein sexuelles Signal zum Kauf dieser speziellen Pizza verführt werde, was bedeutet das?

Das bedeutet, dass mich die Werbung so sehr angemacht hat, dass ich diese spezielle Pizza unbedingt kaufen wollte.

Nun, dass eine eigentlich neutrale Sache mit sexuellen Zeichen versehen wird, weil ich gezielt auf der sexuellen Ebene angesprochen werde soll, denn dort bin ich äußerst empfänglich. Das heißt, wenn es darum geht, Produkte an den Mann zu bringen, benutzt der Markt unsere sexuellen Vorstellungen, um Dinge, die gar nichts mit Sex zu tun haben, besser verkaufen zu können. Das geht vom Hamburger über das Auto bis zum Rasenmäher.

Ja, stimmt. So funktioniert Werbung. Seit Jahrtausenden. Und nun?

Obwohl Menschen verschieden veranlagt sind und wenngleich sie altersbedingt Veränderungen hinsichtlich der sexueller Leistungsfähigkeit und sexuellen Lust erfahren, wird so getan, als müssten sich alle Individuen auf dem selben sexuellen Niveau befinden.

Kaum vorstellbar. Ich erwarte zum Beispiel nicht, dass sich meine Oma auf dem selben sexuellen Niveau wie ich befindet. Und wenn ich zum Beispiel bei GayRomeo vorbeischaue, treffe ich dort ebenfalls auf eine Fülle von Menschen, die sich nicht auf dem selben sexuellen Niveau wie ich befinden.

Die Lust, die wir beim sogenannten Blümchensex verspüren, reicht nicht mehr aus, sondern muss immer mehr gesteigert werden.

Vielleicht ist das bei Frau Ebbenfeld so, aber mir würde Blümchensex momentan völlig ausreichen.

Es muss immer etwas Neues her.

Bei mir nicht.  Mein Interesse daran, was Neues auszuprobieren ist relativ gering. So stehe ich zum Beispiel immer noch nicht auf Frauen, BDSM oder Fisting, sondern immer noch so ziemlich auf das Gleiche, wie in den Zeiten, in denen ich meine Sexualität entdeckt habe.

Hier tritt das Individuum in einen Kreislauf ein, in dem es immer stärker unter Druck gerät.

Oder auch nicht. Ich fühle mich durch Sexualität nicht unter Druck gesetzt.

Ich bin der festen Überzeugung, Frauen waren immer bemüht, gut auszusehen und attraktiv zu erscheinen. Aber heutzutage erfahren sie diesbezüglich einen massiven Druck von außen, durch Bilder die ihnen täglich vermittelt werden.

Wer in Berlin lebt, weiß, dass das nicht stimmen kann, weil hier eine Fülle von Frauen (und Männer) leben, die offensichtlich dem vermittelten Bild superattraktiver Menschen nicht entsprechen und auch nicht den Anschein machen, nach diesem Bild zu streben. Was zuweilen bedauerlich ist.

Wobei aus dem Porno-Bereich bestimmte Körper-Standards mittlerweile Einzug in unseren Alltag gefunden haben, denen ein normaler Mensch, auch und gerade in seinem Alterungsprozess überhaupt nicht genügen kann.

Das kann nur jemand behaupten, der keine Pornos konsumiert, denn Pornos sind unglaublich vielfältig, nicht nur was Neigungen und Sexstellungen, sondern auch was Körperbilder angeht.

Wir erliegen also einem speziellen Jugendkult und zwar nicht nur auf der Ebene des Körpers, sondern auch auf der Sexuellen. Das Resultat: Wir sind nicht glücklich damit, wie wir sind, sondern unglücklich darüber, nicht so zu sein, wie wir sein sollten.

Ich nicht.

Ich würde die Frage nicht auf die Werbung beschränken: Medien allgemein zeigen uns beständig, wie wir zu sein haben und wie wir uns mehr Lust verschaffen können.

Ja, aber wenn einem das nicht gefällt, kann man es ja ignorieren. Das ist relativ simpel, denn mir gelingt es auch. Das was mir gefällt spricht mich an, was nicht, das ignoriere ich.

Dabei wird alles gezeigt, was man zeigen kann.

Was einem aber nur auffällt, wenn man den beständigen Drang verspürt, hinzuschauen.

Schamhaftes Verhalten ist passé. Zügelloses Sexualverhalten wird mehr und mehr üblich, zum Beispiel das einer Mylie Cyrus, die mit ihren Reizen wirklich nicht geizt und wer das kritisiert, gilt schon als prüde und verklemmt.

Wer ist Mylie Cyrus?

Zum Beispiel ist Nacktheit im Theater nichts Besonderes mehr. Auch Beine werden gespreizt, es werden Kunstpenisse eingesetzt, um diese anstelle echter zu masturbieren. Performance-Künstler schrecken mittlerweile vor nichts mehr zurück. Vorderhand soll durch ein solches Verhalten geschockt und sollen gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen werden, ich finde derlei einfach nur schamlos.

Das kann man schamlos finden, aber das ist halt nur eine Ansicht unter vielen. Ich finde das, was an unseren Theatern geboten wird, oftmals langweilig und uninspirierend, was der Grund dafür ist, dass ich nicht ins Theater gehe. Aber daraus entwickelt sich kein Drang, einen Kreuzzug zur Durchsetzung meines persönlichen Geschmacks zu starten.

Es gibt Teile in der Pop- und Hip Hop-Musik, die mich sprachlos machen.

Dann hätte diese Musik zumindest etwas Gutes…

Wer sich die Texte anhört oder das Verhalten der entsprechenden Musiker auf der Bühne sieht, mag derlei gar nicht weiter kommentieren.

Und das Schöne an einer freien Gesellschaft ist: Man muss diese Musik weder hören, noch kommentieren.

Es werden obszöne Gesten gezeigt und ein dermaßen rüdes Vokabular benutzt, das weit unter die Gürtellinie geht.

Ich bin erschüttert.

Hier wird keine kulturelle Haltung oder ein Protest mehr angezeigt, sondern es geht einfach nur um das Ausleben von Personen, die sich das alles erlauben können. Diese Menschen werden offiziell auch noch mit Auszeichnungen bedacht. Ich denke nicht, dass dies das richtige Zeichen ist.

Genau! Das richtige Zeichen wäre es, diese Auszeichnungen an hochseriöse Sexualwissenschaftler und Kulturanthropologen zu verteilen, die sich darüber echauffieren, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die Ausdrücke benutzen, welche hochseriösen Sexualwissenschaftlern und Kulturanthropologen nicht gefallen.

Allein die Sprache auf unseren Schulhöfen ist so von sexistischen und abfälligen Termini durchsetzt, dass ich mir schwerlich vorstellen kann, dies hätte keinen Einfluss auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.

Klar. Alles hat irgendwie Einfluss. Fragt sich bloß welchen.

Es sind nicht nur Jugendliche die verroht sind, sondern auch und gerade Erwachsene. Sie sind es, die immer brutalere Filme produzieren, immer mehr zeigen und Pornos für lau ins Netz stellen: Niemals ist soviel Nacktheit, Intimität und rüdes Vokabular öffentlich ausgebreitet worden wie heute. Um das festzustellen, bedarf es keiner empirischen Studie.

Eine empirische Studie wäre aber ganz gut,  denn bereits Sokrates klagte:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die
Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Aber alles was wir benutzen, wie wir sprechen, uns öffentlich bewegen und verhalten hat Auswirkungen auf unser Menschsein. Es macht zum Beispiel einen riesigen Unterschied, ob jemand sagt: Hör auf zu heulen oder hör auf zu weinen. Die Sprache zeigt das Verhältnis des Menschen zum anderen und seiner Welt. Veränderungen in diesem Bereich hinterlassen Spuren.

Mag sein. Aber, was folgt daraus?

Das öffentliche Sprechen über Sexualität fing in den 1960er und 1970er Jahren mit den Studien von Kinsey und Masters and Johnson an. Das völlig zurecht, wenn man bedenkt, welche Vorstellungen damals herrschten. Gleichzeitig wurden damit aber auch gewisse Standards gesetzt. Wer diesen Standards nicht genügt, gerät unter Leistungsdruck

Entschuldigung, das ist Blödsinn. Nur weil Mylie Cyrus Musik macht, gerate ich nicht unter den Leistungsdruck, ebenfalls Musik machen zu müssen. Und nur weil Peter aus der Nachbarwohnung Frauen bis zum Quietschen vögelt, muss ich das noch lange nicht selbst tun.

Das gilt auch für den seit einiger Zeit postulierten G-Punkt und die weibliche Ejakulation. Ich hoffe, diese propagierten Lustquellen versiegen ebenso schnell wie die in den 1970ern angepriesenen, die höchste Lust versprachen, nämlich der gemeinsame und der multiple Orgasmus.

Der multiple Orgasmus ist toll. Aber er ist anstrengend. Und kaum einer erwartet ihn. Ebenso ist es beim gemeinsamen Orgasmus. Vielleicht können wir daher irgendwann mal zu einer konstruktiven Aussage gelangen, die sich nicht darin erschöpft, moralisierend anzuprangern, was Ihnen persönlich nicht gefällt, Frau Ebbenfeld ? Wäre das denkbar?

Ich vergleiche Sex-Spielzeuge gerne mit Küchenmaschinen, nehmen wir zum Beispiel einen Eierkocher: Das Simpelste ist, Wasser in den Topf, auf den Herd stellen, Ei hinein und fertig. Wird das Ei durch den Eierkocher besser? Nein.

In gewisser Weise wird das Ei durch den Eierkocher durchaus besser, weil man es mit diesem Instrument schneller der Verwertung zuführen kann.

Beispielsweise wurden Sex-Kugeln bei Frauen zum Renner, nachdem sie in einem dreibändigen Softporno-Roman erwähnt wurden. Und, wen haben sie etwas gebracht?

Einigen Frauen haben diese einen Orgasmus gebracht, den sie ohne Sexkugeln nicht gehabt hätten.

Eindeutig feststellbar ist, dass [Analsex] zugenommen hat und bei Homosexuellen offensichtlich mehr oder weniger zur Regel geworden ist, was in der Vergangenheit nicht der Fall war. In den Kinsey-Studien, die ja Jahrzehnte zurückliegen, war Analsex eine Randerscheinung.

Will Frau Ebbenfeld mir jetzt Analsex madig machen?

Mittlerweile ist dieser aber in Pornofilmen Standard und über das Einsickern dieses Mediums in die Gesellschaft hat sich diese sexuelle Variante immer mehr durchgesetzt. Dadurch wird Analverkehr immer mehr zur Forderung von Männern.

Selbst wenn das so wäre, könnte der Sexualpartner den Wunsch nach Analverkehr durchaus verneinen, wenn er dies nicht möchte. Oder Analverkehr nur unter der Bedingung der passiven Gegenseitigkeit entsprechen.

Das bedeutet wiederum, dass die Sexualität in eine neue Sphäre geführt wird. Und jetzt wird so getan, als sei Analverkehr normal. Aber Analverkehr ist nicht das normalste auf der Welt.

Ich sag dazu einfach mal: Doch, ist es! Und jetzt, Frau Ebbenfeld, was sagen sie nun? Schnappen Sie nun empört nach Luft ob dieser dreisten Anmaßung, selbst über seine sexuellen Vorlieben zu bestimmen?

Was heißt denn „sich einigen“? Nehmen Sie eine junge Frau, die von ihrem Mann aufgefordert wird, Analsex mit ihm zu machen. Diese Frau will es eigentlich nicht, ist aber völlig verunsichert. Jetzt gibt der Mann nicht nach. Wer setzt sich nun ihrer Meinung nach durch, die Frau im Widerstand, oder der Mann, der es will?

Die Frau im Widerstand, denn sie braucht nur „Vergewaltigung“ zu rufen, und der Mann ist für den Rest seines Lebens ruiniert.

Abgesehen davon: Können wir bitte endlich mal von diesem Bild wegkommen, welches Männer nur als tumbe, rohe, emotionslose Sexmaniacs sieht, die Frauen lediglich als Sexpuppen benutzen und über deren Köpfe hinweg zu Sexualpraktiken nötigen, die Frauen gar nicht wollen?

Wie kann es dann sein, dass solche Praktiken vor Jahren überhaupt nicht als Möglichkeit diskutiert wurden und mittlerweile zum Standard gehören? Wer hat das durchgesetzt?

Tja, wie kann es sein, dass die Praktik des ehelosen Geschlechtsverkehrs vor Jahrzehnten überhaupt nicht als Möglichkeit diskutiert wurde? Wieso gibt es heute Pornos en masse? Und wie kann es sein, dass man wegen schwulem Sex nicht mehr ins Gefängnis gesperrt wird? Wer hat das alles durchgesetzt?

Niemand, Frau Ebenfeld! Das sind alles Folgen der individuellen Freiheit der Menschen, die in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen hat. Ich persönlich finde das ja gut. Und Sie?

Früher war Cunnilingus ebenfalls tabuisiert, wurde aber anders als Analverkehr praktiziert. Darüber gibt es Zahlenmaterial zum Beispiel in den Kinsey-Reporten. Ich bin der festen Überzeugung, wäre der Wunsch nach Analsex ebenso dringlich vorhanden gewesen, wäre er auch praktiziert worden. Ich glaube im Übrigen, das Argument, alles sei eine Frage des Agreements, greift zu kurz: Fisting ist heutzutage ein Agreement unter den Agierenden und deswegen soll es okay sein? So ein Quatsch.

Natürlich ist es okay, wenn die Beteiligten darauf verständigen. Da ist kein Quatsch, das ist die Freiheit, sein Leben selbst so zu leben, wie man es möchte. Egal ob Madame Ebbenfeld damit einverstanden ist, oder nicht.

Ein einfacher Kuss auf den Mund von jemanden, den man anhimmelt, in den man verliebt ist, kann beispielsweise hochgradig körperlich und bewegend sein. Er kann auf eine Art in die Psyche des Menschen eindringen, dass er mit einem hochgelobten Zungenkuss eines anderen Menschen überhaupt nicht zu vergleichen ist. Es kommt immer auf die eigene Empfindungswelt an. Das vermeintliche neue Lustvolle wird einem so lange eingeredet, bis sich für die eigenen, harmlosen Vorlieben geschämt wird.

Unsinn! Blödsinn! Schwachsinn! Menschen sind unterschiedlich. Menschen haben unterschiedliche Vorlieben. Ebbenfeld kann mir gerne einen historischen Zeitpunkt nennen, in dem Sexualität vielfältiger war als jetzt, und in der diese Vielfalt in einem größeren amße toleriert und akzeptiert wurde als im hier und heute.

„Die Frage ist doch: Warum sollten Menschen mit dem, womit sie die Natur ausgestattet hat, nicht glücklich sein können?“

Ja gute Frage. Mal überlegen: Die Natur hat mich mit Penis und Faust ausgestattet. Und meinen Mitmenschen mit einem Anus. Die Natur gestattet es mir, meinem Mitmenschen, Penis und/oder Faust in den Anus zu schieben. Und sie gestattet es mir ebenfalls, mir Penis und Faust in den Anus schieben zu lassen. Wenn wir beide es wollen. Und wenn es uns Spaß macht, machen wir weiter. Und es geht mir dabei komplett am Anus vorbei, ob Frau Ebbenfeld das okay findet.

Dieses Konzept des gegenseitigen Einvernehmens, des Individualismus und der Freiheit der Wahl sowie des Experimentierens ist allerdings so revolutionär simpel, dass es Sozialwissenschaftler und Kulturanthropologen mit Hang zur Bettenschnüffelei nicht befriedigen kann.

Advertisements

6 Gedanken zu “Warum man für Analsex keine Kulturanthropologen braucht

  1. Das war ein interessanter Austausch, mit deiner neuen Freundin 😉

    Wenn man ihre Ansichten so liest, kommt man nicht drumrum, dass sie zum Feminismus neuer Prägung konvertiert ist (–> „neue Marktlücke erschließen“) — ältere Sachen von ihr/über sie lesen sich ganz anders, zB

    http://www.welt.de/lifestyle/article13439098/Die-richtige-Koerperchemie-Riech-mich-nimm-mich.html
    von 2011. Sehr realistisch und ohne grosse Moral, Sexualität bejaend.

    Und die grosse Moral kommt jetzt, sie will am liebsten alles einschränken und eine Renaissance von Anstand und Sitte herbeireden. Und natürlich ist Sexualität keine Sache des Individuums und seiner freien Entscheidung bzw einvernehmlichen Zustimmung.

    Hier macht sie sich nicht mal die Mühe die Realität gewisser „propagierter Lustquellen“ zu bezweifeln, sondern lehnt sie gradeweg ab:

    „Das gilt auch für den seit einiger Zeit postulierten G-Punkt und die weibliche Ejakulation. Ich hoffe, diese propagierten Lustquellen versiegen ebenso schnell wie die in den 1970ern angepriesenen, die höchste Lust versprachen, nämlich der gemeinsame und der multiple Orgasmus.“

    Der Feminismus hat eine neue Gefolgstreue.

    Gefällt mir

      • Das finde ich irgendwie beruhigend.
        Auch wenn ich es nicht „schlimm“ finde. Aber ich finde es irgendwie „schlimm“, also individuell, nicht allgemein (allgemein finde ich kaum was schlimm was einvernehmlich passiert). Eigentlich ist mir da auch egal, ob es anal oder vaginal ist.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s