Pornos und #Gamergate – Ein kurzer (subjektiver) Einwand

Der Konsum von Pornografie und Videospielen – auch denjenigen die Gewalt beinhalten – hat im Großen und Ganzen einen stabilisierenden, zivilisierenden Einfluss auf das Verhalten, insbesondere junger Männer, im realen Leben, und dient männlichem Wohlbefinden und letztendlich dem gesellschaftlichen Frieden. Das Leben und die Existenz junger Männer wird in einem nicht unerheblichen Maße von dem Drang nach Anerkennung, dem Drang sich selbst zu beweisen und einem scharfen Wettbewerb um Ressourcen materieller und sexueller Art bestimmt. Das ist eine unausweichliche Folge männlicher Biologie sowie Psychologie einerseits, sowie eine zwangsläufige Folge weiblichen Selektionsverhaltens plus gesellschaftlicher Umstände andererseits. Pornos und Videospiele bieten insbesondere Männern mit geringem Status und Männern auf  einer niedrigen Stufe der allgemeinen gesellschaftlichen Hierarchie die Möglichkeit, aus der Tretmühle männlicher „Privilegien“ auszusteigen und zumindest virtuell Gewinner und Helden zu sein. Das Bemühen, Pornos und Videospiele einem feministischen, nicht-„sexistischen“ Gedankengut anzupassen, ist von Unkenntnis und Desinteresse an männlicher Biologie und Psychologie geprägt; negiert männliche Bedürfnisse und männliche gesellschaftliche Realität; ist geprägt vom Streben nach Dominanz und Macht über die Körper und die Psyche von Männern.

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23 Gedanken zu “Pornos und #Gamergate – Ein kurzer (subjektiver) Einwand

  1. es gibt auch Theorien, die besagen, dass es eher negativ wirkt, weil nur das Gehirn, aber nicht der Körper angesprochen wird.
    Man powert sich also nicht wirklich aus, klettert durch Wälder usw. sondern macht es nur virtuell und die neuronale Erregung „kanalisiert“ (es wurde nicht estoterisch, sondern wissenschaftlich genannt, aber mir fällt es nicht ein).
    Videospiele sind nicht per se schlimm, aber wenn man zu viel davor hockt und zu wenig tatsächlich aktiv ist, dann schon. Und das nicht nur aus sportlichen Gesichtspunkten. Je jünger, desto gravierender.
    Muss natürlich jeder selber wissen, aber dass du Videospiele allen Ernstes als adäquates „Abreagierventil“ darstellst, ist ziemlich banane.
    Pornos (+ Masturbation), naja, schon eher, immerhin passiert da schon mehr „Aktivität“ und taktile Reize, aber auf Sicht auch nicht der Idealfall.

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    • „Muss natürlich jeder selber wissen, aber dass du Videospiele allen Ernstes als adäquates “Abreagierventil” darstellst, ist ziemlich banane.“

      Finde ich nicht. Bei mir jedenfalls funktioniert es.

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      • Bei mir nicht. Ich spiele zwar auch ab und zu, auch PvP, man merkt teilweise das Adrenalin und die Anspannung usw.
        Aber ich bin danach eher erst Recht aufgekratzt und brauche um runter zu kommen.
        Wenn ich Sport mache oder eine harte Wanderung o.ä. ist das was ganz anderes, ein ganz anderes Körpergefühl. Kann ja bei anderen anders sein, aber für mich ergibt es jetzt auch nicht so viel Sinn, wieso das tendenziell noch bewegungsfreudigere und aktivitätsbedürftige Geschlecht (es wird doch immer gesagt, die Jnúngs haben auch deshalb soviel AHDS und Verhaltensauffälligkeiten, weil sie sich nicht genug bewegen dürfen, davon dass die zu wenig Zocken habe ich bisher noch nicht gehört) es besser hinkriegen soll als eine Frau, vom Sofa aus dieses Bedürfnis tatsächlich adäquat rein vom Sofa aus zu befriedigen ohne einen Muskel zu bewegen ausser die Finger um tastatur und Maus bzw. Controller zu bedienen.

        Vielleicht kommt es auch aufs Spiel an. Gemeinsames Guitar Hero „zocken“ oder mit der WII tennis spielen, ist vielleicht noch was anderes als 2 Tage lang World of Warcraft oder GTA.

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        • Wie gesagt, ich finde Spielen nicht per se schlimm, aber ich wäre sehr vorsichtig, das als Alternative zu tatsächlicher Aktivität zu empfehlen.

          Oder einfach gesagt, rein instiktiv halte ich das hier für besser für Jungen und für Erwachsene

          als das

          und würde es auch daher empfehlen, sich irgendetwas zu suchen, was einem Spaß macht bei dem man sich bewegt.

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          • Ich fühle mich nach einer Runde Urban Terror zufrieden und ausgeglichen. Ich mache auch Sport draussen. Das eine schliesst das andere ja nicht aus.

            Adrian hat Recht, insbesondere der letzte Satz ist akkurat und zutreffend.

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        • Dann bist du eben weniger körperlich orientiert als ich und viele andere.
          Außerdem sagst du später, du würdest auch Sport machen. Adrian sagt, man könne Videospiele als Alternative zu Sport und tatsächlicher Aktivität benutzen (also Ausschlußprinzip). Und das sehe ich ganz kritisch.
          Warum boxen Jungs denn nicht im Boxverein oder machen judo oder spielen Fußball? Da können sie sich doch auch beweisen und andere dominieren oder? und wenn sie taktisch arbeiten und schießen wollen, können sie paintball spielen o.ä. und wenn sie schießen wollen Sportschützen werden. Da lernt man das alles sogar „richtig“ und hat sogar „richtige“ Erfolge, sogar körperlich.
          Und wenn man ohne tatsächliche Gewalt „kämpfen“ und jemanden besiegen will, kann man Schach spielen.

          In WoW z.B habe ich eine Saison lang recht erfolgreich gewertetes PvP gespielt (aus dem Verhältnis aus Siegen und Niederlagen und abhängig, wie hoch in der Rangliste das Gegnger-Team war, wird der eigene Punktestand berechnet) und als die Saison vorbei war (wir hatten jede Woche mindestens 10-15 Schlachten), wurde alles auf Null gesetzt. Toll. Wenn ich Vereinsmeister im Handball geworden wäre, wäre das etwas „für die Ewigkeit“ gewesen, selbst wenn es nur im Dorfverein war. Es war spaßig und man hatte kurzzeitig ein Erfolgsgefühl besonders nach extrem knappen Schlachten, aber mal ehrlich das ist doch kein „wirklicher“ Erfolg. Das sind einfach nur ein paar bunte Pixel oO
          Und beweisen tut man da auch nichts, das sind im Grunde einfach Zeitfresser mit Suchtfaktor, und das sollte man nicht vergessen.

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          • Ich habe übrigens 2008 mit WoW angefangen und seitdem fast 300 Tage gespielt. 300!!!!!!! Tage. Das ist doch krank.
            Danach habe ich sofort gekündigt. 300 Tage lebenszeit einfach weg. Was hätte ich in 300 Tagen alles lernen können.

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          • Ich schon
            Weil das Zeit ist, die nicht zurück kommt und die (aus meiner Sicht) nicht sinnvoll genutzt worden ist. In der Zeit hätte ich ein Instrument oder eine Sprache lernen können o.ä.

            Es hängt aber auch vom Spiel ab Onlinespiele in denen man je mehr Zeit verbringen muss um he rErfolg zu haben (z.B im PvP „Ehrenpunkte“ (durch Tötungen von Gegnerspieler) zu machen um sich neue bessere Rüstungen und Waffen kaufen zu können um länger durchzuhalten usw. oder wo man zutaten für Tränke etc. sammelt, solche Spiele haben ein noch höheres Risiko, weil man dran bleiben muss, wenn man mithalten will, besonders, wenn man nicht alleine für sich spielt, sondern in einem Team.
            Und wenn du alles zusammen hast, kommt eine neue Saison, oder eine neue Erweiterung und alles was du bisher gemacht hast, ist wertlos und du musst wieder von vorne Anfangen.
            Da sind Nicht-Online-Spiele noch besser, auch wenn man an denen auch eine ganze Weile festhängen kann.
            Aber die meisten Spiele hat man ja in 100 Stunden mehr oder weniger durch. Das ist dann noch was anderes als eines das nie endet.
            Trotzdem: kids bewegen sich zu wenig und sind zu dick und haben ein schlechtes Körpergefühl – weil sie zu viel rum hocken. Das sollte man eher beheben als fördern mMn.

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          • @ata
            „Was hätte ich in 300 Tagen alles lernen können.“

            Warum bereust du das? Du muss deinen Spass gehabt haben, sonst wäre das nicht so lang gewesen.

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        • Das Argument von Adrian war, dass eine Ersatzbefriedigung für sexuelle Bedürfnisse besser sei, als ihre vollständige Versagung. Er meinte nicht, dass es besser sei, Klettern zu simulieren, als tatsächlich durch die Wälder klettern. Um dein Argument auf die Pornografie zu übertragen, forderst du also die leichte Verfügbarkeit sexueller Leistungen durch Frauen, um die ungesunden Wirkungen des Computers auf junge Männer zu reduzieren? Finde ich gut. 🙂

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          • Pornographie ist im Normalfall nur eine Masturbationshilfe. Es gibt auch da zwar Suchtis, die jeden Tag 3 Stunden surfen, aber das ist ja nicht der Regelfall.
            Bei Videospielen sieht das anders aus. Das ist ja nciht so, dass man sagt „So ich kloppe mich jetzt mal kurz virtuell und bin dann in 10 Minuten fertig“, sondern, seien wir mal ehrlich, das ist dann eher eine Frage von Stunden.

            „Um dein Argument auf die Pornografie zu übertragen, forderst du also die leichte Verfügbarkeit sexueller Leistungen durch Frauen, um die ungesunden Wirkungen des Computers auf junge Männer zu reduzieren? Finde ich gut. :)“

            Noch leichter als heute wird es kaum werden.

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  2. Pornos und Spiele können als Genussmittel oder als Selbstbetrug und Ersatz angesehen werden. Beides macht wahrscheinlich Sinn und schließt sich gegenseitig nicht aus. Wie immer kommt es auf die Menge an, und muss eigentlich zur Überlegung führen, ob es wirklich gebraucht wird. Und wenn ja, wenn es wirklich gebraucht wird, dann schliesst sich der Kreis, denn die Frage nach dem Wozu könnte ja zu dazu führen, dass es einfach nur das Opium einer neuen Zeit ist.

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      • Dann könnte man es vielleicht als Mittel sehen, Dumpfheit zu erzeugen, Unzufriedenheit und Bedürfnisse einzudämmen und Aufbegehren oder Wünsche nach Änderung gar nicht erst aufkommen zu lassen. Mal im marxistisch-historischen Sinn gesehen :-). Die Tatsache, das Männer und Frauen, daheim in ihrer Wohnung sitzen und sich mit Second-Hand-Abenteuer zufrieden geben, während draußen das Leben wartet, ist vielleicht auch eine hübsche Möglichkeit für andere die Zukunft zu gestalten, ohne das es jemand mitbekommt. Wie gesagt: Ich halte Genussmittel nicht per se für schlecht, aber ich würde keine Lanze für das Zeug brechen oder eine tatsächliche Notwendigkeit sehen, schon gar nicht in einem Geschlechterkontext. Das gibt es, das ist da, nice to have. Gesellschaftlich finde ich Pornos und Gaming nicht als wirkliche Befriedigung und Mittel zur Zufriedenheit an. Es weckt nur den Wunsch danach, und das kann den Konsum steigern. Aber ob es auf Dauer glücklich macht?

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  3. adrian
    „ist geprägt vom Streben nach Dominanz und Macht über die Körper und die Psyche von Männern.“

    Das muss scheitern. Videospiele sind einfach ein zu grosser Markt, als dass er seine Kunden verprellen kann. Jede Firma, die da paternalistisch wird, gräbt sich sofort das Wasser ab, insofern hat GG gewonnen.

    Auch der Krieg gegen Pornographie und Prostitution (übrigens traditionelle extrem konservative Positionen) ist zum Scheitern verurteilt. Weil die Nachfrage zu gross ist.

    Die Feministinnen schneiden sich nur ins eigene Fleisch und machen sich unmöglich. Sie sind so ungeheuer bigott, dass es eigentlich ultra lustig ist 😀

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  4. sehr schön nahezu alle antithesen, quasi wider dem mainstream, hintereinander rausposaunt. „belegt“ via männlicher physis und psyche und der eigenen erfahrung (in den kommentaren).

    soweit ich das sehe, gibt und gab es mit solchen argumenten im mainstream nie eine wirkliche auseinandersetzung. für die sind zocken und porno GRUNDSÄTZLICH und schon seit anbeginn der zeit ein problem.

    @atacama: ich finde (no offense), du hängst da zu sehr in deinem mikrokosmos. gibt und gab es bspw. nicht auch sehr viele junge männer, die selbst ohne die möglichkeit von pron+gaming weder mit frauen noch mit sport in kontakt kommen/gekommen sind? ist es für die dann nicht sogar besser, das virtuell auszuleben?

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    • Nochmal:
      Ich habe selber gespielt und Pornos gucke ich auch.
      Ich störe mich nur daran, dass das als „Alternative“ verkauft werden soll.
      Wer keinen richtigen Sport machen kann, macht „gedanklich“ Sport vom Sofa aus = ist fast dasselbe.
      Wer keinen richtigen Sex machen kann, macht es gedanklich bzw. visuell über Pornos = perfekter Ersatz für menschliche Interaktion. versuch gar nicht erst, realen ERfolg zu haben. Spiele lieber irgendein Spiel, wo du virtuell „Erfolg“ haben kannst usw.
      Das ist das, woran ich mich störe.

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        • weil es nicht gesund ist.
          Und komm jetzt nicht mit „mal eine Runde Urban Terror“ oder so. Ich kritisiere das hier für mich so wahrgenommene Darstellen als „Lebens-Alternative“ nicht mehr und nicht weniger. Wer es trotzdem machen will, kann das natürlich tun. Man kann ja auch eine Flasche Wodka täglich trinken, wenn man will. Aber was stört dich daran, wenn das jemand kritisiert?
          Guck den Film Idiocracy.

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          • auch „gesund“ ist relativ. manch einer hat sich schon beim sport umgebracht.

            ich glaube du verwechselst „alternative“ mit „erstrebenswert für alle“.

            idiocracy habe ich gesehen. ich hoffe, dass du den nicht ernst genommen hast.

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          • Ist mir zu langweilig. Ich habe gesagt, wie ich das sehe. Einen weiteren Sinn, mich hier zu beteiligen sehe ich im Moment nicht.

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