Und siehe, der Sodomist wird Adam zum Konkubinat bekehren, und austrocknen die Leibesfrucht Evas!

Ist der geschätzten Leserschaft schon einmal aufgefallen, dass es nirgendwo ein Buch gibt, indem ein um die Familie besorgter Autor die heterosexuelle Mehrheit bezichtigt, Ehe und Familie auf dem Altar eines selbstsüchtigen Hedonismus zu opfern?

Dabei sollte es eigentlich offensichtlich sein, dass die Adressaten, wenn es um das Schrecknis der Auflösung von Ehe und Familie geht, eigentlich nur Heteros sein können, denn diese sind es ja schließlich, die sich dafür eignen, den Acker zu bearbeiten und den Samen für unsere kommenden Generationen zu legen.

Das Problem ist bloß – wenn man mit dem Finger auf Heteros zeigt, dann zeigt der Kulturkonservative auf sich selbst, auf seine Gattin, auf seine Kinder, auf seine Enkel, auf seine Freunde und Bekannten. Und das macht nun wirklich keinen Spaß!

Spaßiger ist es dagegen, noch ein Buch zu schreiben, indem die Verschwulung der Welt als grundlegender Faktor für den Verfall von Ehe und Familie ausgemacht wird.

Wunderbar illustriert dies der Klappentext des neuen Buches von Andreas Lombard, ein Klappentext, welcher so genial albern ist, dass ich ihn meinen verschwulten Lesern unmöglich vorenthalten kann:

Früher war die Homosexualität das Thema einer Minderheit. Heute bewegt sie ganze Massen. Die »breite Akzeptanz« kennt keine Ränder und keine Differenz. Homosexualität wurde zum Synonym für eine gesellschaftlich benachteiligte, im Kern aber authentische Leidenschaft. Diese Liebe unter Gleichen, präsentiert als ursprünglich, sexy und unkorrumpierbar, wird zum Jungbrunnen der erschöpften westlichen Gesellschaft. Gleichstellung ist sie die Brücke in eine Zukunft, in der alle Ressentiments beseitigt sind. Dieser idealen Liebe wird es natürlich an nichts fehlen, nicht an Leidenschaft, nicht an ehelichen Banden und nicht an Kindern. Sie ist immun gegen die Fährnisse des Lebens. Diese Liebe gibt es nicht. Eine Welt, in der alles gleichwertig erscheint, ist eine Welt voller Fiktionen. Sie umstellen die letzten Wahrheiten: Die Unabdingbarkeit der traditionellen Familie, das Kind als Frucht der natürlichen Zeugung, den Unterschied als Fundament unseres Daseins. Das alles sollen wir vergessen. Die Emanzipation der Homosexuellen führt von der sexuellen Revolution zur Industrialisierung der Liebe, in eine Zukunft, die aus dem Labor kommt. Dieser »Fortschritt« geht uns alles an. In seinem nachdenklichen und umsichtigen Essay stellt Andreas Lombard die existentiellen Fragen nach dem gelingenden Leben und der Zukunft des Abendlandes. Auf sexuelle Hysterie gibt es für ihn nur eine Antwort: Das Lob des »kleinen« Glücks, das in Wahrheit das große ist.

Grandios, nicht wahr? Soviel geistlose Nichtigkeit wird nur noch übertroffen durch das Elaborat der ersten Rezension auf Amazon, geschrieben von „Happyx“, den man anmerkt, dass er nach Lesen von Lombards Pamphlet nicht mehr ganz so happy war. Denn die Dunkelheit, sie ist rosafarben.

Meine Erlebnisse mit Homosexualität geht auf eine versuchte Vergewaltigung zurück.

Natürlich. Ich hatte auch nichts anderes erwartet!

Ich stehe dieser Präferenz emotional also negativ gegenüber, weiß aber trotzdem, dass man niemand über einen Kamm scheren kann. Gewalt gibt es überall.

Und obwohl es überall Gewalt gibt, steht „Happyx“ der Heterosexualität emotional nicht negativ gegenüber, obwohl es doch auch Vergewaltigungen unter Heteros gibt. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Ich habe heute auch homosexuelle Freunde, völlig selbstverständlich.

Was mir nicht ganz einleuchtet, denn wenn ein Mensch einen Charakterzug aufweist, dem ich emotional negativ gegenüberstehe, wäre meine  Freundschaft zu ihm alles andere als selbstverständlich.

Und ich habe Freundinnen, die Homosexuelle zu Freunden haben, die mit ihrer Treue, Sorgfältigkeit und Anhänglichkeit immer gut gefahren sind. Kurzum: Homosexuelle sind Menschen wie Du und ich, in allen denkbaren Bandbreiten.

Aber, dennoch muss er jetzt unbedingt folgendes loswerden, denn es kann nicht sein, dass es ihm als Hetero unmöglich gemacht wird, eine Partnerschaft einzugehen, zu heiraten und eine traditionelle Familie zu gründen. Das kann einfach nicht sein!

In der Öffentlichkeit allerdings sind Homosexuelle heute im Überschwang ihrer Leidenschaft ein Symbol für Omnipräsenz und Rechtleitung – von Mode bis Musik, von Moderator bis Mami.

Und Heteros fristen ein Dasein in der Kanalisation der Gesellschaft, verachtet, verfemt, diskriminiert – ohne Hoffnung auf Besserung, Liebe und Glückseligkeit. Das darf einfach nicht sein!

„Immer mehr Bundesländer fangen an, Schulkindern unter dem Vorwand der Antidiskriminierung Polygamie, Samenspende, Leihmutterschaft, Homo- und Transsexualität als normal und gleichwertig zu verkaufen und dadurch die Kinder in ihrer mehrheitlich geordneten Herkunft zu verunsichern.“ (S 41/42)

Und das kann einfach nicht sein, denn wo kämen wir hin, wenn jeder, völlig selbstverständlich homosexuelle Freunde hätte?

Es gibt heute Psychiater, die Pornosüchtige nicht behandeln wollen, weil sie sagen, dass Porno doch toll sei,

Einwand 1: Porno ist toll…

es gibt Lehrpläne, die 15-Jährige einen Großstadtpuff einrichten lassen, mit allen notwendigen Spielzeugen für zu erwartende Zielgruppen

Einwand 2: Es kann nie schaden, wenn Jugendliche Grundzüge des Geschäftslebens lernen…

– unsere Gesellschaft zerstört ihre Grundlagen der Familien in völliger Verkennung der damit eintretenden Wirkungen.

Einwand 3: Ähm, nein! Die Grundlagen der Familien könne nur dann zerstört werden, wenn Heteros – immerhin 95 Prozent der Gesellschaft – kein Interesse mehr an Ehe und Familie haben. Nur dann.

Alle, die sich gegen die vorbehaltlose Anerkennung aller abseitigen Sexualpräferenzen wehren (man bedenke auch die globale Durchsetzung frei floatender Sexualität der Vielfalt in islamischen Ländern) werden heute als reaktionär gebrandmarkt, die Keule rechtgeleiteter Triebabfuhren der Vielfalt trifft den Kern traditioneller Familien hart und führt zu seelischer Instabilität größten Ausmaßes.

Nimmt man diese Prämisse ernst, sollte „Happyx“ schnellstmöglich die völlig selbstverständliche Freundschaft zu Schwulen beenden. Tut er es nämlich nicht, ist er selbst Teil des von ihm aufgeworfenen Problems.

„Die Unfruchtbarkeit der Homosexuellen mündet nach Borchardt in irgendeine Form der Travestie. Dazu scheint mir auch die stolze, aggressiv-sexuelle Ausstrahlung zu zählen, mit der sich schwule Paare in fast allen Großstädten präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar geworden sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann.“ 

Okay, wenn mir irgendjemand die Großstadt nennen kann, in der sich schwule Paare in einer aggressiv-sexuellen Ausstrahlung präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar geworden sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann, möge er mit bitte Bescheid geben, damit ich einen Umzug dorthin planen kann.

Denn Tatsache ist: Die einzigen, die sich in einer aggressiv-sexuellen Ausstrahlung präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann, das sind Heteros. In jeder Stadt, in jedem Dorf, überall, beständig, Tag und Nacht, sogar an Feiertagen. Und ich würde das nicht mal als Vorwurf sehen, aber hey, wird reden hier immerhin über die Grundlagen unserer Gesellschaft, und sollten Heteros ihre sexuelle Obsession da nicht besser zu Hause ausleben, und fleißig Kinder machen, damit die Familie und das Abendland fortbesteht?

Wir tauchen in diesem Buch ein in eine Vielzahl von homoerotischen, aufwendigen, im Kern doch lieblosen, auf Triebabfuhr gerichteten Tatsachen, die durch psychoanalytische Erhellungen mehr als spannend zu lesen sind.

Das glaube ich sofort, und bin zuversichtlich, dass insbesondere das Geschlechtsorgan von „Happyx“, beim Lesen über die Umtriebe der Sodomiten eine gewisse Spannung nicht vermissen ließ.

Wer also will die totale Verschwulung?

Ich will!

Im Ernst niemand! Nicht einmal Homosexuelle.

Äh, nein, ich bin einer dieser Homosexuellen, und ich sagte doch gerade, dass ich das will!

Die Trennung zwischen Sexualität und Fortpflanzung wird grandios scheitern, ihre fehlende Substanz liegt jedem offenbar, der beginnt nachzudenken.

In gewisser Weise ist das der lustigste Satz der gesamten Rezension, denn es ist ja gerade der ungeheure Erfolg der Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, die dazu geführt hat, dass Kulturkonservative sich überhaupt Gedanken um das Verschwinden von Ehe und Familie machen müssen.

Aber es ist nun mal wie es ist: Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, daran ist allein die Verschwulung schuld. Heteros haben damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Wie immer.

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4 Gedanken zu “Und siehe, der Sodomist wird Adam zum Konkubinat bekehren, und austrocknen die Leibesfrucht Evas!

  1. Anstatt die hilflosen Versuche von Heteros darzustellen, die sich gegen die Einebnung der Unterschiede stemmen, solltest du gegen die Vereinnahmung der Schwulen durch den Feminismus polemisieren. Noch nie waren Schwule seit den Zeiten Foucaults so langweilig. Ihr Image ist außerhalb des von PC gemaßregelten öffentlichen Raums seit LBGT auf einem Tiefpunkt. Am besten fängst du damit an, das Vorziehen des Buchstabens „L“ in diesem Akronym rückgängig zu machen und die ursprüngliche Rangfolge GLBT wieder herzustellen. Vorausgesetzt, du hast die Eier, dich mit den Lesben in der queer-Gemeinde anzulegen.

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  2. Denn Tatsache ist: Die einzigen, die sich in einer aggressiv-sexuellen Ausstrahlung präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann, das sind Heteros….

    Würde dir zustimmen, wenn du anstatt „Heteros“ „heterosexuelle Frauen“ geschrieben hättest.

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