Überraschungsei des Tages: Nicht alle Kulturen sind gleich

Die Berliner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) hat eine Studie zur politischen und gesellschaftlichen Werten von Flüchtlingen (aka Migranten, aka Moslems) veröffentlicht, die für die hiesigen Forscher überraschenderweise überraschende Ergebnisse zutage treten ließ:

Die in Deutschland gelandeten Flüchtlinge bekennen sich mehrheitlich zur Demokratie, offenbaren aber „erhebliche politische Verständnisdefizite“

Einerseits haben die Forscher eine hohe Integrationsbereitschaft der Befragten ermittelt: „Die meisten Flüchtlinge möchten Deutschland als neue Heimat annehmen. Sie sind bereit, dafür ernsthaft in Sprache und Bildung zu investieren.“ Andererseits seien auch viele Einstellungen festgestellt worden, die „stark von dem in Deutschland vorherrschenden Meinungsbild abweichen“, wie es in einer am Freitag verbreiteten Zusammenfassung heißt: „In anti-liberalen Einstellungen zu (Homo-)Sexualität, Ehe und Partnerschaft, ja selbst zu Wohn- oder Lebensformen wie einer WG zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Flüchtlingen und der deutschen Mehrheitsgesellschaft.“ Manche Ansichten der Flüchtlinge erinnerten „stark an die muffigen 50er Jahre in Deutschland“. Die komplette Studie will die 2008 gegründete private Hochschule am Montag vorstellen.

Zu den von der Universität als „völlig überraschend“ bezeichneten Erkenntnissen der Studie gehört auch, dass Flüchtlinge sich die politischen Verhältnisse in Deutschland und das soziale Zusammenleben „zum Teil ganz anders vorstellen, als es von den meisten Deutschen vermutet wird“.

Zunächst einmal sei gesagt, dass selbst diese pessimistische Ergebnisse zeigende Studie, in meinen Augen noch zuviel Optimismus ausstrahlt, indem sie nämlich behauptet, Migranten aus islamischen Gesellschaften würden sich mehrheitlich zur Demokratie bekennen, und seien bereit, „dafür ernsthaft in Sprache und Bildung zu investieren.“ Hier möchte ich kurz anmerken, dass die in Deutschland größte Gruppe von Migranten – Menschen aus der Türkei – auch in der dritten Generation noch erhebliche Defizite sowohl in Sprache als auch Bildungsanstrengungen aufweisen, und auch deren Bild von Demokratie – nimmt man die Begeisterung für den Halbdiktator Erdogan als Maßstab – nicht besonders stark ausgeprägt ist. Es kommt halt immer darauf an, was man unter „Demokratie“ und „Bildung“ versteht.

Dass nun Migranten aus islamischen Ländern nicht die Werte vertreten, die im Allgemeinen in westlichen Ländern vertreten werden, kann eigentlich niemanden überraschen, der auch nur einen Hauch Ahnung hat von Soziologie, Geschichte, Religion, Politologie oder Gesellschaftsstrukturen überhaupt. Der Glaube, aus islamischen Ländern würde überwiegend linksliberale Intellektuell anreisen, die für eine offene, säkulare Gesellschaft mit individueller Freiheit eintreten, ist dermaßen naiv – ja, ich möchte bereits sagen „dumm“ – dass es mir schwer fällt, angesichts einer derartigen Torheit nicht mit dem Kopf auf meine Schreibtischplatte zu schlagen.

Ein Leserkommentar im „Tagesspiegel“ bringt dies sehr gut auf den Punkt:

Wen kann so etwas überraschen? Glauben die Leute ernsthaft, islamische Gesellschaften sind deshalb so repressiv, weil alle, die von dort herkommen, grüne Hippies sind?

Glauben die Leute ernsthaft, Gesellschaften, in denen Schwule mit Gefängnis oder Tod bestraft werden, seien in Wirklichkeit schwulenfreundlich?

Glauben die Leute ernsthaft, Gesellschaften, in denen Frauen weniger Rechte haben, seien in Wirklichkeit Paradiese der Gleichberechtigung?

Glauben die Leute ernsthaft, islamische Gesellschaften seien so gut wie unsere?

Ich denke, es ist nicht allzuweit hergeholt zu sagen, dass wir mit den nach Deutschland kommenden Migranten aus dem Nahen Osten und dem Maghreb erhebliche Schwierigkeiten haben werden, was Integration in unsere Gesellschaft angeht. Es kann mit ihnen, meiner Meinung nach, überhaupt nicht leichter sein, als mit Menschen aus der Türkei, da die Türkei bereits die modernste aller islamischen Gesellschaften ist (und allein das sollte einen beunruhigen).

Nach dem jetzigen Stand sind das Anwachsen von Parallelgesellschaften und Zustände wir in Frankreichs Banlieus kein übertreibenees Zukunftsszenario für Deutschland.

Ich sehe jedenfalls kein Argument, warum es anders sein sollte.

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8 Gedanken zu “Überraschungsei des Tages: Nicht alle Kulturen sind gleich

  1. Die haben sogar etwas gegen das Leben in WGs? Ô.o

    LOL, der Titel:

    „Viele Flüchtlinge haben offenbar Werte wie AfD und Pegida“

    Wir holen und Nazis und Sexisten ins Land… oder was soll das aussagen? ^^

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  2. In folgendem Artikel aus neo-marxistisch-soziologischer Perspektive zum Thema werden einige Forschungsbefunde zur Sozialisationswirkung der orthodox-konservativ-islamischen Sozialisation auf Mentalitäten und Einstellungen von traditionellen Muslimen dargestellt:

    „Vor diesem Hintergrund ist nun eine Studie des us-amerikanischen Pew Research Centers von Interesse, die Ende April 2013 mit dem Titel „The World’s Muslims: Religion, Politics and Society“6 veröffentlicht wurde. Die Basis dieser Untersuchung bildeten 38.000 persönliche Interviews in 39 Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung in Europa, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika. Die Befragungen wurden zwischen 2008 und 2012 durchgeführt7.

    In verallgemeinernder Perspektive lassen sich folgende grundlegende Ergebnisse festhalten:

    1. Die Studie zeigt ein extrem reaktionäres Einstellungsbild in großen Teilen der muslimischen Bevölkerung weltweit.

    2. Als Differenzierungsfaktor erweist sich weniger der oft überstrapazierte „Interpretationsspielraum des Islam“, sondern vielmehr die von außen kommende Einschränkung der soziokulturellen Alleinherrschaft des Islam durch westliche oder frühere sowjetische Einflüsse.

    3. Auch Länder wie Indonesien, die oftmals als „moderat“ bezeichnet werden, weisen einen erheblichen Verbreitungsgrad traditionalistisch-vormoderner Einstellungen auf.

    Außer im Kosovo (30%) und in Albanien (24%) betrachtet eine klare Mehrheit der Befragten die Scharia als das geoffenbarte Wort Gottes/Allahs. In Indonesien sind es 54%, in Pakistan 81%, in Afghanistan 73%, in Jordanien 81%, in Ägypten 75%, in Tunesien und Marokko 66% und in der der Türkei 49%. (Die alternative Position lautete: Die Scharia ist von Menschen entwickelt worden, basiert aber auf dem Wort Gottes/Allahs).

    Dass vor dem Hintergrund der Existenz unterschiedlicher Rechtsschulen starke Minderheiten der Muslime von dem Vorhandensein mehrerer Interpretationen/Auslegungen der Scharia ausgehen (im Irak, in Marokko und in Tunesien sind es Mehrheiten), ist wenig verwunderlich.

    Bemerkenswerter ist die Zustimmungsrate zur Forderung, das islamische Recht zum offiziell gültigen Landesrecht zu erklären. Sind die Zustimmungen in Ländern wie der vormals „von oben“ kemalistisch-nationalistisch strukturierten Türkei oder den europäischen Ländern mit parteikommunistischer Herrschaft (ehemalige Sowjetrepubliken, Ex-Jugoslawien) recht niedrig (Albanien und Türkei 12%, Kasachstan 10%, Aserbaidschan 8%, aber immerhin 20% im Kosovo und 15% in Bosnien-Herzegowina), so sind sie in Südostasien (Malaysia 86%, Indonesien 72%), Südasien (Afghanistan 99%, Pakistan 84%, Bangladesch 82%), und in nordafrikanischen Ländern (Marokko 83%, Ägypten 74%, Tunesien 56%) sowie im Nahen Osten (Irak 91%, Palästinensergebiete 89%, Jordanien 71%) extrem hoch. Letzteres gilt auch für zahlreiche subsaharistische afrikanische Länder. Eine Ausnahme bildet lediglich der Libanon mit „nur“ 29% Zustimmung.

    (…)

    Ein recht hoher Anteil der Befragten ist überdies der Auffassung, dass islamische Parteien im Vergleich zu anderen Parteien eindeutig besser sind. So zum Beispiel 30% in der Türkei, 31% in Indonesien, 34% im Irak, 43% in Malaysia, 54% in Afghanistan, 55% in Ägypten und Tunesien oder 39% in Marokko.

    Mit 15% hält ein relativ hoher Anteil der befragten türkischen Muslime Bombenanschläge gegen Zivilisten für gerechtfertigt, wenn es der Verteidigung des Islam dient. In Malaysia sind es 18%, in Indonesien 7%, in Afghanistan 39%, in Bangladesch 26%, in Pakistan 13%, in den Palästinensergebieten 40%, in Ägypten 29%, in Jordanien 15%, in Tunesien 12%, in Marokko 9% und im Irak 7%8.

    Außer in Kasachstan kann sich die erdrückende Mehrheit der befragten Muslime eine (säkulare) Moral ohne Gottesbezug nicht vorstellen. Damit dürfte auf sehr lange Sicht eine vernünftige Koexistenz zwischen nichtreligiösen (säkular-humanistischen) Europäern und der überwiegenden Mehrheit orthodoxer Muslime prinzipiell ausgeschlossen sein. Solange Sure 3, Vers 1109 nicht radikal abrogiert, d.h. außer Kraft gesetzt wird (hermeneutische Spitzfindigkeiten helfen hier nicht weiter!), werden alle interkulturellen Voluntarismen zum Scheitern verurteilt sein.

    Während die Ablehnung der Abtreibung in allen islamischen Herrschaftsgebieten gleichmäßig extrem hoch ist, so dass selbst christlich-konservative Kreise vergleichsweise als liberal-gemäßigt anzusehen sind, finden sich auch recht hohe indirekte Duldungsraten von Ehrenmorden, insbesondere im Falle von weiblichen „Ehrverletzern“. So lehnen in der Türkei, in Albanien, im Kosovo und in Russland 30 bis 40% der Befragten Ehrenmorde explizit nicht ab. In zahlreichen anderen Ländern wie Malaysia, Thailand, Bangladesch, Afghanistan, Jordanien, dem Irak oder Ägypten liegt die Duldungsrate zwischen 41% (Malaysia) und 78% (Irak) oder 59% (Ägypten).

    Ebenso erdrückend gleichmäßig und hoch ist die nahezu absolute Verurteilung von Homosexualität als „moralisch verwerflich“. (Zum Beispiel 91% in Tunesien, 94% in Ägypten; leider keine Angabe zur Türkei.) Demgegenüber wird Polygamie nur in den europäischen und ex-sowjetischen Ländern überwiegend recht klar als moralisch inakzeptabel bewertet, während sie in den anderen islamischen Regionen auf mehrheitliche Zustimmung stößt.

    Wenig überraschend ist auch die Zustimmung der befragten Muslime zur absoluten Gehorsamspflicht der Frauen gegenüber ihren Ehemännern. In der Türkei liegt die Zustimmung bei 65%, in Indonesien bei 93%, im Irak bei 92%, in Pakistan bei 88%, in Ägypten bei 85%, in Marokko bei 92% und in Tunesien bei 93%.

    Sehr hoch ist darüber hinaus die Zustimmung zur orthodox-konservativen Behauptung, die westliche Unterhaltungskultur (Musik, Kinofilme, Fernsehen) verletzten die Moral bzw. die islamische Sittlichkeit. In Albanien sind 40% dieser Meinung, im Kosovo 44%, in Bosnien-Herzegowina 46%, in der Türkei 50%, in Thailand 72%, in Indonesien 55%, in Pakistan 88%, in Afghanistan 66%, in den westlich gesponserten Palästinensergebieten 81%, in den Urlaubsländern Tunesien und Ägypten 63% bzw. 62% und in den subsaharistischen Ländern Afrikas zwischen 82% in Tansania und 64% in der Demokratischen Republik Kongo. Eine Ausnahme ist hier Guinea Bissau mit 47%.

    Insgesamt ergibt sich damit eine nachhaltige Bestätigung für die recht enge Korrespondenz zwischen a. dem islamischen Vorschriftensystem, b. dem Bewusstseinsprofil und c. den Handlungsdispositionen orthodox-islamisch sozialisierter Personen.

    http://www.gam-online.de/text-Islam%20im%20Kopf.html

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    • @ Adrian

      „Und was schließt Du daraus?“

      Meine Meinung dazu dürfte dir bekannt sein:

      Die kulturelle Stagnation bzw. Regression in islamischen kulturellen Kontexten resultiert wesentlich dadurch, dass Saudi Arabien mit ihren Öleinnahmen fundamentalistische Islam-Interpretationen fördern:

      „Um sich die Folgen dieser unheiligen Verbindung von Petrodollars und radikalem Gedankengut klarzumachen, stelle man sich vor, der Ku-Klux-Klan habe in Texas die absolute Macht übernommen und missioniere nun mit den Ölgeldern, schrieb der renommierte Historiker Bernard Lewis. Und der algerische Schriftsteller Kamel Daoud mahnte: Durch die Macht der Satellitenschüsseln und des Internets habe sich das enge Weltbild der Ultrakonservativen bereits auf grosse Teile der islamischen Gesellschaften, vor allem auf ihre schwächsten Glieder, übertragen. Man müsse selber in der muslimischen Welt leben, um diese stetige Transformation zu begreifen. Dass dies der geistige Nährboden sei, auf dem auch der Extremismus gedeihe, sei offensichtlich.“

      http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-giftige-saat-der-wahhabiten-1.18665617

      In der Vergangenheit war die Modernisierung der islamischen Welt ja schon weiter fortgeschritten gewesen als heute. Dies wurde wesentlich durch den Einfluss der Förderung fundamentalistischer Islam-Interpretationen durch Saudi Arabien wieder zurückgedrängt und quasi umgekehrt.
      Da die Herrschaftseliten von Saudi Arabien ein enger Partner der politischen und ökonomischen Eliten der USA sind

      http://www.nzz.ch/international/amerika/unersetzlicher-partner-und-lukrativer-kunde-1.18673704

      kann wohl davon ausgegangen werden, dass die US-amerikanischen Herrschaftseliten kein Interesse an der Zurückdrängung der Islamisierung in der Welt haben.

      Die soziokulturell divergent sozialisierten und schwer integrierbaren orthodox-konservativen Muslime, die im Rahmen der Flüchtlingskrise nach Europa und Deutschland gekommen sind, scheinen mir in letzter Instanz primär Mittel zum Zweck zu sein. Großkapitalisten und Superreiche fördern in meinen Augen die Islamisierung in Europa, weil dies ihre Geschäftsinteressen mit der islamischen Welt erleichtert; um gespaltene Bevölkerungen in den europäischen Ländern zu erzeugen und gemeinsamen antikapitalistischen Widerstand zu erschweren („teile und herrsche“); um die europäischen Sozialsysteme längerfristig in den Zusammenbruch zu treiben und um durch einen Anstieg von Kriminalität durch desintegrierte Muslime, durch islamische Parallelgesellschaften, durch das Anwachsen islamisch-fundamentalistischer Gruppen und islamische Gewalttaten Chaos und Angst in Europa zu erzeugen und diese Situation dann zu nutzen um längerfristig zu versuchen zunehmend autoritärere Staaten aufzubauen bzw. Diktaturen zu errichten, die dann in letzter Instanz vom neoliberalen Großkapital beherrscht werden.

      Sinnvolle Maßnahmen zur Lösung von Integrationsproblemen im Zusammenhang mit muslimischen Migranten fände ich:

      – Keine orthodox-konservativen Muslime in westlichen Gesellschaften mehr aufnehmen, auch nicht im Kontext der Fluchtmigration. Nur noch säkular-demokratische/aufgeklärte/moderne/liberale Muslime in modernen westlichen Gesellschaften aufnehmen.
      Konservativ-muslimische Flüchtlinge sollen trotzdem nicht im Stich gelassen werden, aber sie in westliche Gesellschaften einwandern zu lassen, ist die falsche Lösung, stattdessen sollten islamische Länder für diese Flüchtlinge in die Pflicht genommen werden und westliche Gesellschaften sollten die Flüchtlingslager in islamischen Ländern finanziell unterstützen, so dass dort dauerhaft ein erträgliches Leben für alle möglich ist. (Die Flüchtlingskrise ist ja auch wesentlich dadurch entstanden, dass westliche Organisationen die Hilfsmittel für Flüchtlingslager in islamischen Gesellschaften gekürzt hatten.)

      – Zur Flüchtlingspolitik gibt es außerdem einen interessanten Artikel des neo-marxistischen Sozialwissenschaftlers Hartmut Krauss mit weiteren Lösungsvorschlägen, einschließlich Maßnahmen zur Bekämpfung der Fluchtursachen:

      http://www.gam-online.de/text-Ma%C3%9Fnahmen%20zur%20Eind%C3%A4mmung.html

      – Des Weiteren wäre m.E. die Einführung eines verbindlichen Rechtsbildungsunterrichts

      https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsbildungsunterricht_f%C3%BCr_Fl%C3%BCchtlinge

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/sehnsuchtsort-deutschland-der-rechtsbildungsunterricht-14054418.html

      für alle Flüchtlinge/Migranten sinnvoll, die in den letzten Jahren aus traditionell geprägten/prämodernen Gesellschaften nach Deutschland gekommen sind – verbindlich für alle ab 14 Jahren (Alter der Religionsmündigkeit).

      – Zugewanderte Rechtsextremisten, Islamisten sowie schwerkriminelle Flüchtlinge/Migranten sollten abgeschoben werden.
      Die Medien sollten jede Tendenz zur medialen Vertuschung von Kriminalität seitens Flüchtlingen/Migranten aufgeben und die kriminologische Forschung sollte Flüchtlings- und Migrantenkriminalität hinsichtlich Formen, Verbreitung und Ursachen bei den verschiedenen Gruppen objektiv erforschen und darstellen. Nur so können wirksame Präventions- und Gegenmaßnahmen bezüglich Kriminalität seitens Flüchtlingen und Migranten getroffen werden – auch zum Schutz von anderen Flüchtlingen/Migranten – und außerdem liefern fundierte Informationen über die Kriminalität bei Migrantengruppen auch Informationen über deren jeweiligen Integrationsstand.

      – Es sollte viel stärker versucht werden konservativ-muslimischen Eltern zu vermitteln, dass sie Gefahr laufen die Zukunft ihrer Kinder in Deutschland zu versauen, wenn sie sie traditionell-konservativ erziehen anstatt Bildung und Integrationsfähigkeit zu fördern und in diesem Sinne mit der deutschen Aufnahmegesellschaft zu kooperieren. Diesbezüglich wäre also daran anzusetzen, dass auch die meisten muslimischen Eltern das Beste für ihre Kinder wollen.

      – Bezüglich schlecht integrierter Muslime, die von Sozialhilfe leben, könnte überlegt werden, die Auszahlung von Sozialhilfe von Integrationsleistungen ihrerseits abhängig zu machen. Insofern konservativ-islamische Integrationsverweigerer, die von Sozialhilfe leben, bei fortgesetzter Integrationsverweigerung keine Sozialhilfe mehr bekämen, wären sie entweder stärker motiviert sich zu integrieren oder sie würden freiwillig in ihre Herkunftsländer zurückkehren.

      – Die Politik sollte der Leitlinie folgen: Ein moderner/aufgeklärter/liberaler Islam, der mit Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie vereinbar ist, kann gerne zu Deutschland gehören, ein unaufgeklärter, prämoderner, konservativer Islam aber nicht.

      – Die Vorschläge der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) sollten in diesem Sinne umgesetzt werden:

      http://www.gam-online.de/Bilder/S%C3%A4kulare%20Lebensordnung-Programm.pdf

      All dies würde in langfristiger Perspektive hoffentlich einen großen Teil der Integrationsprobleme im Zusammenhang mit Migranten aus islamischen Ländern lösen.

      Die Migrations- und Integrationspolitik sollte m.E. so umgestaltet werden, dass die Bereitschaft zur Anerkennung der kulturellen Moderne – Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie – zum zentralen Kriterium für Einwanderung und dauerhaftem Aufenthaltsrecht wird. Migranten/Flüchtlinge, die hinsichtlich dieser zentralen Integrationsdimension nicht integrationswillig bzw. integrationsfähig sind, sollten nicht einwandern dürfen und solche, die bereits hier sind und dieses Kriterium eindeutig nicht erfüllen, sollten nicht hier bleiben können.

      Dieses Kriterium als Voraussetzung für Einwanderung und dauerhaftem Aufenthaltsrecht – Anerkennung der kulturellen Moderne (Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie) – ist m.E. rational begründbar, moralisch vertretbar und pragmatisch für den dauerhaften Fortbestand moderner Gesellschaften notwendig. Es hat absolut nichts mit den irrationalen Kriterien der politischen Rechten in ihren verschiedenen Fraktionen zu tun (Hautfarbe, Nation, Christentum, traditionelle westliche Kultur bla, bla, bla), es schließt auch keine Religion per se aus – auch nicht den Islam – es schließt nur die prämodernen orthodox-konservativen und fundamentalistischen Formen von Religiosität aus und es legt den Schwerpunkt auf den Aspekt, der für den dauerhaften Fortbestand von aufgeklärten Kulturen, die an Menschenrechten und Demokratie orientiert sind, tatsächlich wichtig ist.

      Ich will keine „deutsche“, „nationale“, „christliche“ etc. Leitkultur, sowas lehne ich radikal ab, aber ich bejahe entschieden Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie als Leitkultur.

      In gewisser Hinsicht ist es mit dem Einwanderungsrecht m.E. genau umgekehrt wie mit dem Strafrecht, denn genau jenes Kriterium, das auf keinen Fall ins Strafrecht eingebaut werden darf, sollte m.E. unbedingt in ein modernes Migrationsrecht eingebaut werden, nämlich der Faktor „Gesinnung“. Baut man den Faktor „Gesinnung“ in das Strafrecht ein, schafft also ein Gesinnungsstrafrecht, dann zerstört dies die kulturelle Moderne, baut man den Faktor „Gesinnung“ NICHT in das Migrationsrecht ein, zerstört dies die kulturelle Moderne ebenso. Anerkennung der kulturellen Moderne – Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie – ist in einem breiten Spektrum politischer, religiöser und philosophischer Weltanschauungen möglich, wo dies aber nicht vorhanden ist, darf kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Migranten/Flüchtlinge gewährt werden.

      Da die islamische Welt heute so problematisch ist, sollten moderne westliche Gesellschaften m.E. zwar einerseits keine orthodox-konservativen Muslime mehr einwandern lassen, aber andererseits sollten moderne westliche Gesellschaften m.E. stets offen sein für folgende Einwanderer aus islamischen Ländern: moderne/aufgeklärte/liberale/demokratische Muslime, die verständlicherweise aus diesen Ländern raus wollen; Atheisten und Agnostiker; demokratische Oppositionelle; islamkritische Oppositionelle; Frauen und Männer, die vor Genitalverstümmelung fliehen; sexuelle Minderheiten; Mitglieder anderer Religionsgruppen aus islamischen Ländern, die vor islamischer Diskriminierung und Verfolgung fliehen und sich als integrierbar erwiesen haben.
      In solchen Fällen, in denen es einem orthodox-konservativen Muslim oder Islamisten erfolgreich gelingt, sich als aufgeklärten/modernen/liberalen Muslim auszugeben, um in eine moderne Gesellschaft einwandern zu können, muss es natürlich möglich sein, ihn wieder auszuweisen, sobald dies auffliegt. Jeder Einwanderung eines Muslims sollten ausführliche Interviews, moralpsychologische und persönlichkeitspsychologische Tests vorausgehen.

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      • „Jeder Einwanderung eines Muslims sollten ausführliche Interviews, moralpsychologische und persönlichkeitspsychologische Tests vorausgehen.“

        Dir ist schon klar, dass du dafür ca. 10.000 Psychologen brauchst… Mal abgesehen davon, wie wertvoll psychologische Zwangsuntersuchungen sind.. siehe Sachsen letzte Woche…

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  3. Ich schlage vor, dass Pfaffen und Religioten ganz allgemein, seien sie nun aus dem Orient oder dem Okzident, das Stimm- und Wahlrecht aberkannt wird, da sie offensichtlich nicht urteilsfähig sind. Wer glaubt, dass Menschen auf einem geflügelten Pferd gen Himmel fliegen oder übers Wasser laufen, der hat doch einen an der Waffel. Als Minimalforderung sollte solchen Spinnern zumindest die Ausübung öffentlicher Ämter untersagt werden, da sie unter Wahnvorstellungen leiden, die unglücklicherweise unter den Schutz des GG gestellt wurden. Dass die Europäer die Säkularisierung nie ganz abgeschlossen haben beginnt sich jetzt zu rächen. Jeder aggressive Religiot und Wirrkopf kann sich auf das GG berufen und hat damit die Narrenfreiheit, faschistisches Gedankengut unter der Schirmherrschaft, dem Schutz und mit der Unterstützung des Staates zu verbreiten.

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  4. Zu den Türken in der BRD ist noch nachzutragen, dass die 3. Generation wieder schlechter Deutsch spricht als die 2., also es ist Rückschritt zu sehen, nicht Fortschritt;

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