Wie Schwulemiker auszog der onyx das Gruseln zu lehren

Bekanntermaßen ist der moderne Feminismus des 21. Jahrhunderts innerhalb der westlichen Welt ein Kampf ohne Notwendigkeit. Frauen haben hier die gleichen, und im Grunde genommen sogar mehr Rechte, als Männer. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Anliegen des Feminismus lediglich  in einer endlosen Wiederholung immer gleicher gefühlter Benachteiligungen bestehen, hervorgetragen von gut situierten, meist jungen Frauen der Mittelschicht, die nichts im  Leben entbehren, außer einem Sinn für dieses.

Antifeminismus ist, angesichts der Dreistigkeit, mit der Feministen gefühlte Diskriminierungen zu  realen Privilegien vergolden möchten, eine zwangsläufige und nachvollziehbare Reaktion, zumal wenn man in Betracht zieht, dass die Forderung nach Privilegien mit einer oftmals beispiellosen Empathielosigkeit gegenüber Männern und ihrem Leben einhergeht. Feminismus ist das Nörgeln der  Prinzessin, die den ihr dienstbaren Frosch wie Dreck behandelt, und die sich dann noch darüber beschwert, dass sie – anders als im Märchen – keinen Prinzen erhält, nachdem sie den Frosch an die Wand geklatscht hat.

Um den Antifeminismus zu bekämpfen und zu diskreditieren, bedient sich die gewöhnliche Feministin verschiedener Methoden. Sie kann ihre Weiblichkeit benutzen, und darauf vertrauen, dass der maskuline Sexualtrieb die Erektion toxischer Männlichkeit in bedingungslose Zuneigung und Galanterie gegenüber jedwedem weiblichen Wesen verwandelt. Sie kann jeden Antifeministen als Extremisten und Nazi brandmarken. Oder sie kann versuchen, durch einen Debattenbeitrag den Antifeminismus argumentativ zu vernichten.

onyx versucht auf  ihrem Blog „Gedankensalat“ letztere Strategie und hofft, mit den von ihr entdeckten Widersprüchen, den Antifeminismus ad absurdum zu führen. Ihr Anliegen könnte dabei schon von vornherein von Erfolg gekrönt sein, denn natürlich wird sie Widersprüche bei Antifeministen finden. Und der Grund hierfür ist ganz einfach: Antifeminismus ist eine Ansicht, die keine Aussagen für etwas bringt, sondern alleine gegen den Feminismus in seiner derzeitigen Form gerichtet ist. Auf welcher Grundlage, mit welcher Argumentation, mit welcher Ethik dies getan wird, ist dabei völlig offen. Es macht schließlich einen Unterschied, ob man ein Antifeminist ist, weil die Frau gefälligst hinter den Herd gehört, oder weil einem die real existierende  Politik von Feministen des 21. Jahrhunderts ein Dorn im Auge ist.

Ich zum Beispiel bin Antifeminist, weil ich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau bin, für die Gleichheit von Mann und Frau vor dem Gesetz, bei gleichzeitigem Respekt vor dem Individuum und seinem persönlichen Lebensentwurf. Ich bin Antifeminist, weil ich der Ansicht bin, dass der real existierende Feminismus diesen Werten diametral zuwiderläuft.

Doch möglicherweise werden mich die von onyx entdeckten Widersprüche des  Antifeminismus eines Besseren belehren. Da ich unmöglich für die vielfältige Gruppe der Antifeministen sprechen kann, möge man es mir nachsehen, wenn ich onyx Beispiele durch meine individuelle  Brille als selbsternannter Antifeminist kommentiere.

Schauen wir es uns doch einmal an:

-Männlichkeitsbild

Antifeministen beklagen seit Jahren (nicht zu Unrecht), dass der Gewaltopferschutz für Männer in Deutschland bisher eher ein stiefkindliches Dasein fristet und nicht wirklich beachtet wird. Was sie dabei natürlich nicht erkennen, ist die Tatsache, dass sie die Ursachen dafür meist gleich selbst mitliefern. Denn wie oft vernimmt man die Häme im Antifeminismus über den „neuen Mann“, der weichgepült, unmännlich, pudelig, devot und betamäßig den Hausmann spielt und nicht den Mumm hat, sich gegen seine schrecklich feministisch verseuchte Umwelt zur Wehr zu setzen. Womöglich ist er sogar noch ernsthaft in eine Frau verliebt, für die er alles tut. Auweia, dann gehts aber los. Dann wird ganz schnell der harte Steinzeitmann glorifiziert. Der keine Gefühle, keine Schwäche, keine Sorgen zeigen darf. Der über allem stehen muß und alles mannhaft zu ertragen hat. Der andere Menschen (bes. Frauen) scheiße behandeln darf (sogar muß). Es ist wahrlich kein Zufall, dass die menschenverachtende Pick up-Sekte, wo genau dieser Schwachsinn als Heilslehre verkauft wird, regen Zulauf aus antifeministischen Kreisen hat.
Und dann werden bittere Tränen geweint, wenn Männer als Opfer nicht ernstgenommen werden.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was genau uns onyx hier sagen will. Will sie uns sagen, dass als Opfer nur ernst genommen werden kann, wer ihren Maßstäben eines Opfers genügt? Will sie uns sagen, dass ein Mann nur dann einen Anspruch auf Schutz vor Gewalt hat, wenn er als „neuer Mann“ durch die Welt geht? Will sie uns sagen, dass der „Steinzeitmann“ nicht Opfer von Gewalt sein kann? Oder will sie uns sagen, dass Männer, die nicht ihren Ansprüchen von adäquaten männlichen Verhalten genügen, selber schuld sind, wenn sie als Opfer nicht ernst genommen werden?

Laut offiziellen Kriminalstatistiken stellen Männer den Hauptteil der Opfer sämtlicher Gewaltverbrechen, mit Ausnahme der Sexualdelikte. onyx Einwand, dass Männer, die sich traditionell männlich verhalten, sich nicht wundern müssten, als Opfer nicht ernst genommen werden, erinnert fatal an den Topos der vergewaltigten Frau, der zur Last gelegt wird, dass sie zu aufreißend gekleidet durch die Straßen spaziert ist. Hey, der Typ hat immerhin mittels Pick up versucht, eine Frau kennen zu lernen oder sie – oh grausige Welt – ins Bett zu bekommen! Dann muss sich dieses Schwein auch nicht wundern, wenn es eines auf die Fresse bekommt!

-Familienbild

Während IN einer Ehe so getan wird, als würde man eine Hausfrau und Mutter besonders schätzen und nur Feministinnen diese heile Welt zerstören, kann man nicht bis 3 zählen, bis NACH einer Ehe genau die gleiche Tätigkeit als faules Schmarotzertum diffamiert wird. (siehe auch nächster Punkt)

In einer Ehe ist die Tätigkeit als Hausarbeit und Mutter eine private Entscheidung, für die die Frau im Gegenzug Kost, Logis und Taschengeld vom erwerbstätig arbeitenden Mann erhält. Es liegt also eine Arbeitsteilung vor, die, wenngleich finanziell und vom Arbeitsaufwand auch ungleichmäßig verteilt, dennoch auf freien Stücken zweier Individuen beruht. Wenn es onyx lieber ist, könnte  ich aber auch gerne gleich aufs Ganze gehen, und die Tätigkeit einer Hausfrau in einer Ehe als bequemes Leben auf Kosten eines anderen brandmarken.

-Wertschätzung von Arbeit

Hier gibt es mehrere in sich widersprüchliche Mythen, die im antifeministischen Weltbild unverrückbare Dogmen darstellen.

So sind es ja zB prinzipiell immer Männer, die schwere, anstrengende, unangenehme oder gefährliche Berufe und jede Menge Überstunden ausüben müssen, während Frauen den Luxus der Wahl genießen können, darüber zu entscheiden, ob sie als Hausfrau und Mutter gemütlich zu Hause bleiben, oder einer Erwerbsarbeit nachgehen wollen. Das wird selbstverständlich als Männerdiskriminierung interpretiert.

Mag sein, dass einige Antifeministen das genau so interpretieren. Ich sehe hier weder Männer- noch Frauendiskriminierung.

Reden wir dagegen zB über das 50/50-Modell, sind sie ganz schnell dabei, dass die Aufgabenverteilung jedes Paar für sich selbst vereinbaren muß und da hat sich doch bitteschön niemand einzumischen.

Richtig.

Männer werden hier also ganz klar aufgefordert, ihre Wahl selbstbestimmt, individuell und gemeinsam mit der Partnerin zu treffen. Wo ist dann also plötzlich das Problem, wenn sich Paare für ebendiese Aufgabenverteilung entscheiden?

Es gibt kein Problem. Was ich Feministen vorwerfe ist nicht, dass Frauen die Wahl genießen können, darüber zu entscheiden, ob sie als Hausfrau und Mutter zu Hause bleiben, oder einer Erwerbsarbeit nachgehen wollen. Sondern dass genau dieser Luxus der Wahl uminterpretiert wird als Diskriminierung der Frau durch Männer, so als würden Männer Frauen zwingen nur als Hausfrau zu arbeiten, nur Mutter zu sein und nur halbtags zu arbeiten. Frauen haben  die Wahl. Sie sollen es aber bitte schön unterlassen, die Verantwortung für ihre persönliche Entscheidung an Männer zu delegieren, wenn diese Wahl Konsequenzen hat, die ihnen nicht schmeckt.

Ein uralter hartnäckiger antifeministischer Mythos behauptet, dass es Feministinnen wären, die bestimmte Tätigkeiten geringschätzen. Klassischerweise Erziehungs- und Familienarbeit oder soziale Arbeit. Das ist eine der größten Lügen schlechthin. Es sind nicht Feministinnen, die Hausfrauen als Schmarotzerinnen oder Unterhaltsprostituierte bezeichnen. Es sind nicht Feministinnen, die behaupten, dass Kindererziehung keine richtige Arbeit wäre. Es sind nicht Feministinnen, die soziale Berufe als „nicht anspruchsvoll“ herabsetzen.

Es sind eine ganze Reihe von Feministen, die Frauen auf Teufel komm raus in die Erwerbsarbeit bringen wollen, sei es durch Frauenquoten, Vereinbarung von Familie und Beruf oder der Verunglimpfung der finanziellen Unterstützung von Müttern als „Herdprämie“.

Und es wird als große Unverschämtheit verstanden, wie Frauen in solchen Berufen zum Streik um bessere Bezahlung aufrufen. „Was machen die denn schon? Die verdienen doch besser als so manche Männer!!“

Ich habe keine Ahnung, wer es als Unverschämtheit empfindet, wenn Frauen für bessere Bezahlung streiken. Was man Feministen  vorwerfen kann ist allerdings, dass sie so tun, als wären Frauen die einzigen Menschen, die eine bessere Bezahlung verdienen. Gestützt wird dieser Topos zum Beispiel durch die Lüge des Gender Pay Gap, die besagt, dass Frauen bei gleicher Arbeit und gleicher Qualifikation schlechter verdienen würden als Männer.

Gleichzeitig aber wird es aber als große Diskriminierung verstanden, wenn am Boys Day Jungen dazu eingeladen werden, einen Einblick in ebensolche Berufsfelder zu bekommen. Dann kommt nämlich der spontane Reflex, wie diskriminierend es doch sei, Jungen gezielt in schlecht bezahlte und schlecht angesehene Frauenberufe „drängeln“ zu wollen. Dann wird plötzlich gesehen, dass Frauen sehr wohl harte und schlecht bezahlte Arbeit leisten. Und das will man den Jungs ja nicht zumuten.

Ich behaupte nicht, dass Frauen keine harte und schlecht bezahlte Arbeit leisten würden. Was ich Feministen vorwerfe ist, dass sie so tun, als wären Frauen durch ein von Männern entwickeltes System – welches sie „Patriarchat“ nennen – dazu gezwungen, harte und schlecht bezahlte Arbeit zu verrichten. Wobei gleichzeitig komplett ausgeblendet wird, dass der Großteil harter und schlecht bezahlter Arbeit von Männern verrichtet wird.

Was dem Boys Day – und dem Girls Day – vorzuwerfen ist, ist das Bestreben, Jungen und Mädchen durch geschlechtliche Segregation gezielt die Beruf schmackhaft machen zu wollen, von denen ein politisch elitärer Konsens der Ansicht ist, dass diese Berufe mit mehr Anhängern des jeweils anderen Geschlechts aufgefüllt werden müssten. Wobei im Hintergrund immer die Idee mitschwingt, dass Schule eine Diskriminierung ausgleichen müsste, die Männer (das „Patriarchat“) entwickelt haben, um Jungen und Mädchen gegen ihren Willen in bestimmte Berufe zu zwingen – und das nur um Frauen besser unterdrücken zu können.

-Quoten

Während Frauenquoten grundsätzlich als Diskriminierung verstanden werden, werden Männerquoten in Bildungseinrichtungen gefordert („liberale Männer der FDP“), oder wahlweise auch Frauenquoten in dreckigen Männerjobs.

Ich lehne Quoten, ob für Männer und Frauen grundsätzlich ab und empfinde auch die Idee der FDP als unsinnig. Was ich dagegen nicht als unsinnig empfinde ist, Feministen mit ihrer eigenen Waffen zu schlagen, indem man nämlich darauf hinweist, dass wenn Quoten doch ein Beitrag für Gleichberechtigung sein sollten, warum diese dann nicht in jedem Berufszweig gefordert werden, sondern wundersamer Weise nur für Frauen, und wundersamer Weise immer nur dort, wo es um vergleichsweise bequeme, gut bezahlte Bürojobs in Leitungsfunktion geht.

Die Idee der Frauenquoten ist gleich doppelt hanebüchen und eine maximale Pervertierung jedweden menschlichen Anstandes: Erstens wird von Feministen postuliert, dass es eine Diskriminierung von Frauen durch Männer (dem „Patriarchat“) sei, wenn Frauen in Leitungsfunktionen eines Dienstleistungsbetriebes unterrepräsentiert sind. Und zweitens wird über „Diskriminierung“ kein Wort verloren, wenn es Berufe betrifft, in denen Männer unterrepräsentiert sind, oder  – der Gipfel der Dreistigkeit – wenn es Berufe betrifft in denen Frauen zwar unterrepräsentiert sind, die für Feministen aber als zu „dreckig“ angesehen werden, um Frauen damit beglücken zu wollen.

Wenn Quoten ein Mittel gegen Diskriminierung sein sollen, dann bitte für alle Menschen und Berufe gleichzeitig! Ansonsten entlarven sich Feministen nämlich als das, was sie sind: Verwöhnte Prinzessinnen, die mit möglichst wenig Backaufwand möglichst viel vom Kuchen abbekommen wollen.

-sexuelle Selbstbestimmung

Die sexuelle Selbstbestimmung ist im Antifeminismus nur ein Wert, wenn sie entweder Männer selbst betrifft, oder wenn sie dem Vergnügen von Männern dient. Denn während das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung (also der Schutz vor Übergriffen und Gewaltdelikten) gern insofern polemisch diffamiert wird, indem gern behauptet wird, dass Feministinnen am liebsten alle Männer in den Knast bringen wollten, die Frauen auch nur angucken, ist die sexuelle Selbstbestimmung plötzlich dann ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um das Recht geht, Männern Spaß zu bereiten oder sich ihnen unterzuordnen. Siehe Prostitution, BDSM.

Der polemische Vorwurf, dass Feministinnen am liebsten alle Männer in den Knast bringen wollten, die Frauen auch nur angucken, hat einen wahren Kern. Dieser wahre Kern schlägt sich nieder in monatelangen Vorwürfen des Sexismus, wenn ein Brüderle etwas zu ungeschickt das Himmelreich eines Dirndls lobt; wenn die Abschaffung der Unschuldsvermutung für Männer im Falle eines Vergewaltigungsvorwurfes gefordert wird („Listen and believe“); wenn nonverbales sexuelles Einverständnis unter das Stigma der sexuellen Gewalt gestellt wird („enthusiastic consent“); oder wenn einer Frau als Opfer gehuldigt wird, auch nachdem sie gerichtlich der Lüge einer Vergewaltigung überführt wurde (Gina-Lisa Lohfink). Sexuelle Selbstbestimmung heißt eben nicht, mit einem Mann Sex zu haben, sich danach zu überlegen, dass man doch nicht mit ihm Sex haben wollte, und dann die eigene Verantwortung auf den Mann abzuwälzen, indem man ihn der Vergewaltigung bezichtigt. Sexuelle Selbstbestimmung heißt, die Verantwortung für das eigene Sexualleben zu tragen.

Und solange Frauen und Männer nicht dazu gezwungen werden, sind Prostitution und BDSM Teil der individuellen, sexuellen Selbstbestimmung und demnach ein Menschenrecht. 

-Sexualerziehung

Die sexuelle Aufklärung an Schulen wird von vielen Antifeministen torpediert, seit der Bildungsplan 2015 in konservativen Kreisen für große Aufregung gesorgt hat. Mit Schlachtrufen wie „Frühsexualisierung! Umerziehung! Gender-Gehirnwäsche! Verschwulung! schützt unsere Kinder!“ versucht die homofeindliche und antifeministische „Demo für Alle“, Aufklärung um sexuelle Vielfalt sogar als „Kindesmißbrauch“ zu kriminialisieren.

Da ich Antifeminist, ein Fan der Verschwulung, nicht Mitglied bei der „Demo für alle“ bin und kein grundsätzliches Problem mit Sexualerziehung habe, trifft dieser Vorwurf, was mich angeht, ins Leere. Selbstredend bekenne ich mich zu dem Grundsatz, dass Sexualerziehung Fingerspitzengefühl und ein sensibles pädagogisches Verständnis erfordert. Inwiefern der Bildungsplan 2015 diese Kriterien erfüllt, kann – und sollte man – man skeptisch sein.

Gleichzeitig sieht man im Antifeminismus aber kein größeres Problem dabei, wenn Kinder ohne pädagogisch fachliche Unterstützung in eine völlig oversexte Gesellschaft hineinwachsen, ungefiltert mit Sexualisierungen jeglicher Coleur berieselt werden und problemlos Zugang zu Pornographie haben und bezeichnet Feministinnen, die Pornographie und Prostitution kritisch sehen, als „sexfeindlich“.

Problemlosen Zugang zu Pornografie haben Kinder nur dann, wenn die Eltern ihre Erziehungspflichten vernachlässigen. Die Medienkompetenz von Kindern, auch im Hinblick auf Pornografie, zu stärken, befürworte ich.

Und nein, Feministen sehen Pornographie und Prostitution nicht kritisch. Sie lehnen diese ab, weil sie es als Werkzeuge der Männer („Patriarchat“) zwecks  Unterdrückung von Frauen betrachten. Ich stelle mich dagegen auf den Standpunkt, dass beides ein Menschenrecht ist, durch die Freiheit des Individuums und der Berufswahl gedeckt. Feministen die das anders sehen, entmündigen uns alle auf den Status eines Kindes.

-Sexismus/Rassismus

Hier wurden Widersprüche ganz besonders nach den Silvestervorfällen in Köln deutlich. Während bis dato Antifeministen in schöner Regelmäßigkeit ihre hämischen Shitstorms über Feministinnen ausgossen, die über ihre Erfahrungen mit Sexismus und sexueller/sexualisierter Gewalt berichteten, war ihnen plötzlich der Schutz von Frauen und deren Rechten ein großes Anliegen. „Dann mach doch die Bluse zu!“- Kelle – ja genau, die, die meinte, dass sich Frauen doch einfach züchtiger kleiden sollten, wenn sie nicht belästigt werden wollen – fand plötzlich wenige Jahre nach Erscheinen ihres gleichnamigen Buches, dass Frauen gefälligst anziehen können was sie wollen, ohne dafür in Gefahr zu geraten.

Der „hämische Shitstorm“, der sich über Frauen ergoss, war der Tatsache geschuldet, dass Frauen über Dinge berichtet haben, die man nur unter schwersten ideologischen Einflüssen leidend, als „sexualisierte Gewalt“ bezeichnen kann. Die meisten dieser „Vorfälle“ lagen auf dem Niveau “Habe meine enge Bluse mit tiefem Ausschnitt getragen aber nicht der sexy Paul, sondern Pickelgesicht Thorsten haben drauf geschaut“ – Ihr wisst schon, das Niveau Brüderle im Himmelreich. Genau darauf bezog sich auch Birgit  Kelle, als sie völlig richtig konstatierte, dass, wenn Frauen nicht wollen, dass Männer ihnen auf die Brüste starren, sie doch gefälligst ihre Bluse zumachen sollen.

Ich bin schwul. Ich weiß wie (schwule)  Männer ticken. Ich weiß, dass wenn ich keinerlei Wert darauf lege, dass mir auf meinen Arsch gestarrt wird, ich enge Jeans und Chaps lieber zu Hause lasse. Dass heterosexuelle Frauen nicht in der Lage sind, die simple Gleichung „Titten = Blicke“ zu begreifen, ist mir rätselhaft. Mädels, ein Ausschnitt mit Brüsten wirkt auf heterosexuelle Männer wie das Schaufenster eines Schuhgeschäftes auf Euch: man muss einfach gucken. Noch absurder wird es selbstredend, wenn Frauen sich darüber beschweren, dass ihnen die falschen Männer auf die Titten starren.

Björn Höcke (AfD) verlangte konkret den „Schutz blonder deutscher Frauen“ vor übergriffigen Gewalttätern. Und diese beiden reihen sich nahtlos in de antifeministischen Chor derer, die allesamt plötzlich sexuelle Übergriffe ganz schlimm fanden und jegliche Versuche der Relativierung aufs schärfste verurteilten.
Weil ihnen ein feministisches Licht aufgegangen war? Nein, weil die Täter Migranten waren.
Wo war die Empörung VOR den Kölner Vorkommnissen? Den #Aufschrei haben sie lächerlich gemacht, getrollt, und als „männerfeindlich“ abgestempelt. Aber bei „fremden“ Tätern springt man gern auf den schon jahrzehntelang rollenden feministischen Zug.

Ich weiß nicht ob man besonders dreist oder besonders dumm oder besonders feministisch sein muss, um fehlgeleitete sexuelle Anmachen und Blicke auf halb freigelegte Brüste auf dieselbe Stufe zu stellen, wie in Deutschland noch nie zuvor dagewesene sexuelle Gewalt* gegen mehrere hundert Frauen mitten in der Öffentlichkeit.  Es ist geradezu atemberaubend pervers, dies miteinander in Äquivalenz bringen zu wollen und zeigt nur, wer hier sexuelle Gewalt relativiert.

Vielleicht  kann sich onyx noch an die Debatte in feministischeren Kreisen nach Köln erinnern? Es waren Feministen die postuliert haben, dass man zwar nicht alle Migranten für Köln verantwortlich machen dürfe, dafür aber alle Männer. Es waren Feministen, die ihr Feindbild des weißen heterosexuellen Mannes hervorgeholt haben, angesichts massenhaft verübter sexueller Gewalt* in für Deutschland bislang unbekanntem Ausmaß, an der kein einziger weißer heterosexueller Mann beteiligt war (und zu der sich ein Jahr später kein einziger weißer heterosexueller Mann aufgemacht hat, um es noch einmal zu probieren). Und es waren Feministen, die die Lüge verbreitet haben, dass Köln alljährlich auf dem Oktoberfest passiert.

allgemeines Diskussionsverhalten

Während im Antifeminismus selbst unterirdischste frauen- und männerfeindliche Anfeindungen als Meinungsfreiheit oder schlimmstenfalls als „unglückliche Formulierungen“ schöngeredet werden, ist bereits jede weit harmlosere feministische Äußerung, der kleinste Widerspruch, die kleinste Abweichung ihres Weltbildes ein „Beweis“ für üblen Männerhass. Eigene Verhaltensweisen werden auf das Gegenüber projeziert, und die eigene feindselige Filterbubble wird alle Ernstes als „sachlicher Austausch“ wahrgenommen.

Der Vorwurf in einer Filterbubble zu leben passt zu einer Frau, die mich sowohl in ihrem Blog als auch auf Twitter geblockt hat. Aber sei es drum, ich hoffe dass ich als Antifeminist mit dieser Gegenrede einen Beitrag zum sachlichen Austausch außerhalb der antifeministischen Filterbubble beigetragen habe.

Wenn Du, onyx, einen sachlichen Austausch haben möchtest stelle Dich mir, stelle Dich der Diskussion hier oder auf „Alles Evolution“, wo Du mich und meine antifeministischen Mitstreiter jeden Tag antreffen kannst. Du kannst in einer Debatte alles von mir erwarten. Heterosexuelle Galanterie wird jedoch nicht darunter sein.


* Ich hatte zunächst „Massenvergewaltigung“ geschrieben was nicht zutreffend ist. Es handelte sich in Köln um massenhafte sexuelle Belästigungen und sexuelle Nötigungen bzw. um massenhafte sexuelle Übergriffe, nicht um Massenvergewaltigungen.

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19 Gedanken zu “Wie Schwulemiker auszog der onyx das Gruseln zu lehren

  1. Auch wenn ich der Meinung bin, dass man diese Frau einfach links liegen lassen sollte, so stimme ich deiner Widerrede vollmfänglich zu. Sehr gut, wie diese Prinzessin, getarnt im Mäntelchen eines vermeintlichen Halbedelsteins, gelungen und fundiert zerlegt bzw. seziert wird.

    Ich habe selten soviel Schwachsinn in einem Artikel gelesen, wie diesen, der da von einer Feministin verzapft wurde, welche auf ihrem merkwürdigen Blog meist nicht mit Falschaussagen spart.

    „Sehen wir uns genötigt, das normale Weib für schwachsinnig im Vergleiche mit dem Manne zu erklären, so ist damit doch nichts zum Nachtheile des Weibes gesagt. Ihre Vorzüge liegen eben anderswo als die Vorzüge des Mannes und die Differenzierung der Geschlechter erscheint uns als eine zweckmäßige Einrichtung der Natur, bei der Mann und Weib nicht schlecht fahren. Betrachtet man aber das Leben des Weibes genauer, so möchte man doch meinen, dass die Natur hart mit ihr verfahren sei. Das Weib ist nämlich nicht nur karger mit Geistesgaben versehen als der Mann, sondern sie büßt sie auch viel rascher wieder ein.“

    Aus Möbius‘ Spottschrift „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“.

    Im übertragenen Sinn: Ein Blog, der jeder Beschreibung spottet und dem Namen „Gedankensalat“ alle Ehre macht. Wenn man sich denn für solch einen ‚Rohdiamanten‘ hält, wie sie es tut …

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    • […]der Meinung bin, dass man diese Frau einfach links liegen lassen sollte[…]
      Yup, es gibt einfach zu viele von solchen Idiotinnen, die mit der Logik und der Wahrheit auf Kriegsfuss stehen, als dass man jeder Einzelnen den Gefallen tun muesste, ihr ihre Daehmlichkeit auch noch zu erklaeren. Es ist ja nicht so, dass jedes Pseudo-Argument auf dem sie herumreitet, nicht schon zig mal widerlegt wurde. Und wenn sie Identitaetspolitik spielen will (also WIR Frauen gegen den Rest der Welt), dann darf sie sich auch nicht beschweren, wenn man das abscheulichste Beispiel ihrer Gattung gegen sie ins Feld fuehrt.

      Adrian war ja hier ausnehmend hoeflich. Wer „menschenverachtende Pick up-Sekte“ sagt, kann durchaus auch mal mit dem Begriff „dumme Votze“ konfrontiert werden.

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      • @luisman

        Es heißt noch immer „FOTZE“ und nicht „Votze“.
        Der Plural von „Vagina“ ist auch nicht „Vaginas“, sondern „VAGINAE“.

        Ich bin ja nun wirklich schweinescheißesowasvonliberal, aber so langsam wünsche ich mir den Rohrstock zurück. So weit habt ihr mich gebracht! 😦
        Muss ich denn erst weinen, luisman?
        Muss ich denn erst richtig STRENG werden???

        Gruß crumar

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        • „Muss ich denn erst weinen, luisman?“
          Heul doch du Maedchen 😉
          In deinen ersten beiden Saetzen hast du die Ursache ja schon erkannt. Da ich in einem englischsprachigen Land lebe und nur auf dem Blog und mit 2 Nachbarn deutsch spreche, kommt dabei halt oefter mal Denglisch heraus. Das geht so weit, dass ich haeufig auf auf dict.cc gehe, um mir selbst einen englischen Begriff auf deutsch zu uebersetzen, weil mir der deutsche Begriff nicht mehr einfaellt.

          Wenn du noch erkannt haettest, dass ich auch Daemlichkeit falsch geschrieben habe, haettest du jetzt einen Keks gewonnen. Aber so …. 🙂

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  2. Moin!
    Schönes Ding!
    Es hätte noch viel länger werden können, da da noch einiges an Blödfug drin steckt, aber ich denke, die dicksten Klopper hast Du prima erfasst. Ab Brüderle ( als grundsätzliches Beispiel ja nicht verkehrt, als persönliche Erwähnung jedoch diametral daneben, weil „listen & believe“ ) gibt es ein paar Punkte, wo ich ausführlicher geworden wäre.
    Ergo werde ich mich nachher mal frech bedienen, den Post rebloggen und meine zwei bescheidenen Groschen auch noch reindrücken. Bei der Vorarbeit ein Sahnejob.
    Link folgt.

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  3. Zwei Beobachtungen sind meinen Augen ebenso richtig, wie zentral:

    „dass die Anliegen des Feminismus lediglich in einer endlosen Wiederholung immer gleicher gefühlter Benachteiligungen bestehen, hervorgetragen von gut situierten, meist jungen Frauen der Mittelschicht, die nichts im Leben entbehren, außer einem Sinn für dieses.“

    Es gibt zweifellos einen wesentlichen, inhaltlichen Unterschied zwischen feministischer Theorie und feministischer Praxis. Und es gehört zu den rhetorischen Standardwinkelzügen, jede Diskussion über feministische Aktionen in eine Diskussion über feministische Theorie umzulenken: Aufmerksamkeit und eine Analyse ihres Verhalten ist Feministinnen ebensowenig recht, wie allen anderen Frauen.

    Soweit ich sehe, versucht im Moment nur crumar, die feministische Praxis als ökonomisches Werkzeug der Bourgoisie zu analysieren. Vermutlich ist in dieser Richtung einiges zu holen: Denn die Frauen der ökonischen Oberklasse brauchen offenbar keinen Feminismus, da sie ihre ökonomischen Vorteile bereits auf andere Weise erfolgreich sichern. Frauen der Mittelschicht vergleichen sich mit diesen erfolgreichen Frauen und suchen nach Verbesserungen – die anzuwenden die Frauen der Unterschicht ganz klar zu blöd sind. Doch das heißt nicht, daß hier die ökonomische Vernunft allein ausreichen würde, um zu verstehen, wie die feministische Praxis funktioniert. Denn:

    „Feminismus ist das Nörgeln der Prinzessin, die den ihr dienstbaren Frosch wie Dreck behandelt, und die sich dann noch darüber beschwert, dass sie – anders als im Märchen – keinen Prinzen erhält, nachdem sie den Frosch an die Wand geklatscht hat.“

    Niemand wird z.B. erwarten, daß mich jemand, den ich nur annörgle, zum Essen einlädt – was ein ziemlich sicheres Indiz dafür ist, daß feministische Praxis eine psychologische Manipulation für Männer ist, die eigentlich von ihren Propagandistinnen nicht geglaubt werden soll. Und die dann aber leider mangels Intelligenz doch von einigen geglaubt wird – was wir dann als frei herumlungernde Feministin beobachten können. Denn die klugen Frauen der Mittelschicht überlassen die feministische Schlammschlacht wohlweislich den Vollidiotinnen und begnügen sich damit, die feministischen Privilegien mit den patriarchalischen Bevorzugungen zu kombinieren, ohne das an die große Glocke zu hängen.

    Meiner Ansicht nach kann das Prinzessinnen-Phänomen nur dadurch erklärt werden, daß einige Frauen glauben, Männer würden Frauen nicht nach Sympathie oder Sexappeal aussuchen und auch demzufolge auch ihren Reichtum mit ihnen teilen, sondern nach ihrem kuturellen Wert – welcher entweder künstlich gesteigert werden soll, indem man sich rar macht und abweisend ist, so daß die anhaltende, männliche Werbung als Bewertungsnachweis fungiert oder – sofern kein femininer Wert dem Selbstverständnis nach vorhanden ist – generell für irrelevant erklärt werden soll, indem Frauen die „männlichen Bewertungen“ für gänzlich primitiv, verächtlich oder unmoralisch erklären – was wir meist auch nur bei Feministinnen vorfinden.

    Der Schlüssel ist in meinen Augen daher eine normative Erklärung über den kulturellen Wert weiblicher Menschen als Frau – wobei Letzteres durch ein tradiertes Ideal der Weiblichkeit erklärt wird.

    Das psychologisch Vertrackte und Widersprüchliche kommt in die Angelegenheit hinein, weil Feministinnen ihre als Manipulationen erdachten Kampagnen aus Dummheit wirklich glauben. Würde das wegfallen, würde auch wegfallen, daß sie ihre eigenen Manipulationen als gute Gründe ansehen, sich sozial spezifisch zu verhaltten. In diesem Fall würde das Scheinheilige an der ganzen Sache dominieren und wir sofort das Ganze durchschauen. So aber bleiben die Männer verwirrt. Nur beide Komponenten zusammen erklären, die inkonsistenten Beobachtungen.

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    • Fein ausformuliert, was ich weiter oben etwas drastischer darstellte. „Die Prinzessin auf der Erbse“ – egozentrisch genug, überall Wehwehchen zu entdecken (oder zu erfinden) und gleichzeitig ’naturbelassen‘ genug, um die eigene Erbse nicht zu finden …

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    • @Elmar

      Ich kaue ja immer noch an deinem Satz herum: „Der Schlüssel ist in meinen Augen daher eine normative Erklärung über den kulturellen Wert weiblicher Menschen als Frau – wobei Letzteres durch ein tradiertes Ideal der Weiblichkeit erklärt wird.“

      Weil ich auf der einen Seite zutiefst glaube, da ist was dran, aber: „Meiner Ansicht nach kann das Prinzessinnen-Phänomen nur dadurch erklärt werden, daß einige Frauen glauben, Männer würden Frauen nicht nach Sympathie oder Sexappeal aussuchen und auch demzufolge auch ihren Reichtum mit ihnen teilen, sondern nach ihrem kuturellen Wert“

      Auf der anderen schreibt ja C. Hakim ganz offen über das „erotische Kapital“, welches quasi ergänzend zu den Kapital-Sorten von Bourdieu hinzutreten soll.
      Vielleicht würden die von dir beschriebenen Frauen über diese These die Nase rümpfen, aber in der *Praxis* *verhalten* sie sich so.
      Auch jungen Feministinnen ist ihre „sexyness“ wichtig und sie verwenden sie *praktisch* als Manipulationsinstrument.
      (Ich finde es übrigens immer lustig, wenn Krawatten als Penis mit Pfeilrichtung auf diesen dargestellt werden und komischerweise das Dekolletee nicht nur diese Pfeilform mit Ausrichtung auf die Vagina ebenfalls aufweist, sondern die Scham selber repliziert)

      Kannst du bitte noch einmal ein paar erklärende Worte darauf verwenden, was du mit „kulturellem Wert der Frau“ meinst?
      Thanx!

      Gruß crumar

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      • @crumar

        „Kannst du bitte noch einmal ein paar erklärende Worte darauf verwenden, was du mit „kulturellem Wert der Frau“ meinst?“

        Da erwischt du mich leider ziemlich kalt – denn ich habe noch kein analytisch tragfähiges Konzept von „Wert“/“Norm“ gefunden. Auch die Philosophen tun sich da exorbitant schwer. Aber die verschwommende Idee aus den Untiefen meiner Schwimmerbse besteht darin, daß die Menschen irgendwann darauf gekommen sind, daß Menschen nicht irgendwie glücklich leben können, sondern daß es dafür bestimmte Bedingungen geben muß. Heute nennen wir das Humanismus und er ist wirklich ein großes Rätsel, von dem sich die Kulturen auf den verschiedenen Entwicklungsstufen selbst auch verschiedene Erklärungen gegeben haben. Kucklick versucht aus seiner Sicht zu skizzieren, wie die westliche Variante davon aussieht. Nach ihr kommen Männer als Erzeuger kritikwürdiger sozialer und ökonomischer Phänomene dabei echt schlecht weg und so die westliche Kultur darauf verfallen, Frauen zu beoabchten, um zu verstehen, wie sie leben müssen, um glücklicher zu werden.

        Diese Art des Müssens scheint mir bei jeder Normanalyse eine Rolle zu spielen. Dabei ist ein Wert dasjenige, was einige (nicht alle) Norm sich zum Ziel gesetzt hat. Dieses normative Müssen lädt Weiblichkeit mit einem Wert auf und Frauen streben es an, weiblich zu sein i.e. ein Leben zu exemplifizieren, daß vor 250 Jahren einmal versprach, glücklicher zu machen.

        Das ist nicht so zu verstehen, daß ich die inhaltliche Konfiguration des Weiblichkeitsideals verteidigen will – im Gegenteil, meiner Ansicht nach ist bei der Konzeption des Weiblichkeitsideals eine Menge schief gegangen.

        Stattdessen will ich darauf hinaus, daß Frauen es darauf anlegen, mit diese besonderer Art von Wert schaffenden Eigenschaften geboren worden zu sein – was ganz erheblich zur Alltagsunwilligkeit der Frauen beiträgt, sich selbst zu optimieren. Es geht daher Frauen wengier darum, sich zu beweisen, sondern um eine Art Odyssee zu sich selbst in allen Kleinigkeiten des Alltags durchzuführen (inklusive Bestellungen im Restaurant, deren Umständlichkeit die menschliche Komplexität realisierter Weiblichkeit und damit Wertigkeit = Östrogengeprotze) demonstrieren soll. Und was einen Wert hat, kann getauscht werden und zwar umso teurer, je häher der Wert ist. In meinen Augen ist das auch der Grund dafür, daß Männer sich so selten prostituieren. Sie erhalten dabei keine Bestätigung ihrer Männlichkeit, die Attraktivität der Männer als Menschen ist nichts wertvoll.

        Das alles ist an sich nichts Neues, es als Normfolgen zu analysieren, schon. Und Männer spielen bei dieser Odyssee aus einem mir bis dato unverständlichen Grund eine Rolle beim Nachweis dieses Weiblichkeitsideals – das glaubwürdig zu bedienen sehr viel wirksamer als jedes pickup ist.

        Etwas allgemeiner formuliert, verfolge ich die These, daß die soziale Welt der Weiblichkeit auf Normbefolgung beruht: Für das, was man will, gibt es eine normative Regel, deren Befolgung normalerweise zur Aushändigung führt. Jemanden zu überzeugen, ist irrelevant. Für Männer ist es genau umgekehrt, weshalb sich die Geschlechter notorisch mißverstehen.

        Das sind natürlich nur Hinweise, Winke – und ist von einer durchdachten Analyse noch weit entfernt. Aber leider komm ich nicht dazu, weil im Moment soviel anderes gemacht werden muß.

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        • @Elmar

          DAS ist ja nun wirklich ein ganz heftiger Text.
          Du beantwortest ein Rätsel mit einem weiteren.

          „Odyssee“ auf weiblich gibt es nicht, es gibt keinen Robinson Crusoe, es gibt keinen „Marsianer“.
          D.h. was Hegel und Marx „Entfremdung“ nennen, ist ein exklusiv männliches Problem.
          Wie wäre es damit, wenn wir versuchen, den spezifisch *weiblichen* Zugang zu diesem Phänomen als „weiblich“ zu benennen???

          Gruß crumar

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          • @crumar

            „Du beantwortest ein Rätsel mit einem weiteren.“

            Tut mir leid. Es ist eben eine unfertige Idee und es hatte sein Gründe, warum ich nicht meh gesagt habe. Vielleicht ist das ja auch alles Quatsch.

            „D.h. was Hegel und Marx “Entfremdung” nennen, ist ein exklusiv männliches Problem.“

            In welchem Modalsinne?

            „Wie wäre es damit, wenn wir versuchen, den spezifisch *weiblichen* Zugang zu diesem Phänomen als “weiblich” zu benennen???“

            Ist das dein Ernst? Nein. „weibich“ kann nicht durch „weiblich“ charakterisiert werden.

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  4. Ich bin letztens mit dem Wagen aus der Heimat zurück nach Berlin gefahren. Es war sehr warm; eigentlich heiß. Die Autobahn war wie so oft durch viele Baustellen unterbrochen. Da waren sie, die Autobahn-Arbeiter: 30 Grad im Schatten, flüssiger Teer, beißende Nebelschwaden — und weit und breit keine Frau zu sehen.

    Sobald diese Arbeitsstätten einen weiblichen Arbeiteranteil von 50% vorweisen können (rumstehen und telefonieren zählt nicht) nehme ich Feminismus ernst.

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    • @m

      In der Sowjetunion gab bzw. in Russland gibt es viele Frauen, die auf dem Bau arbeiten.
      Es gab und gibt reine Frauenbrigaden und das ist auch gut so.
      Denn Onyx (samt ihrem Forum) darf sich nach der erfolgreichen „maskulistischen Revolution“ (TM) dann ausgiebig in dieser Branche bewähren.
      Sie erhält so die von mir gerne erteilte Möglichkeit, über *männliche Privilegien* noch einmal neu, praktisch und im Rahmen eigener – sozusagen – Betroffenheit nachzudenken.

      Vielleicht geht ihr dann (irgendwann) auf, dass der Weg, den sie beschreitet, die Straße, die sie befährt, das Haus, in dem sie wohnt etc. pp. also alles, was sie in ihrem Spatzenhirn als selbstverständlich und gottgegeben ansieht, auf der Grundlage männlicher Arbeit erschaffen worden ist. Zudem von Männern, die ihre Arbeitskraft vorzeitig verschleißen u.a. weil sie dem ökonomischen Zwang ausgesetzt sind, eine Familie zu ernähren.

      Ihre Ignoranz und ihre mangelnde Empathie gegenüber diesen Männern rührt daher, dass den bürgerlichen Weibchen in den kapitalistischen Staaten ein handfester, materieller Zugang zur Realität erspart worden ist.
      Die feministische Ideologie krankt daran, von solche Weibchen erdacht worden zu sein, die sich die Hände maximal mit Kreidestaub dreckig gemacht haben.
      Und es ist an der Zeit, dass sich das ändert.

      So langsam angepisst
      crumar

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      • In der Sowjetunion gab bzw. in Russland gibt es viele Frauen, die auf dem Bau arbeiten.
        Es gab und gibt reine Frauenbrigaden und das ist auch gut so.

        Und trotzdem behaupten viele, der Feminismus sei eine Art Marxismus. Das ist so lächerlich. Es gibt wohl kaum ein Phänomen, das mit grösserem Recht als ein bürgerliches bezeichnet werden darf. Ein Indiz, und das ist nur eines von vielen, hast du genannt.

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  5. Es macht schließlich einen Unterschied, ob man ein Antifeminist ist, weil die Frau gefälligst hinter den Herd gehört, oder weil einem die real existierende Politik von Feministen des 21. Jahrhunderts ein Dorn im Auge ist.

    Das allein schon ist für die gemeine Feministin (feminae ordinaris) zu viel der Differenzierung. Es gibt für die Onyxens dieser Welt nur den pööhsen Patriarchen, der sich die Frau nur hinter dem Herd vorstellen kann, obwohl das mit Sicherheit ein sehr kleiner Teil all jener ist, die sich als Antifeministen bezeichnen. Eine eindimensionale Ideologie braucht eben ein ebenso eindimensionales Feindbild.

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