Und siehe, der Sodomist wird Adam zum Konkubinat bekehren, und austrocknen die Leibesfrucht Evas!

Ist der geschätzten Leserschaft schon einmal aufgefallen, dass es nirgendwo ein Buch gibt, indem ein um die Familie besorgter Autor die heterosexuelle Mehrheit bezichtigt, Ehe und Familie auf dem Altar eines selbstsüchtigen Hedonismus zu opfern?

Dabei sollte es eigentlich offensichtlich sein, dass die Adressaten, wenn es um das Schrecknis der Auflösung von Ehe und Familie geht, eigentlich nur Heteros sein können, denn diese sind es ja schließlich, die sich dafür eignen, den Acker zu bearbeiten und den Samen für unsere kommenden Generationen zu legen.

Das Problem ist bloß – wenn man mit dem Finger auf Heteros zeigt, dann zeigt der Kulturkonservative auf sich selbst, auf seine Gattin, auf seine Kinder, auf seine Enkel, auf seine Freunde und Bekannten. Und das macht nun wirklich keinen Spaß!

Spaßiger ist es dagegen, noch ein Buch zu schreiben, indem die Verschwulung der Welt als grundlegender Faktor für den Verfall von Ehe und Familie ausgemacht wird.

Wunderbar illustriert dies der Klappentext des neuen Buches von Andreas Lombard, ein Klappentext, welcher so genial albern ist, dass ich ihn meinen verschwulten Lesern unmöglich vorenthalten kann:

Früher war die Homosexualität das Thema einer Minderheit. Heute bewegt sie ganze Massen. Die »breite Akzeptanz« kennt keine Ränder und keine Differenz. Homosexualität wurde zum Synonym für eine gesellschaftlich benachteiligte, im Kern aber authentische Leidenschaft. Diese Liebe unter Gleichen, präsentiert als ursprünglich, sexy und unkorrumpierbar, wird zum Jungbrunnen der erschöpften westlichen Gesellschaft. Gleichstellung ist sie die Brücke in eine Zukunft, in der alle Ressentiments beseitigt sind. Dieser idealen Liebe wird es natürlich an nichts fehlen, nicht an Leidenschaft, nicht an ehelichen Banden und nicht an Kindern. Sie ist immun gegen die Fährnisse des Lebens. Diese Liebe gibt es nicht. Eine Welt, in der alles gleichwertig erscheint, ist eine Welt voller Fiktionen. Sie umstellen die letzten Wahrheiten: Die Unabdingbarkeit der traditionellen Familie, das Kind als Frucht der natürlichen Zeugung, den Unterschied als Fundament unseres Daseins. Das alles sollen wir vergessen. Die Emanzipation der Homosexuellen führt von der sexuellen Revolution zur Industrialisierung der Liebe, in eine Zukunft, die aus dem Labor kommt. Dieser »Fortschritt« geht uns alles an. In seinem nachdenklichen und umsichtigen Essay stellt Andreas Lombard die existentiellen Fragen nach dem gelingenden Leben und der Zukunft des Abendlandes. Auf sexuelle Hysterie gibt es für ihn nur eine Antwort: Das Lob des »kleinen« Glücks, das in Wahrheit das große ist.

Grandios, nicht wahr? Soviel geistlose Nichtigkeit wird nur noch übertroffen durch das Elaborat der ersten Rezension auf Amazon, geschrieben von „Happyx“, den man anmerkt, dass er nach Lesen von Lombards Pamphlet nicht mehr ganz so happy war. Denn die Dunkelheit, sie ist rosafarben.

Meine Erlebnisse mit Homosexualität geht auf eine versuchte Vergewaltigung zurück.

Natürlich. Ich hatte auch nichts anderes erwartet!

Ich stehe dieser Präferenz emotional also negativ gegenüber, weiß aber trotzdem, dass man niemand über einen Kamm scheren kann. Gewalt gibt es überall.

Und obwohl es überall Gewalt gibt, steht „Happyx“ der Heterosexualität emotional nicht negativ gegenüber, obwohl es doch auch Vergewaltigungen unter Heteros gibt. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Ich habe heute auch homosexuelle Freunde, völlig selbstverständlich.

Was mir nicht ganz einleuchtet, denn wenn ein Mensch einen Charakterzug aufweist, dem ich emotional negativ gegenüberstehe, wäre meine  Freundschaft zu ihm alles andere als selbstverständlich.

Und ich habe Freundinnen, die Homosexuelle zu Freunden haben, die mit ihrer Treue, Sorgfältigkeit und Anhänglichkeit immer gut gefahren sind. Kurzum: Homosexuelle sind Menschen wie Du und ich, in allen denkbaren Bandbreiten.

Aber, dennoch muss er jetzt unbedingt folgendes loswerden, denn es kann nicht sein, dass es ihm als Hetero unmöglich gemacht wird, eine Partnerschaft einzugehen, zu heiraten und eine traditionelle Familie zu gründen. Das kann einfach nicht sein!

In der Öffentlichkeit allerdings sind Homosexuelle heute im Überschwang ihrer Leidenschaft ein Symbol für Omnipräsenz und Rechtleitung – von Mode bis Musik, von Moderator bis Mami.

Und Heteros fristen ein Dasein in der Kanalisation der Gesellschaft, verachtet, verfemt, diskriminiert – ohne Hoffnung auf Besserung, Liebe und Glückseligkeit. Das darf einfach nicht sein!

„Immer mehr Bundesländer fangen an, Schulkindern unter dem Vorwand der Antidiskriminierung Polygamie, Samenspende, Leihmutterschaft, Homo- und Transsexualität als normal und gleichwertig zu verkaufen und dadurch die Kinder in ihrer mehrheitlich geordneten Herkunft zu verunsichern.“ (S 41/42)

Und das kann einfach nicht sein, denn wo kämen wir hin, wenn jeder, völlig selbstverständlich homosexuelle Freunde hätte?

Es gibt heute Psychiater, die Pornosüchtige nicht behandeln wollen, weil sie sagen, dass Porno doch toll sei,

Einwand 1: Porno ist toll…

es gibt Lehrpläne, die 15-Jährige einen Großstadtpuff einrichten lassen, mit allen notwendigen Spielzeugen für zu erwartende Zielgruppen

Einwand 2: Es kann nie schaden, wenn Jugendliche Grundzüge des Geschäftslebens lernen…

– unsere Gesellschaft zerstört ihre Grundlagen der Familien in völliger Verkennung der damit eintretenden Wirkungen.

Einwand 3: Ähm, nein! Die Grundlagen der Familien könne nur dann zerstört werden, wenn Heteros – immerhin 95 Prozent der Gesellschaft – kein Interesse mehr an Ehe und Familie haben. Nur dann.

Alle, die sich gegen die vorbehaltlose Anerkennung aller abseitigen Sexualpräferenzen wehren (man bedenke auch die globale Durchsetzung frei floatender Sexualität der Vielfalt in islamischen Ländern) werden heute als reaktionär gebrandmarkt, die Keule rechtgeleiteter Triebabfuhren der Vielfalt trifft den Kern traditioneller Familien hart und führt zu seelischer Instabilität größten Ausmaßes.

Nimmt man diese Prämisse ernst, sollte „Happyx“ schnellstmöglich die völlig selbstverständliche Freundschaft zu Schwulen beenden. Tut er es nämlich nicht, ist er selbst Teil des von ihm aufgeworfenen Problems.

„Die Unfruchtbarkeit der Homosexuellen mündet nach Borchardt in irgendeine Form der Travestie. Dazu scheint mir auch die stolze, aggressiv-sexuelle Ausstrahlung zu zählen, mit der sich schwule Paare in fast allen Großstädten präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar geworden sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann.“ 

Okay, wenn mir irgendjemand die Großstadt nennen kann, in der sich schwule Paare in einer aggressiv-sexuellen Ausstrahlung präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar geworden sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann, möge er mit bitte Bescheid geben, damit ich einen Umzug dorthin planen kann.

Denn Tatsache ist: Die einzigen, die sich in einer aggressiv-sexuellen Ausstrahlung präsentieren und jedem mitteilen, dass sie so unantastbar sind, wie kein normaler Mensch es je sein kann, das sind Heteros. In jeder Stadt, in jedem Dorf, überall, beständig, Tag und Nacht, sogar an Feiertagen. Und ich würde das nicht mal als Vorwurf sehen, aber hey, wird reden hier immerhin über die Grundlagen unserer Gesellschaft, und sollten Heteros ihre sexuelle Obsession da nicht besser zu Hause ausleben, und fleißig Kinder machen, damit die Familie und das Abendland fortbesteht?

Wir tauchen in diesem Buch ein in eine Vielzahl von homoerotischen, aufwendigen, im Kern doch lieblosen, auf Triebabfuhr gerichteten Tatsachen, die durch psychoanalytische Erhellungen mehr als spannend zu lesen sind.

Das glaube ich sofort, und bin zuversichtlich, dass insbesondere das Geschlechtsorgan von „Happyx“, beim Lesen über die Umtriebe der Sodomiten eine gewisse Spannung nicht vermissen ließ.

Wer also will die totale Verschwulung?

Ich will!

Im Ernst niemand! Nicht einmal Homosexuelle.

Äh, nein, ich bin einer dieser Homosexuellen, und ich sagte doch gerade, dass ich das will!

Die Trennung zwischen Sexualität und Fortpflanzung wird grandios scheitern, ihre fehlende Substanz liegt jedem offenbar, der beginnt nachzudenken.

In gewisser Weise ist das der lustigste Satz der gesamten Rezension, denn es ist ja gerade der ungeheure Erfolg der Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, die dazu geführt hat, dass Kulturkonservative sich überhaupt Gedanken um das Verschwinden von Ehe und Familie machen müssen.

Aber es ist nun mal wie es ist: Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, daran ist allein die Verschwulung schuld. Heteros haben damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Wie immer.

Werbeanzeigen

Heiraten hilft – Ehe für alle

Jürgen Liminski zählt in der „Jungen Freiheit“ die Vorteile der Ehe auf, augenscheinlich mit dem Ziel für diese Institution zu werben. Was er dabei  – wie soviele Konservative – tunlichst unterlässt, ist

a) die Gründe zu untersuchen, warum immer weniger junge Menschen die Ehe eingehen, obwohl sie sich doch eigentlich eine lebenslange stabile Beziehung nebst Kindern wünschen

b) zu begründen, warum homosexuellen Menschen nicht ebenfalls von den aufgeführten Vorteilen der Ehe profitieren sollten.

Lachen über Lachmann

Sollten Homosexuelle heiraten und Kinder adoptieren dürfen? Der Journalist Günther Lachmann ist strikt dagegen. Denn zur Ehe gehöre schon seit Jahrtausenden die Fortpflanzung von Mann und Frau.

Aber diese Jahrtausende sind spätestens mit der Einführung der Antibabypille und weiterer zuverlässiger Verhütungsmethoden passé. Die  Argumentation ist daher obsolet, weil Ehe und Fortpflanzung nichts mehr miteinander zu tun haben. Der gesamte gesellschaftliche Kontext, der dieses Argument stützen könnte, ist weggebrochen. Semantische Spitzfindigkeiten und linguistische Rekurse auf historische Zusammenhänge werden diesen Fakt nicht aushebeln können.

Die Gegner der Eheöffnung machen sich nur noch lächerlich. Honorieren wir ihre Bemühungen zur Hebung der Stimmung!

Und lachen sie aus!

Torte, es gibt Torte!

Ein schwules Paar geht in eine Konditorei und möchte eine Hochzeitstorte. Der Konditor weigert sich, weil seine religiöse Anschauung das Konzept der gleichgeschlechtlichen Ehe für sündhaft hält. Das Paar verklagt daraufhin den Konditor auf Schadenersatz…

Ich kann mir nicht helfen, es fällt mir schwer zu entscheiden, welche von beiden Parteien ich alberner finde.

Wenn mir und meinem Freund eine Hochzeitstorte verweigert würde, weil wir schwul sind, was würde ich tun? (Sehen wir mal davon ab, dass mir das nicht passieren würde, weil ich in Berlin lebe und daher weiß, welche Konditorei ich aufsuchen müsste, um garantiert nicht abgewiesen zu werden).

Aber nehmen wir mal an, mir würde so etwas geschehen. In meinem Kopf spielt sich das Szenario  – dramaturgisch verfeinert – in etwa so ab:

Adrian: „Guten Tag, verehrter Konditormeister, ich hätte gerne eine Hochzeitstorte.“

Konditor: „Vortrefflich! Soll die Torte denn für Sie bestimmt sein?“

Adrian: „Durchaus!“

Konditor: „Meine herzlichsten Glückwünsche! Wann ist es denn soweit?

Adrian: „An den Iden des September.“

Konditor: „Vortrefflich! Aber wieso haben Sie Ihre Zukünftige nicht mitgebracht?“

Adrian: „Weil es, mit Verlaub, keine Zukünftige gibt. Und wenngleich ich beabsichtigte eine Torte zu bestellen und keine Konversation über mein Privatleben zu führen gedachte, werde ich Ihnen meinen Zukünftigen dennoch vorstellen. Sag ‚Guten Tag‘, Rafael!“

Rafael: „Guten Tag!“

Konditor: „Einen Moment, bitte, verstehe ich recht, Sie sind homophil und gedenken zu heiraten?“

Adrian: „Eiderdaus, nicht wahr? Und ein solch Arrangement im Jahre 2020 in Berlin, der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland!“

Konditor: „Es tut mir leid, aber so etwas kann ich nicht unterstützen. Denn die Ehe, das  ist für mich etwas zwischen Mann und Frau.

Adrian: „Das ist wahrlich interessant, allerdings kann dies von mir aus gerne so bleiben. Denn ich gedenke, nicht Sie, sondern meinen geliebten Rafael zu ehelichen. Nicht wahr, Rafael?“

Rafael: „Fürwahr!“

Konditor: „Ich glaube, Sie missverstehen mich. Ich kann unter diesen Umständen keine Torte backen. Nicht für ein homophiles Paar, wie Sie beide eines sind.“

Adrian: „Ich verstehe durchaus, allerdings bin ich im Besitz der nötigen finanziellen Mittel. Gedenken Sie nicht, an diesen zu partizipieren? Ich war der Ansicht, eine derartige Übereinkunft läge im Interesse eines Konditors. Meine Finanzmittel im Tausch gegen ihre konditorischen Fähigkeiten. Es müsste auch keiner erfahren, dass Sie eine Torte für ein homophiles  Paar kredenzt haben. Sie können Ihrer Gattin ja berichten, Sie hätten heute eine Torte für ein reizendes junges heterophiles Paar gezaubert, welches den Bund der Ehe zu schließen beabsichtigt, damit die Frucht ihrer Leidenschaft nicht in Sünde auf die Welt kommt.“

Konditor: „Ich schätze es nicht, wenn man sich über mich lustig macht.“

Adrian: „Das bedaure ich zutiefst, allerdings diktiert mir meine Weltanschauung, mich über Menschen wie Sie zu mokieren.“

Konditor: „Bitte gehen Sie!“

Adrian: „Nur zu gerne. Zuvor aber noch einige Worte des Abschieds. Ihnen ist doch wohl bewusst, dass ich Sie auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes für Gericht zitieren und Sie dort Ihrer Unterleibsbekleidung entledigen könnte? Ihnen ist doch ebenfalls bewusst, dass ich über die sozialen Netzwerke jeden homophil Veranlagten Deutschlands auf Ihr Etablissment aufmerksam könnte?“

Konditor: „Sie sind ja ein übler Mensch, ein ganz Übler!“

Adrian: „Au contraire, guter Mann! Weil ich nämlich beabsichtige, all dies nicht zu tun. Trotz Ihres flegelhaften Verhaltens halte ich Ihr Recht auf Meinungs-, Gewissens- und Vertragsfreiheit hoch, wenngleich Ihre Ansichten fürwahr abscheulich sind. Denn Toleranz, das ist meine Natur. Nicht wahr, Rafael“?

Rafael: „Fürwahr, das ist die Natur meines geliebten Adrian. Und eine der Gründe, weshalb ich gedenke, ihn zu ehelichen.“

Adrian: „Fürwahr! Und nun lass uns gehen, Rafael, um auf unserem Canapé die süßen Früchte der griechischen Liebe zu kosten. Eine Hochzeitstorte erhalten wir auch in einer anderen Lokalität.“

Rafael: „Fürwahr. Aber bitte bedenke, eine Torte mit Sahne.“

Adrian: „Sahne bekommst Du freilich, mein Lieber. Soviel Sahne wie es Dir beliebt.“

Und selbstverständlich haben wir die Torte woanders bekommen. Mit soviel Sahne, wie es uns beliebt.

Närrisch feministisch

Einer der Gründe für die wachsende gesellschaftliche  Kritik am Feminismus – neben der immer offensichtlicheren Antipathie gegenüber Männern und allem als „männlich“ deklarierten – ist das beständige Jammern und Klagen, welche die Ziellosigkeit, den Egozentrismus und Überflüssigkeit des westlichen Feminismus nur mühevoll kaschieren kann.

Ein wunderbares Beispiel bietet uns ein bereits etwas älterer Beitrag einer gewissen Meghan Murphy über das Referendum zur Öfnnung der Ehe in Irland:

To be clear, of course I believe that so long as heterosexual couples are permitted to marry, gay and lesbian couples should also be allowed access to the same rights and privileges they have access to. What I oppose is not gay marriage, rather I oppose marriage as a whole and, more generally, I don’t believe that allowing same-sex couples to wed signals a move towards “equality.”

Zunächst einmal könnte man Murphy darauf hinweisen, dass die Ehe nicht verpflichtend ist, dass sie also, wenn sie nicht heiraten möchte und gegen die Ehe ist, nicht heiraten muss. Damit könnte man den Beitrag eigentlich bereits beenden, doch Murphy hat, wie so viele Frauen, noch mehr zu erzählen:

While support for LGBT rights is growing worldwide, women’s actual human rights remain unaddressed.

Das ist absolut korrekt. Weder bei Amnesty International, noch bei Human Rights Watch, weder in der Politik, noch im gesellschaftlichen Diskurs spielen die Rechte von Frauen irgendeine Rolle. Zumindest muss man diesen Eindruck haben, wenn man auf dem Mond lebt.

Liberating women from male oppression, on the other hand, means those in power have to give up a lot. As Katha Pollitt wrote, in The Nation, “Marriage equality costs society nothing and takes no power away from anyone.”

Denn darum geht es dem Feminismus ja in Wirklichkeit. Nicht um Gleichheit vor dem Gesetz (welche Frauen in der westlichen Welt ja längst haben), sondern um „Macht“, eine Umverteilung von Macht weg von Männern hin zu den Frauen. Inwiefern die Männer Macht haben, die ihnen nicht zusteht, bleibt dabei natürlich ungesagt.

In fact, gay marriage allows progressive heterosexuals feel much more at ease about their choice to join the church of wedded bliss as they can tell themselves it is no longer the old-fashioned, conservative institution of yesteryear — it’s now hip and open-minded and “inclusive.” We are all now able to forget about critiquing the institution, asking why we continue to marry at all, and why we continue to allow marriage to define our relationships and lives in such an overbearing way because we’ve so generously let the gays in.

Das ist natürlich alles Unsinn, denn wer die Ehe für eine altmodisch Institution hält, die nicht zu einem passe, der braucht – tada! – auch weiterhin nicht zu heiraten. Auch ist Kritik an der Institution der Ehe weiterhin erlaubt. Ach, und übrigens: Inwiefern definiert die Ehe „unser“ Leben und „unsere“ Beziehungen? Doch wohl nur dann, wenn „wir“ selbst verheiratet sind, oder nicht?

In April, Pollitt asked why reproductive rights were “losing” while gay rights were “winning.”

Tun sie das? Sind Verhütungsmittel mittlerweile verboten? Gibt es Initiativen, die den Zugang zu Verhütungsmitteln erschweren sollen?

She pointed out that “Indiana’s attempt to enshrine opposition to gay marriage under the guise of religious freedom provoked an immediate nationwide backlash.” Meanwhile, in many states, women still don’t have access to abortions and women are even being charged with feticide for miscarrying or trying to terminate pregnancies themselves.

Ah, natürlich, Abtreibung, das feministische Heiligtum schlechthin, unantastbar und abgeschirmt von jedweder Kritik.

Last month in Indiana, Purvi Patel was given a 20-year sentence for miscarrying, accused of using abortion drugs to terminate her pregnancy. In Mississippi, Rennie Gibbs, who was 16-years-old at the time, faced life in prison after she delivered a stillborn baby. Jessica Mason Pieklo wrote, for RH Reality Check that after the medical examiner decided the cause of death was “cocaine toxicity,” the grand jury concluded that Gibbs had “caused the death of the baby by smoking crack cocaine during her pregnancy.” That is to say she was facing murder charges. The charge was dismissed, but both cases represent a growing effort to criminalize pregnant women in the U.S. and a prioritization of the lives of fetuses over the lives of women.

Selbstverständlich muss jede Frau das unangetastete Recht haben, ein ungeborenes Kind abzutöten, und sie sollte auch jederzeit das Recht haben, während der Schwangerschaft zu koksen! Alles andere wäre patriarchale Unterdrückung!

Das eine Abtreibung nicht nur die Frau betrifft, sondern auch einen anderne Menschen, der zwar ungeboren ist, aber trotzdem aller Wahrscheinlichkeit nach lebend auf die Welt käme, wenn man ihn nicht abtreiben würde, das spielt alles keine Rolle. „Mein Bauch gehört mir“, und das selbstredend auch dann, wenn er gar nicht mehr nur mir gehört, sondern darin ein neuer Mensch heranwächst – der übrigens auch noch unter Beteiligung eines dritten Menschen zustande gekommen ist, des Vaters, der in dieser Debatte aber überhaupt niemals eine Rolle spielt.

Ending a pregnancy is still technically a criminal offence in British law (though The Abortion Act, passed in 1967, means that most women’s abortions can take place legally if certain conditions are met). Women still cannot get legal abortions in Malta, El Salvador, Chile, and The Dominican Republic. In Nicaragua the penal code criminalizes both the practitioner and the woman who gets the abortion, which has made unsafe abortion the leading cause of maternal deaths in the country.

Man sollte Feministen immer wieder aufs Brot schmieren, dass es gute Gründe gibt, dass Abtreibung einen schweren legalistischen Stand hat – eben weil eine Abtreibung nicht nur die Frau, sondern auch den Vater und insbesondere einen Fötus betrifft, der zu diese Zeitpunkt zwar noch kein Mensch ist, sich aller Wahrscheinlicheit nach aber zu einem lebenden, atmenden Menschen entwickeln, wenn man ihn nicht abtreiben würde.

Abortion is illegal in Ireland in all cases (including incest and rape) unless the woman’s life is in danger. Ireland’s Constitution states, in its Eighth Amendment, that “the State acknowledges the right to life of the unborn and, with due regard to the equal right to life of the mother, guarantees in its laws to respect, and, as far as practicable, by its laws to defend and vindicate that right.”

But we are to believe that marriage will create a free and equal society?

Eine Ehe wird von zwei gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einverständnis geschlossen. Eine Abtreibung dagegen ist die bewusst herbeigeführte Abtötung eines potentiellen Menschen. Letzteres als ein Recht zu bezeichnen und als Ausdruck von Freiheit und Gleichheit zu betrachten, ist eine Pervertierung ethischen Denkens und eine Beleg für die intellektuelle Verkommenheit des Feminismus.

Reproductive rights allow women control over their lives.

Ja, und deshalb gibt es die Pille, Kondom, die Spirale, das Diaphragma, etc. pp.

Abortion access is both a health issue and a human rights issue. We have a right not to give birth and raise children.

Ja, dieses Recht habt ihr Frauen! Deshalb gibt es ja auch Verhütungsmittel. Und die Möglichkeit, nicht zu ficken, wenn man gerade keine Verhütungsmittel zur Hand oder seinen Eisprung hat.

We have the right to not put our lives at risk through pregnancy.

Ja, auch dieses Recht habt ihr! Selbst in Irland, wie weiter oben selbst aufgeführt. Denn auch in Irland ist Abteibung erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Ihr habt allerdings nicht das Recht, Eurem ungeborenen Kind ohne Not Schaden zuzufügen. Dass man Frauen in westlichen Ländern erlaubt, unter bestimmten Umständen abzutreiben, ist ein riesiges Zugeständnis angesichts der schwerwiegenden ethischen Probleme, die eine Abtreibung aufwirft. 

Aber das ist Murphy natürlich nicht genug. Die will, dass Frauen ficken können, wie sie lustig sind, ohne die Verantwortung für die Folgen zu tragen. Und wenn frau dann schwanger wird, egal, weg damit! Ist ja eh nur ein Zellhaufen.

Marriage is not a progressive institution. It is an institution founded on the idea of women as property, traded among men, and it continues to be a site of oppression for women today.

Dann heirate halt nicht, wenn Dir die Ehe zu unterdrückerisch ist!

More than a third of women murdered around the world are killed by their partner. Domestic abuse kills more people than wars.

Dann heirate halt nicht, wenn Dir die Ehe zu gefährlich ist!

The most progressive thing we could do would be to abolish the institution once and for all.

Oder man heiratet einfach nicht.

To refuse to let our wedding day be the most important day of our lives.

Wenn frau einfach nicht heiratet, könnte sie nicht in die „Gefahr“ geraten, dass der Hochzeitstag der wichtigste Tag in ihrem Leben wird.

To push back against the idea that the correct way to live and love and have families is within this these very restrictive parameters that devalue all relationships that are not of the “husband and wife” variety.

Deshalb gibt es ja jetzt die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare. Nicht mehr nur Braut und Bräutigam, sondern auch Braut und Braut, sowie Bräutigam und Bräutigam.

To reject the idea that those who choose to marry should have access to rights and privileges that those who aren’t married don’t have access to.

Wenn man unbedingt die Rechte und Privilegien der Ehe haben will, könnte man einfach heiraten. In Irland nun sogar auch dann, wenn man eine radikale Lesbo-Feminstin ist.

We know that motherhood and marriage are not universally “good” for women.

Ja, und deshalb gibt es Verhütungsmittel. Habe ich das schon mal erwähnt?

Pregnancy is dangerous, childcare and housework — which women continue to do the bulk of — are undervalued and unpaid, women continue to take their male partners’ names in marriage, signalling subservience and patriarchal ideals, and, of course, violence continues to be central to many women’s experiences of “wedded bliss.”

Man muss allerdings nicht heiraten. Und es gibt Verhütungsmittel. Unter gewissen Umständen darf man sogar abtreiben. Das nur so nebenbei, weil es gewisse Frauen offensichtlich noch nicht mitbekommen haben.

Often when women leave these abusive relationships they continue to be financially, psychologically, and emotionally abused by their ex-husbands, who torture them in court by trying to take their children away from them.

Das geht natürlich gar nicht! Wie können sich Ehemänner und Väter erlauben Ehefrauen und Mütter bei einer Trennung vor ein Gericht zu zerren? Denn die Perspektive der Frau hat gefälligst das einzig entscheidende Kriterium zu sein! Und nur ihr gehört das Kind! So wie ihr Bauch ihr gehört! Immer!

The fact that lesbian and gay relationships are being acknowledged as legitimate is a good thing, no doubt. But the fact that it is marriage that defines what is and is not a legitimate relationship remains a problem. Beyond that, weddings will not lead to equality or human rights for women. They can be fun and lovely (they can also be boring, offensively lavish, and extremely sexist), but they will not end oppression.

Wichtige Neuigkeit an Frau Murphy: Die gleichgeschlechtliche Ehe wurde nicht eingeführt, um weibliche Unterdrückung zu beenden, sondern um Gleichheit vor dem Gesetz herzustellen. Im Übrigen kann man weibliche Unterdrückung gar nicht beenden. Denn wie wir gesehen haben, kann  weibliche Unterdrückung nur dann beendet werden, wenn Frau ungestraft ihr ungeborenes Kind abtöten und zukoksen darf und wenn sie ihr Leben  leben darf, ohne Verantwortung und Konsequenzen für dieses Leben tragen. Weibliche Unterdrückung kann also nur dann beendet werden, wenn man Frauen absolute Narrenfreiheit in allen Belangen des Lebens gewährt.

Und das passt ja zu einer Narrenideologie, wie sie der Feminismus ist.

Auch andere mögen Homos nicht. – Du bist nicht allein!

Folgendes Video finde ich gut. Katholiken erklären da, dass sie gegen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sind. Dabei mögen sie Homos gar nicht nicht, nein, sie haben sogar homosexuelle Freunde. Sie wollen nur nicht, dass ihre Feunde die gleichen Rechte haben wie sie. Aber die Homos akzeptieren diese Ansicht der Katholiken nicht. Obwohl die Katholiken doch gar nichts getan haben. Obwohl sie doch die Guten sind, die an Gott glauben, der nun mal sagt, dass Homos nicht die gleichen Rechte haben sollten wie Heteros. Aber die Homos sind sowas von  intolerant und tolerieren nicht, dass Katholiken Homos nicht mögen. Obwohl die Katholiken sogar Homos als Freunde haben, die nur halt gottgegeben minderwertiger sind als die heterosexuellen Katholiken. Warum akzeptieren die Homos einfach nicht, dass sie minderwertiger sind? Das ist so herzzerreißend, da müssen die Katholiken sogar weinen! Tragisch! Ich jedenfalls lache sie immer noch aus.

Ehe für alle! – Für wirklich alle!

Die Konservativen haben recht behalten. Nachdem in den USA die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde, melden nun die ersten Polygamisten ihre Wünsche an:

„Es geht um Gleichberechtigung beim Heiraten“, sagte Collier. Da könne man polygame Menschen nicht ausschließen. Deshalb hat Collier nun mit Victoria und Christine in Billings, Montana, den Behörden einen Besuch abgestattet, um die zweite Heiratsurkunde zu beantragen. Falls das Gesuch abgelehnt wird, will Collier Klage einreichen.

Die rechtlichen Hürden dürften andere sein, als im Falle der gleichgeschlechtlichen Ehe, da es in einem westlichen Land niemandem erlaubt ist, mehrere Ehepartner zu haben, man sich hier also weder auf sexistische Diskriminierung noch auf Diskriminierung auf Grund einer sexuellen Orientierung berufen kann. Eine weitere Hürde dürfte zudem die geringe gesellschaftliche Sogwirkung sein, da Polygamisten bislang über keine schlagkräftige Lobby verfügen.

Letztlich steht der rechtlichen Anerkennung einvernehmlicher Polygamie aber nichts im Wege. Ich würde mich freuen, wenn Collier tatsächlich klagen würde.