Ein Abtreibungsrecht für Männer?

„onyx“ vom Blog „Gedankensalat“ hält nicht viel von der Idee eines Rechtes auf Abtreibung für Männer:

Es gibt für Männer derzeit genau 3 legale Möglichkeiten, eine ungewollte Vaterschaft zu vermeiden. Kondom, Vasektomie und Enthaltsamkeit. (Das “aufpassen” lassen wir mal beiseite.) Mag alles nicht besonders cool sein, und die Vasektomie ist ein relativ (nicht komplett!) endgültiger Schritt, aber es ist immer noch weit entfernt von “Fremdbestimmtheit”. Wobei ich auch verstehe, wenn ein junger Mann diesen Schritt nicht gehen will, weil sich die Einstellung zum Kinderwunsch schließlich noch ändern kann.
Aber wer erwachsen genug zum vögeln sein will, sollte es auch bei der damit verbundenen Verantwortung sein. Dazu gehört dann halt auch der verantwortliche Umgang mit ungewollten Folgen. Ein Kind aus Egoismus und Geiz im Stich zu lassen, ist das Gegenteil von Verantwortlichkeit.

Und obwohl diese Argumentation in sich durchaus korrekt ist, scheint „onyx“ nicht aufzufallen, dass man mit der gleichen Begründung ebenso gut das Recht auf  Abtreibung für Frauen verneinen könnte. Denn immerhin: Ein Kind aus Egoismus und Geiz abzutreiben, ist das Gegenteil von Verantwortlichkeit. Dennoch steht Frau diese Möglichkeit offen. Warum also nicht Männern?

Es muß einfach mal in die Köpfe gehen, dass Sexualität zu leben nicht nur bedeutet, geilen Sex zu haben, sondern dass auch Verantwortung damit einhergeht. Wer darauf keine Lust hat, muß es eben bleiben lassen, Herrgott noch mal.

Eben. Wäre schön, wenn Feministen das irgendwann mal einsehen würden, anstatt immer wieder für das exklusiv weibliche Recht auf Abtreibung zu streiten. Herrgott noch mal.

Nicht jeder will einen Berg besteigen – Was Geografie mit Feminismus zu tun hat

In der Bundesrepublik Deutschland sind – wie in der gesamten westlichen Welt – Männer und Frauen gleichberechtigt, haben Frauen gar mehr Rechte als Männer. Da Frauen aber so furchtbar niedlich sind, diese hübschen Schmollmünder haben, diese anmutig ausladenden Hinterteile und den an die schöne Berglandschaft im Tessin erinnernden Vorbau, ist es einfach notwendig, noch viel mehr für die Gleichberechtigung von Frauen zu tun. Erst recht, wenn man ein Mann ist. Alles andere wäre sexistisch, und das kann ja nun wirklich niemand wollen, nicht wahr?

Also Männer, wie wäre es mit einem Übertritt in die Kirche des Feminismus? Genau, Feminismus, jener Weltanschauung, welche den Fokus auf das Weibliche bereits im Namen trägt, aber dennoch für sich in Anspruch nimmt, für alle Geschlechter da zu sein.

und wagen in der „Zeit“ den Sprung auf die von uns wüsten Männerhorden bevölkerte Insel, um als Missionare den dort hausenden Barbaren das Licht des Feminismus nahezubringen. Und wir Barbaren haben selbstverständlich nur darauf gewartet, endlich Erlösung zu erfahren.

Kommt also alle her, meine Kumpels, lasst Eure Frauen in der Höhle das Mammut entweiden, setzt Euch und lauschet den Worten der Weisen aus dem Morgenland.

Deutschland braucht mehr Feministen! Ja, Männer, die für Frauenrechte kämpfen. Nach den Übergriffen in Köln gab es zwar viele, die das für sich reklamierten. Doch dahinter steckten oft ganz eigene politische Ziele: Schnellere Abschiebungen von straffällig gewordenen Flüchtlingen durchsetzen etwa, oder es diente sogar als Legitimation für rechte Gewalt.

Es mag zunächst berechtigt klingen, die Vorfälle in Köln als einen Ausgangspunkt für das Kämpfen für Frauenrechte zu nehmen, faktisch hat sich an der Rechtslage für Frauen durch Köln aber nichts geändert: Diebstahl ist weiterhin strafbar, sexuelle Gewalt ist weiterhin strafbar, und auch Vergewaltigung ist weiterhin strafbar. Es ist ja nicht so, als hätte die deutsche Gesellschaft nach Köln auf einmal mitbekommen, dass es da eine riesige Gesetzeslücke gibt, die Frauen der Willkür sexueller Gewalt ausliefert.

Nein, Köln war deshalb so schockierend, weil Frauen in Deutschland üblicherweise eben nicht befürchten müssen, von Männerhorden überrumpelt, sexuell erniedrigt und abgezogen zu werden. Köln war der Einbruch unbekannter kultureller Muster in ein Land, das für seine Friedfertigkeit und seinen Humanismus bekannt ist. Dass eine Zäsur wie in Köln politische Debatten anfacht und „instrumentailisiert“ wird, ist da kaum  verwunderlich. Und auch wenn es den Missionaren Herr und Speer schwer fällt, das zu akzeptieren: Ja, es gibt Menschen, die der Meinung sind, dass diejenigen, die das deutsche Gastrecht missbrauchen und straffällig werden, schnellstmöglich des Landes verwiesen werden sollten. Das ist ein legitimer politischer Standpunkt, den manche gar den Status des „gesunden Menschenverstandes“ einräumen würden.

Dabei gibt es gute Gründe, als Mann ein Feminist zu sein und sich auch so zu bezeichnen. Wer möchte nicht in einer ausgeglicheneren Beziehung leben, ein besseres höheres Selbstwertgefühl und besseren Sex haben?

Also, ich schon. Allerdings würde mir da eher ein „Maskulismus“ helfen, weil ich mit Frauen weder im Bett noch am Küchentisch was anfangen kann. Aber ja, ich weiß, der Text richtet sich nicht an irgendwelche Homos, sondern an die Neanderthaler vom heterosexuellen Ufer. Schon klar.

Wie jetzt? Ich sollte dennoch hierbleiben und mir das anhören, weil es hier um ein Thema geht, welches alle etwas angeht?

Hmmm, na gut. Mal schauen was noch kommt.

Nicht nur amerikanische Soziologen, auch norwegische Forscher attestieren Männern in gerechteren Gesellschaften eine rundum höhere Lebensqualität: Eine Studie aus Norwegen widerlegt das beliebte Vorurteil, Frauen würden mehr Freiheiten nur durch Einbußen der Männer erreichen. Tatsächlich aber profitieren beide Geschlechter von mehr Gleichberechtigung.

Es überrascht jetzt nicht wirklich, dass Gesellschaften, in denen Gleichberechtigung vorherrscht, lebenswerter sind. Glücklicherweise leben wir in einer solchen.

Aber, was hat das mit Feminismus zu tun?

Die Vorteile beschränken sich nicht nur auf Individuen, sondern wirken sich auf ganze Gesellschaften aus: Länder mit einem gerechteren Geschlechterverhältnis sind ökonomisch erfolgreicher, sozial balancierter und kulturell innovativer. Oder andersherum: Wer eine Gesellschaft insgesamt verbessern, die Wirtschaft stärken und Politik zukunftssicher machen will, der tut gut daran, bei Geschlechtergerechtigkeit zu beginnen – so legt es ein Bericht der Weltbank nahe.

Okay. Fein, schön, toll, super! Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit sind wunderbar, wir stimmen alle zu. Jeder soll gleiche Rechte haben, jeder soll sein Leben so leben, wie er möchte. Das ist nicht nur gut für mich, sondern gut für alle. Klingt logisch.

Aber, was hat das mit Feminismus zu tun?

Doch Männer sollten nicht nur Feministen sein, weil sie selbst Vorteile davon haben. Ein echter Feminist glaubt daran, dass Frauen und Männer gleich viel wert sind und gleich viel zu sagen haben. Er schätzt vollkommene Gleichberechtigung und möchte eine Gesellschaft, in der weder Männer noch Frauen ein Übergewicht an Einfluss, Macht oder Deutungshoheit genießen. Nicht aus eigenem Vorteil, sondern ganz einfach, weil es gerecht ist.

Man könnte jetzt über Details und semantische Spitzfindigkeiten debattieren, aber gut, ich bin heute gnädig und lass das mal so durchgehen.

Nach diesen bisherigen Einschätzungen bin ich demnach Feminist. Cool! Hätten wir das also geklärt. Kann ich jetzt wieder gehen? Ich hab da noch ein Date mit nem süßen Schnuckel, der unbedingt wissen wollte, wie toll ich Flöte spielen kann. – Nicht? Ihr seid noch nicht fertig? Okay, ist ja gut, setzt ich mich halt wieder hin…

Sie wollen loslegen, wissen aber nicht wie? Mit diesen fünf Schritten ist es ganz einfach:

Ich würde gerne richtig loslegen (ich liebe Flötenspiel) aber ja, ja, bitte, fangt an, ich kann es kaum erwarten zu hören, was Ihr noch zu sagen habt!

1.    Informieren Sie sich. Theoretisches Wissen ist gut, praktisches noch viel besser. Wo könnte man das besser finden, als im Gespräch mit Frauen? Fragen Sie nach, welche Erfahrungen Frauen in Ihrem Bekanntenkreis mit Sexismus, Diskriminierung oder sogar Gewalt gemacht haben. Oftmals werden Sie überrascht sein, was Sie hören. Haarsträubendste Geschichten sind alltäglicher, als viele Männer glauben. Schauen Sie sich Statistiken zum Thema Gleichberechtigung an. Sie brauchen dafür keine Bände zu lesen, eine kurze Onlinesuche reicht, z.B. zu den Themen Gender Gap, Gewalt gegen Frauen oder Männer, die sich für Frauen einsetzen. 

Die Herren Herr und Speer werden glücklich sein zu hören, dass ich mich bereits informiert habe. Wir hier auf unserer Insel mögen zwar Barbaren sein, aber nicht dumm. Der Gender (Pay) Gap erklärt sich zum Beispiel ganz einfach dadurch, dass Frauen Fächer studieren und in Berufe einsteigen, die niedrigere Gehälter auf dem Markt erzielen, obendrein arbeiten sie weniger, öfter in Teilzeit und setzen irgendwann aus, wenn sie ihre 1,4 Kinder bekommen.

Diskriminierung ist auch nicht schön, aber wussen Sie beide schon, dass der Staat Männer auf die Schlachtfelder zwangsverpflichten kann; dass man Säuglingspenisse verstümmeln darf, Säuglingsvaginen aber nicht; dass Männer sich häufiger das Leben nehmen, öfter obdachlos sind und oftmals ihrer Rechte als Väter beraubt werden?

Was nun die Gewalt angeht, ja, Gewalt ist immer schlimm und möglichst zu reduzieren, allerdings sagt jede Kriminalstatistik, dass Männer weitaus häufiger Opfer von Gewalt werden als Frauen.

Ich weiß, ich bin nur ein kleiner barbarischer Homo, aber mein moralisches Empfinden sagt mir, dass wenn man in einer Gesellschaft etwas verbessern will, man sich doch nicht allein auf die Gruppe konzentrieren sollte, die im Schnitt weniger Probleme hat.

Bitte? Was? Das mag alles stimmen, aber es zählt nicht, weil Frauen so furchtbar niedlich sind, diese hübschen Schmollmünder habe, diese anmutig ausladenden Hinterteile und den an die schöne Berglandschaft im Tessin erinnernden Vorbau? Ja, schon, das mag sein, aber Männer haben tolle Flöten, auf denen man super spielen kann. Zählt das gar nicht ?

Nein? Okay, dann setz ich mich wieder hin. Tut mir leid, ich wollte Euch nicht unterbrechen.

2.    Schritt zwei erfolgt dann meist von selbst, denn Ihr neues Wissen führt zu gesteigerter Sensibilität gegenüber Sexismus. Sie werden sehen, plötzlich fällt es Ihnen als besonders merkwürdig auf, dass es in Werbung, in Medien und in Filmen immer wieder Frauen sind, die als Sexobjekte herhalten müssen. Warum sitzen in den meisten Talkshows oder bei Podiumsdiskussionen mehr Männer als Frauen? Wo sind eigentlich die Männer, die sich leicht bekleidet auf Neuwagen rekeln, um deren Attraktivität zu erhöhen? Und weshalb geht sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern aus? Wenn Sie sich ganz automatisch diese Fragen stellen, sind die Grundlagen für Sie als Feminist gelegt.

Entschudligen Sie, dass ich noch mal störe, aber ich kenne sogar die Antworten auf diese Fragen. In den meisten Talkshows oder bei Podiumsdiskussionen sitzen mehr Männer als Frauen, weil Männer viel häufiger in der Politik involviert sind und sich mehr für gesellschaftliche Themen interessieren. Männer lesen Polit- und Wissenschaftsmagazine, Frauen Zeitschriften, in denen ihnen erklärt wird, wie sie sich noch besser schminken und noch schlanker werden können, und was man noch so alles anziehen kann.

Dass sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern ausgeht, ist ganz einfach die tragische Folge de Umstandes, dass Männer einen höheren Sexualtrieb haben. Glücklicherweise ist sexuelle Gewalt ein recht seltenes Verbrechen. Zumindest in zivilisierten Kulturkreisen, zu denen auch unsere barbarische Insel gehört.

Was nun die Sexobjekte angeht, stimme ich Ihnen zu, dass weniger Frauen und mehr Männer als Sexobjekte, ein Segen für die Welt wäre. Dummerweise bin ich nur ein kleiner barbarischer Homo, denn weder Frauen, noch meine barbarischen heterosexuellen Geschlechtsgenossen teilen meine Vorliebe für scharfe Männer in knappen Unterhosen. Wenn Frauen Interesse an nackten Männern hätten, gäbe es sie an jeder Bushaltestelle.

Aber tut mir leid, reden Sie weiter!

3.    Jetzt ist es Zeit, Ihre eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Zuerst in Ihrem privaten, ganz alltäglichen Leben. Beispiel: sexistische Witze. Und auch wenn es banal klingt, so ist es doch immer noch nicht Selbstverständlichkeit: Als Feminist behandeln Sie eine Ärztin, Kassiererin, Anwältin oder Polizistin genauso wie ihre männlichen Kollegen – mit Respekt. Werfen Sie also ein paar alte Gewohnheiten über Bord. Gleichzeitig können Sie die Vorzüge der Gleichberechtigung erleben. Freuen Sie sich darüber, dass Sie bei der Arbeit und zu Hause auf Frauen als gleichwertige Gesprächspartnerinnen, Beraterinnen und Freundinnen treffen. Das erweitert Ihren Horizont und führt zu einer neuen Qualität in Beziehungen und Freundschaften.

Äh, Entschuldigung wenn ich noch mal störe, aber selbst wir hier auf unserer Insel behandeln Frauen mit Respekt. Zumindest dann, wenn sie es verdienen. Wir freuen uns auch über gleichwertige Gesprächspartnerinnen. Wenn „gleichwertig“ nicht bedeutet, lediglich als Blitzableiter für weibliche Wehwehchen herhalten zu müssen (obwohl mir meine heterosexuellen Kumpel erzählt haben, dass sie auch das gelegentlich tun, damit sie hinterher fummeln dürfen).

Alles in allem behandeln wir Frauen ziemlich gleichwertig. Und meine heterosexuellen Kumpel behandeln sie in vielerlei Hinsicht sogar besser. Weil sie nun mal hübsche Schmollmünder, anmutig ausladende Hinterteile und an die schöne Berglandschaft im Tessin erinnernde Vorbauten mögen.

Ja, ich weiß, ich bin ein Störfaktor, aber wir Homos quatschen nun mal gerne. Sorry! Fahren Sie fort!

4.    Nun geht es an Ihr Umfeld. Werden Sie aktiv. Sexistische Kommentare und Übergriffe sind in Deutschland Alltag für Frauen. Als Feminist schreiten Sie ein, wenn Sie etwas mitbekommen: Fragen Sie die betroffene Frau, ob Sie Unterstützung möchte. Ob es sich um sexistische Kommentare unter Freunden handelt, ein Übergehen einer Frau bei anstehender Beförderung oder sexuelle Gewalt: Wegschauen ist für Sie nicht mehr drin.

Eigentlich mag ich es nicht, mich ungefragt in Dinge einzumischen, deren Tragweite und Hintergrund ich nicht vollumfänglich abschätzen kann. Im Übrigen betrachte ich Frauen als gleichberechtigt und gehe daher davon aus, dass wenn sie Hilfe benötigen, sie dies selbstbewusst und emanzipiert selbst artikulieren können. Wenn ich nun in die Situation kommen sollte, Gewalt mitzuerleben, hoffe ich allerdings, dass ich das richtige tun werde: Einschreiten und/oder die Polizei verständigen. Glücklicherweise ist Gewalt aber selten, und Frauen sind noch seltener davon betroffen. Ist das nicht eine gute Nachricht?

Nein? Darum geht es nicht? Ich rede am Thema vorbei? Ähm, okay. Mein großes Mundwerk wieder mal…

5.    Der letzte Schritt ist der größte und schwierigste. Haben Sie die ersten vier gut im Griff, können Sie sich mit Recht Feminist nennen. Wollen Sie aber noch einen draufsetzen, so ist es hier Zeit, gesellschaftlich und organisiert aktiv zu werden. Unterstützen Sie globale Kampagnen gegen Sexismus und ermutigen Ihre Freunde, es Ihnen gleich zu tun. HeForShe ist hier erste Anlaufstation. Auch in Deutschland gibt es verschiedene Initiativen, so z.B. StopBildSexism oder PinkStinks, die sich immer über neue Mitstreiter freuen. Nicht jede Organisation ist für jeden, aber wer sucht, findet, was zu einem passt. Am Ende ist es der öffentliche Einsatz, der Frauen am meisten hilft und andere Männer motiviert, es Ihnen gleich zu tun, wenn sie sehen: Feministen sind cool.

Aber Feministen sind nicht cool! Sie sind das Gegenteil von cool! Es sind zumeist rumzickende, jammernde, sexfeindliche, männerfeindliche, die Gleichberechtigung und die Gleichheit vor dem Gesetz aushebeln wollende, nie zufriedene, verwöhnte, unsympathische Tussen, die ihr Weltbild auf verzerrte Statistiken, einseitige Untersuchungen, Verschwörunsgtheorien und schlichten Lügen aufbauen…

Wollen wir Gewalt an Frauen in Zukunft wirklich verhindern und in einer Gesellschaft leben, die ihre Potenziale voll ausschöpft und in denen es allen gutgeht, gibt es nichts Besseres, als Feminist zu werden. Schließen Sie sich uns an und leben Sie die Gleichberechtigung! Sie werden sehen, es lohnt sich.

Niemand hier hat etwas gegen Gleichberechtigung! Aber ich persönlich sehe es nicht ein, dem faktisch privilegierten Geschlecht noch mehr Privilegien zuzugestehen, und deren Probleme als den Nabel der Welt zu betrachten, nur weil sie so furchtbar niedlich sind, diese hübschen Schmollmünder haben, diese anmutig ausladenden Hinterteile und den an die schöne Berglandschaft im Tessin erinnernden Vorbau.

Wenn Ihr Feminist sein wollt, weil Ihr glaubt, dann auf eine Bergwanderung mitgenommen zu werden, dann werdet halt Feminist!

Aber ohne mich! Ich bin ein Kind des Flachlandes. Mir ist die glaziale Serie, mit ihren welligen Kuppen und Moränen, die sich in strömende Urstromtäler ergießen, lieber.

Und jetzt geh ich Flöte spielen. Endlich!

Der Untergang

Soeben erreicht uns eine furchtbare Meldung:

Die Ablehnung der Homo-Ehe innerhalb der CDU, wie sie die Parteivorsitzende Angela Merkel immer wieder bekräftigt, beginnt zu bröckeln. Die CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein spricht sich jetzt dafür aus, homosexuelle Partnerschaften vollkommen mit der Ehe gleichzustellen. Wie es in dem Beschluß heißt, der in einen Antrag an den Landtag mündet, sollen damit bestehende Ungleichbehandlungen beendet werden.

Pennywise 1Die Konsequenzen dieser grauenhaften Entscheidung sollten klar sein. Bald dürfen Lesben und Schwule heiraten. Mitten in Deutschland. Unser Land wird schwer an diesem Entschluss zu leiden haben. Wir sehen ja, was mit Ländern geschehen ist, welche die Ehe bereits für Homos geöffnet haben: Anarchie, Terror, allgemeine Furcht; Heteropaare, die sich nicht mehr auf die Straße trauen; die sich scheiden lassen; die keine Kinder mehr bekommen; Männer die beginnen, sich für Körperpflege zu interessieren; und Frauen, die wissen, wie man ohne die Hilfe eines Mannes ein Gurkenglas öffnet.

Frank n Furter 1Doch es geht um mehr als nur um das Überleben der Menschheit. Was uns allen droht ist die schrittweise Unterdrückung aller heterosexuellen Menschen:

´Toleranz´ und ´Akzeptanz´ und ´Vielfalt´ sind bloße Tarnbegriffe für das Ziel der Neuen Normalsexualität. Und die umstrittenen sexualpädagogischen Curricula, die jetzt der Absicht nach von den Grünen und der SPD eingeführt werden, sind, was selbstverständlich nicht offen zugegeben wird, als entscheidende Weichenstellung hin zur Neuen Normalsexualität gedacht und gemeint. Denn: wäre es nicht so, dann brauchte man lediglich im Rahmen der bisher üblichen Sexualaufklärung das Thema Homosexualität in angemessenem Umfang mit abzuhandeln, und zwar mit dem unstrittigen Ziel der wechselseitigen Toleranz. Das wäre berechtigt, und es würde völlig genügen.

Horror GrinDenn die schrittweise Normalisierung der Homosexualität durch Ehe und sexualpädagogische Curricula kann nur auf Kosten der Heterosexuellen erfolgen! Ein Nebeneinander von Homos und Heteros, gleichberechtigt und gleichgestellt, das kann es nicht geben! Wenn der Pfirsich zur Normalität im Obstkorb wird, dann wird dort eben kein Platz mehr für den Apfel sein.

Fürwahr, es ziehen dunkle Zeiten herauf, in der die Homosexualität alles bestimmen wird: Ampeln, Zebrastreifen, Ehe und Familie. Für Heteros wird kein Lebensraum mehr bleiben, sie werden fliehen müssen, in dunkel Schächte, um dort ihre kümmerliche Existenz zu fristen, sich mit den Ratten um die Brotkrumen der Regenbogengesellschaft streitend.

Und schon bald werden Eure Söhne den Lüsten Sodoms frönen…

Gay Sex

…und die Familie wird untergehen!

Farewell!

Family

Apokalypse der Heterosexualität – Erkenntnisgewinn

Der“pelzblog“ ist pikiert darüber, dass ich ihm ob seines Beitrages über das Ende von Heterosexualität und klassischer Familie nicht enthusiastisch um den Hals gefallen bin und ihm zum neuen Papst der allumfassenden Weisheit auserkoren habe. Er ist pikiert darüber, dass ich ihn nicht verstehe:

Nach meinem Beitrag über die Zukunft nach der Homoehe, hat ein schwuler Blogger direkt reagiert und sein Nicht-Verstehen meines Artikels deutlich zum Ausdruck gebracht. Ich verlinke nicht dorthin: Es bringt keinerlei Erkenntnisgewinn. [Hervorhebung im Original, A.]

Einen Text zu verlinken, auf den man sich bezieht, ist ja auch überflüssig. Es reicht allein das Wort des „pelzblog“, der par ordre de mufti festlegt, dass mein Beitrag keinerlei Erkenntnisgewinn verspricht. Glaubt ihm ruhig, liebe Leser, der „pelzblog“ weiß es am Besten und möchte nicht, dass ihr womöglich einen Link zu einem Beitrag anklickt, der eine andere Ansicht als seine zum Ausdruck bringt.

Immerhin erkennt er, dass meine Sicht auf die Zukunft aus der Sicht eines Heterosexuellen apokalyptisch ist. Der Rest ist dann aber völliges Unverständnis.

Nein, aus meinem Text spricht nicht völliges Unverständnis, ich habe lediglich dagegen argumentiert.

Er muss aber auch völliges Unverständnis zeigen: Er ist schwul. Daher liegt eine völlige Gleichstellung mit Heterosexuellen in seinem Interesse.

Und umgekehrt liegt die Privilegierung der Ehe nur für Heteros im Interesse aller Heteros?

Die Frage ist nur die: Was fehlt Schwulen denn nach der Möglichkeit der “Verpartnerung” noch? Einige Gesetze können noch angepasst werden, das ist richtig. Das habe ich aber auch schon in meinem Artikel gesagt.

Was „Schwulen“ fehlt, weiß ich nicht, mir persönlich fehlt die absolute Gleichstellung mit der Ehe, das heißt die Öffnung der Ehe mit allen Rechten und Pflichten auch für gleichgeschlechtliche Paare.

Hier kommen nun meine weiteren Schlussfolgerungen über die Adoption zu tragen. Jener Blogger hat offensichtlich nicht verstanden, dass Kinder generell in heterosexuellen Beziehungen gezeugt werden. Das habe ich nicht erfunden. Das hat die Natur sich so gedacht.

Sofern man unter „heterosexuellen Beziehungen“ auch das Abspritzen in eine Petrischale einer Samenbank versteht. Aber ja, ich habe das verstanden. Zum Kinder machen benötigt man Spermium und Eizelle. Aber was hat das mit der Ehe zu tun?

Da die Geburtenrate in Deutschland die niedrigste weltweit ist, haben wir andere Sorgen als die Ehe für Homosexuelle zu öffnen. “Verpartnern” können sie sich doch.

Ja, aber ein Argument für die Öffnung der Ehe ist ja eben, dass die Ehe eben nicht (mehr) an die Geburtenrate oder das Kinder bekommen gekoppelt ist. Angela Merkel ist verheiaretet und darf verheiratet bleiben, obwohl sie, aller biologischen Voraussicht nach, keine Kinder mehr bekommen wird. Sabrina und Martin, beide im besten fortpflanzungsfähigen Alter, dürfen heiraten, ohne sich auf Kinder zu verpflichten. Peter und Johannes dürfen das nicht, selbst dann nicht, wenn Peter und Johannes Kinder hätten, die gemeinsam bei ihnen aufwachsen. Wo liegt  also der unauflösliche Zusammenhang zwischen Ehe, Fortpflanzung und Kindern?

Abschließend sei noch einmal zu betonen, dass die Geburtenrate in Deutschland die niedrigste weltweit ist, obwohl die Ehe hier nur heterosexuellen Paaren zusteht. Die höchste Geburtenrate der Europäischen Union weisen Irland und Island auf. Beide Länder haben die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nebst Adoptionsrecht legalisiert. In Irland sogar per Referendum. Offenbar sind irische und isländische Frauen und Männer multitaskingfähig und können sowohl Kinder machen, als auch in guter Nachbarschaft mit ihren völlig gleichgestellten homosexuellen Landsleuten leben. Eiderdaus, wer hätte da gedacht?

Apokalypse der Heterosexualität

Der „pelzblog“ macht sich Gedanken über eine Welt nach der Homo-Ehe. Es ist eine düstere, geradezu apokalyptische Welt, voller gleichgeschlechtlicher Eltern und künstlichen Gebärmuttern; eine Welt gesäubert von Heterosexualität und der klassischen Familie.

Warum das so sein sollte, bleibt freilich rätselhaft. Denn Heterosexualität und die klassischen Familie könnten ja nur unter zwei Bedingungen verschwinden:

1.) Wenn weder Frau noch Mann ein Interesse daran haben, mit dem anderen Geschlecht zu schlafen oder eine Beziehung zu führen

2.) Wenn weder Frau noch Mann Interesse daran haben, mit dem anderen Geschlecht eine Familie zu gründen.

Aber was hätten Homos damit zu tun? Was hätte die Öffnung der Ehe damit zu tun?

Um die Absurdität dieser Argumentation aufzuzeigen, stellen wir uns eine Welt vor, in der es die Ehe für alle, das Adoptionsrecht und künstliche Gebärmuttern gibt. In dieser Welt leben zwei Paare, nennen wir sie Sabrina und Martin, sowie Peter und Johannes. Sabrina und Martin lieben sich, Peter und Johannes auch. Beide Paare wohnen jeweils zusammen, wollen gerne heiraten und wünschen sich Kinder.

Was nun hindert, Sabrina und Martin daran, zu heiraten, Kinder zu haben und somit eine klassische Familie zu gründen? Die Tatsache, dass Peter und Johannes heiraten können? Dass Peter und Johannes ein Kind adoptieren können? Dass Peter und Johannes sich eine künstliche Gebärmutter kaufen können, mit der sie ein Kind in die Welt setzen?

Nein! Nichts von alledem würde Sabrina und Martin daran hindern. Das einzige, was sie an einer Heirat und einer Familiengründung hindern könnte, wären persönliche bzw. gesellschaftliche oder politische Umstände.

Als persönlichen Grund könnte man sich eigentlich nur das Szenario vorstellen, dass Sabrina oder Martin sich eigentlich gar nicht lieben. Das wäre aber nicht die Schuld von Peter und Johannes, es sei denn, Martin wäre in Johannes verliebt. In diesem Fall könnte man argumentieren, dass die Ehe für alle es Männern und Frauen erleichtert, der Heterosexualität zu entsagen, weil es ja ebenfalls akzeptiert ist, homosexuell zu heiraten und homsoexuell eine Familie zu gründen. Faktisch beträfe dies aber eh nur diejenigen die homo- oder bisexuell sind.

Natürlich könnte man weiter argumentieren, dass eine Gesellschaft ein Interesse daran habe, dass alle Frauen und Männer heterosexuell heiraten und heterosexuell Kinder bekommen. Dann allerdings wäre es unvermeidbar, Homosexualität an sich zu kriminalisieren, wenigstens aber, diese gesellschaftlich zu stigmatisieren, so das sich homo- und bisexuelle Menschen genötigt sehen, offiziell heterosexuell zu leben.

Die zweite Möglichkeit, Sabrina und Martin an einer Ehe und Gründung einer klassischen Familie zu hindern, wären gesellschaftliche oder politische Umstände. Welche könnten das sein? Nun, man könnte die Ehe für heterosexuelle Paare erschweren oder verbieten, man könnte eine finanzielle Mindestgrenze für die Elternschaft setzen, man könnte das Ehe und Scheidungsrecht zuungunsten eines Partners ausgestalten, man könnte Hetersexualität stigmatisieren.

Doch wären das zwangsläufige Folgen der Tatsache, dass Peter und Johannes heiraten, Kinder adoptieren und sich künstliche Gebärmuttern verschaffen können? Wo läge der Zusammenhang? Warum glaubt der „pelzblog“, die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung homosexueller Menschen müsse in einer Abwertung heterosexueller Menschen, derer Beziehungen und Familien münden? Was nimmt die Ehe für alle, nimmt das Adoptionsrecht, nehmen künstliche Gebärmuttern Sabrina und Martin weg?

Der „pelzblog“ versucht mit viel Aufwand und Geschwurbel sich um einen simplen Fakt herummogeln zu können. Denn letztendlich ist nur einer für die  schwindende Bedeutung der heterosexuellen Ehe und der klassischen Familie verantwortlich zu machen: Sabrina und Martin. Denn wenn beide weder Ehe noch Familie leben, wenn einer von beiden nicht mitspielt, dann würde es nichts nützen, wenn Peter und Johannes nicht heiraten und nicht adoptieren dürften und die einzige Gebärmutter die im Körper von Sabrina wäre.

We cry for you, Argentina!

In Argentinien haben am vergangenen Mittwoch mehrere hundertausend Frauen gegen Gewalt gegen Frauen demonstriert:

Mehrere grausame Gewalttaten gegen Frauen hatten in Argentinien eine Debatte über die allgegenwärtige Gewalt entfacht. […] Angesichts einer Macho-Kultur seien Frauen in Argentinien bislang als „eine ‚Sache, die man beherrschen muss'“ betrachtet worden. Die Politik müsse daher endlich mit einem nationalen Aktionsplan gegen Gewalt gegen Frauen vorgehen.

In das berechtigte Anliegen mischen sich aber leider auch tendenziöse feministische Töne, die durch die einseitige Berichterstattung des „Tagesspiegel“ noch bedenklicher ausfallen:

Die Demonstrantin María Elena Cornide, eine 36-jährige Unternehmerin, sprach von einem „sozialen Erwachen gegen Ungerechtigkeit“. Häusliche Gewalt sei „nicht die einzige Geißel, unter der Frauen leiden“. So würden sie auch schlechter bezahlt als Männer. Die 86-jährige Ilse Fuscoba trug ein Schild mit der Aufschrift: „Die menschliche Gesellschaft kann sich nicht nur auf das männliche patriarchalische Modell gründen.“

Häusliche Gewalt ist in Argentinien, wie auch überall sonst, ein Problem, unter dem Frauen und Männer in annähernd gleichem Maße zu leiden haben. Die Studien, welche dies seit Jahren belegen, sind in ihrer Anzahl mittlerweile nahezu unüberschaubar geworden. Umso erstaunlicher, dass das feministische Narrativ von der Gewalt, die fast ausschließlich Frauen beträfe, immer noch derartig leichtfertig kolportiert wird. Aber dies ist eben die Kehrseite der sprichwörtlichen „Macho-Kultur“ in Argentinien einerseits und eines tradierten Bildes vom Manne als starkem Alpha überhaupt: als Opfer darf ein Mann nicht vorkommen; als Opfer verliert er seine Männlichkeit und damit seinen Status als menschliches Individuum.

Kaum der Rede wert, dass in Argentinien die klassische feministische These von der schlechteren Bezahlung von Frauen ebenfalls reinsten Gewissens verbreitet wird. Ja, Frauen verdienen als statistische Gruppe im Schnitt weniger als Männer. Aber nicht, weil sie für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, sondern weil sie nicht die gleiche Arbeit leisten. Wie oft muss man das eigentlich noch wiederholen?

Aber was ist nun mit der Mordrate? Wie der „Tagesspiegel“ schreibt, wird in Argentinien

alle 31 Stunden eine Frau getötet. Laut Casa del Encuentro gab es im vergangenen Jahr 277 Frauenmorde.

Das klingt schlimm und ist es auch. Um den Sachverhalt ins rechte Bild zu rücken, wäre es aber interessant gewesen, auch die allgemeine Mordrate zu erfahren. Laut „MercoPress“ gab es im Jahre 2012 in Argentinien 2888 offiziell erfasste Mordtaten. Das bedeutet, dass die überwältigende Zahl der Mordopfer männlichen Geschlechts ist – über 90 Prozent! Warum man angesichts dessen einen nationalen Aktionsplan ins Leben rufen will, der sich allein auf Gewalt gegen Frauen fokussiert, bleibt rätselhaft.

Man möchte sicher nicht so weit gehen, die kühne These auszusprechen, dass das Leben eines Mannes in Argentinien weniger wert ist, als das einer Frau. Wenn nicht selbst die argentinische Rechtssprechung diesen Verdacht nahe legen würde:

2012 wurde im argentinischen Strafrecht Frauenmord als verschärfter Tatbestand eingestuft. Während Mord mit zwölf bis 25 Jahren Gefängnis bestraft wird, ist für einen Frauenmord lebenslange Haft vorgesehen.

Wer in Argentinein morden will, sollte sich also besser an Männer halten. Gleichheit vor dem Gesetz passt halt nicht in die dortige, patriarchale Macho-Kultur.

Udn vielleicht ist es auch dieses merkwürdige Verständnis von Recht und Gesetz, welches zwei Richter dazu veranlasst hat, die Strafe eines Mannes, der einen sechsjährigen Jungen vergewaltigt hat, mit der Begründung zu verringern, dieser Junge sei Vergewaltigungen vom Vater gewöhnt und hätte homosexuelle Tendenzen gezeigt:

The court papers show that judges Horacio Piombo and Benjamin Ramon Sal Llargues reduced the sentence of Mario Tolosa, a soccer club coach, who was charged in 2010 with raping the unnamed boy. The pair decided to lower Tolosa’s jail time from six years to 38 months, saying that because the boy’s father may have already raped him, he was used to such abuse and had showed homosexual traits.

Und so wie der Mord an Männern nicht so schlimm ist, weil Männer fast alle Opfer stellen, ist auch die Vergewaltigung eines Jungen nicht so schlimm, wenn dieser bereits vergewaltigt wurde. Und obendrein auch noch irgendwie schwul ist.

Zwei Drittel

Das sind gute, wenn auch nicht gerade überraschende Nachrichten:

Zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge für die Homo-Ehe. In einer am Mittwoch veröffentlichten Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung sprachen sich 65 Prozent für die Homo-Ehe aus. 26 Prozent lehnten dies ab. Zugleich sind jedoch 71 Prozent der Befragten der Meinung, dass es für die Entwicklung eines Kindes am besten sei, wenn es mit Mutter und Vater aufwachse. 19 Prozent sehen dies hingegen nicht so.

Man beachte hierbei, dass diese 71 Prozent nicht unbedingt der Meinung sein müssen, dass man Homos das Aufziehen von Kindern verbieten sollte. Zumal dies ohnehin schwer umsetzbar wäre. Wie will man mich auch daran hindern, Kinder zu bekommen? In einer Woche könnte ich mehr lesbische Pärchen zu Eltern machen, als ein Hetero mit seiner „natürlichen“ Sexualität.

Aber Kinder sind eh eine andere Geschichte. Mir geht es um die überfällige Gleichberechtigung, um das Recht zu heiraten, wie jeder Hetero auch. Und der Grund, warum so viele Menschen in Deutschland dafür sind, ist relativ einfach: Homosexuelle Menschen sind mittlerweile nicht mehr nur eine Reportage in der Zeitung oder im Fernsehen, sondern sie sind real. Sie sind Eltern, Kinder, Freunde Nachbarn und Arbeitskollegen. Niemand, der einen Homo näher kennt, wird ihm auf Dauer ins Gesicht sagen können, dass er nicht von der Ehe profitieren dürfe, die kinderlose Angela Merkel aber schon. Die meisten Menschen haben halt doch zuviel Anstand um eine solch persönliche Bigotterie dauerhaft durchzuhalten.