Warum sind Frauen so unzufrieden?

Wir erleben in der westlichen  Welt ein merkwürdiges Phänomen. Obwohl der Grad der Emanzipation von und der Möglichkeiten für Frauen immer weiter ansteigt, und Frauen mehr Alternativen zur Lebensführung offen stehen als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit, kommen diverse Umfragen und Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass Frauen weder besondrs glücklich sind, noch dass sie zufriedenenr durchs Leben gehen als ihre Geschlechtsgenossen der Zeit vor den gesellschaftlichen Umwälzungen in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und gerade erklärte Feministen machen nicht gerade den Eindruck entspannter, selbstbewusster und zufriedener Persönlichkeiten, sondern erinnern vermehrt an hysterische Medusen, deren einziger Lebensinhalt das Beschämen und Anprangern von Männern und männlichem Verhalten ist, und die an jeder Ecke Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen wittern. Woran liegt das?

Um dieses Rätsel näher zu beleuchten möchte ich an dieser Stelle eine zutiefst „reaktionäre“ Spekulation in den Raum werfen:

Könnte es sein, dass die Unzufriedenheit junger, vorgeblich emanzipierter Frauen darin besteht, dass sie in ihrer fruchtbarsten Phase (etwa 18 bis 25 Jahre) keine Kinder haben? Ist das denkbar? Eine innere Leere durch Negierung der weiblichen Biologie? 

Immerhin, so etwas gab es noch niemals in der Evolutionsgeschichte irgendwelcher Lebewesen: Massenhaft fruchtbare Weibchen, die keinen Nachwuchs haben. Ist es absurd zu spekulieren, dass dies Folgen für die weibliche Psyche hat, dass sich dies negativ auf die allgemeine Zufriedenheit junger Frauen auswirkt?

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Kinder kriegen leicht gemacht (?)

Die Junge Union hat eine Idee vorgeschlagen, die dazu beitragen soll, der Welt wieder mehr deutsche Staatsbürger zu verschaffen (und wer würde sich das nicht wünschen?):

Kinderlose sollen ein Prozent ihres Bruttoeinkommens als Sonderabgabe bezahlen, Eltern mit einem Kind immer noch ein halbes Prozent. Nur wer zwei oder mehr Kinder hat, soll von der Sonderabgabe verschont bleiben.

Das durch die Sonderabgabe eingenommene Geld will die Jungen Union zum Teil für ein „Starterpaket“ für Eltern verwenden. Konkret sollen sie für jedes geborene Kind 1000 Euro für die Erstausstattung erhalten.

Die Idee, Eltern mit einem Starterpaket zu unterstützen halte ich für gar nicht so dumm, könnte mir aber durchaus andere Wege der Finanzierung vorstellen, als eine offensichtliche volkserzieherische Bestrafung kinderloser Menschen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem zinslosen Kredit, deren Rückzahlungsbetrag pro Kind verringert wird? Oder eine Abschaffung der Mehrwertsteuer für Baby- und Kinderwaren? Denkbar wäre auch eine Flattax für Eltern hinsichtlich der Einkommenssteuer.

Wie ich bereits bei „Alles Evolution“ schrieb, gibt es meines Erachtens folgende drei Wege um die Geburtenrate zu erhöhen:

1. Entweder man setzt auf einen massiven Ausbau von kostengünstigen Ganztagsbetreuungseinrichtungen, um die Vereinbarkeit von Mutter und Beruf zu gewährleisten, oder

2. man fördert das Studium, die Berufstätigkeit und die soziale Perspektive von Männern, um der weiblichen Hypergamie einerseits und andererseits der Versorgerolle der Männer für Frau und Kindern andererseits gerecht zu werden. Dies müsste mit einer konsequenten Streichung der Frauenförderung einhergehen.

3. man fördert Ehe und Monogamie und die Mutterrolle. Dies müsste mit einer gesellschaftlichen Intoleranz gegenüber sexueller Libertinage und Bindunglosigkeit einhergehen.

Selbstredend bleibt immer noch die Frage, warum man überhaupt Kinder bekommen sollte. Diese Frage stellt sich insbesondere für Männer, welche ich im Übrigen für den Schlüssel zur Demografie halte. Umso erstaunlicher, dass sie bei der ganzen Debatte um die Geburtenrate kaum je erwähnt werden.

Ehe für alle und Fürsorge den Kindern!

Nachdem mittlerweile jeder weiß, dass die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unvermeidlich ist, beginnt die CDU, das bisherige Wesen der Förderung der Ehe in Frage zu stellen. Kinderlosen Menschen wie Angela Merkel, Erika Steinbach oder Volker Kauder die Privilegien der Ehe zu gewähren, das war bislang selbstredend in Ordnung, aber nun auch noch Homos? Keinesfalls! CDU-Vize Armin Laschet tastet sich in der „Welt“ an den Sinneswandel heran. Sehr, sehr vorsichtig:

An der besonderen Beziehung von Mann und Frau kann auch das Verfassungsgericht nichts ändern. Der Gesetzgeber muss die Chance haben, einen besonderen Sachverhalt zu fördern. Nicht die komplette Gleichstellung aller Lebensformen, sondern die Förderung eines Lebens mit Kindern ist im staatlichen Interesse. Alles andere ist Privatsache.

Dann kann man sich schon fragen, warum die Förderung von Kindern bislang hinter der Förderung der Ehe zurückstecken musste.

Wir müssen noch einmal modern für das 21. Jahrhundert definieren, warum der Staat eine Institution wie die Ehe fördert.

Eine gute Frage. Warum?

Die bisherigen Begründungen für das Ehegattensplitting von 1958 reichen nicht. Die Gesellschaft hat sich verändert. Deshalb wünsche ich mir auch, dass der Kind-Faktor stärker berücksichtigt wird. Dass eine Alleinerziehende mit Kind steuerlich schlechter behandelt würde als ein gleichgeschlechtliches Paar ohne Kinder, ist absurd.

Ebenso absurd wie die steuerliche Forderung von Merkel, Steinbach oder Kauder. Wollen wir die nicht vergessen, bevor wir mal wieder die Homos für alles verantwortlich machen.

Wir müssen das Ehegattensplitting erweitern zu einem Familiensplitting mit Kind-Faktor. Das ist in sich logischer, als nun auch noch eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft steuerlich zu begünstigen. Dafür gibt es keine Gründe.

Es gibt dann aber auch keine Gründe die Partnerschaften von Merkel, Steinbach oder Kauder steuerlich zu begünstigen. Nur um das noch mal zu betonen.

Ein Staat muss dafür sorgen, dass keine Lebensform diskriminiert wird. Das ist auf vielen Feldern erreicht. Das einzige, was er in positiver Weise fördern muss und was er steuerrechtlich lenken kann, ist das Leben mit Kindern. 86 Prozent der Menschen, die Ehegattensplitting in Anspruch nehmen, haben Kinder.

Oder anders gesagt: 14 Prozent derjenigen Paare, die staatlich gefördert werden, haben keine Kinder. Vierzehn Prozent, die sich noch niemals ob ihrer Kinderloigkeit bei gleichzeitiger finanzieller Privilegierung zu rechtfertigen hatten. Eine solche Rechtfertigung wurde bislang immer nur von uns Homos verlangt.

Kinder sollten das Recht auf eine Mutter und einen Vater haben. Sie sollten das Recht haben, mit der Unterschiedlichkeit und Vielfalt von Eltern und Geschlechtern aufzuwachsen. Das Recht des Kindes muss im Adoptionsrecht das erste Prinzip sein, nicht das Recht der Paare auf ein Kind.

Dazu möchte ich mich jetzt nicht äußern. An Kinder kommen Homos sowieso auch auf anderen Wegen. Dafür bräuchte es kein Adoptionsrecht.

Steuerrecht und staatlicher Einfluss sind dann wirkungsvoll, wenn man Schwerpunkte setzt und diese müssen sein: Kinder, Ehe, Familie.

Mensch, Laschet, Du kannst es nicht lassen, oder? Eben nicht die Ehe! Sondern Kinder und Familie! Denn wenn Ehe gefördert wird, wird man auch wieder kinderlose Paare fördern. Ob homo- oder heterosexuell.

Wir haben einen klaren Parteitagsbeschluss im Dezember zu Priorisierung von Ehe und Familie gefasst.

Oh man, das geht doch echt auf keine Kuhhaut! Noch mal: Wer Ehe fördern will, wird über kurz oder lang auch homosexuelle Paare fördern, etwas, was die CDU ja offensichtlcih unbedingt verhindern will.

Mein Eindruck ist, das auch große Teile der Bevölkerung Ehe so verstehen.

Der Eindruck ist falsch. DIe Mehrheit der Deutschen ist für die Öffnung der Ehe.

Die Grundauffassung zur Ehe wird weit über die Partei hinaus in der Bevölkerung geteilt. Viele Millionen Menschen leben Ehen mit Kindern und wissen, dass man mehr Förderung braucht als in anderen Lebensformen. Ich würde der Union dringend empfehlen, ihre Haltung nicht aufzugeben und ihr Profil nicht zu verwässern.

Ist das peinlich, oder ist das peinlich? Die raffen es einfach nicht…

Ich finde, Familien und Kinder sind hochmoderne Themen.

Ja, dann kümmert Euch um Familie und Kinder und nicht um die Ehe!

Es ist doch keine Diskriminierung von Kinderlosen, Kinder so stark zu fördern.

Und deshalb kümmert Euch eben um Kinder! Und lasst alle heiraten, die heiraten wollen. Gestaltet die Ehe so, dass sie geschlechtsneutral ist. Und es keinen Grund mehr gibt, eine Diskriminierung zu beklagen!

Ist das so schwer?

 

Die Ehe hat versagt

Die Ehe hat als bevölkerungspolitisches Instrument zur Steigerung der Geburtenrate absolut versagt. Trotz Koppelung dieser Institition an Frau und Mann, trotz Privilegierung dieser als ausschließlich heterosexueller Verbindung, hat sie es nicht geschafft, stabilere Paarbeziehungen einerseits und eine Steigerung der Kinderzahl andererseits zu erreichen.

Selbstverständlich ist die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein erster Schritt auf dem Weg zur Abschaffung der gegenwärtigen Ehe. Die Ehe in ihrer jetzigen Form gehört abgeschafft und durch eine rechtlich geregelte Verantwortungsgemeinschaft zweier (oder mehrerer) erwachsener Menschen ersetzt. Diese Verbindungen kann man natürlich durchaus fördern, da es für eine Gesellschaft natürlich von Vorteil ist, wenn Menshen füreinander Verantwortung übernehmen. 

Diejenigen Erwachsenen, die Eltern werden, Kinder bekommen oder aufziehen, sollten aber zusätzlich unterstützt werden. Denkbar ist, dass, wenn Kinder im Spiel sind, die Verantwortungsgemeinschaft automatisch in eine bestimmte staatlich geförderte Rechtskategorie fällt. Denkbar ist, dass ein Paar von Rechts wegen automatisch den Status einer Ehe erhält, wenn es Kinder bekommt.

Vieles wäre denkbar und fast alles wäre besser als die jetzige absurde Situation, bei der die Ehe offensichtlich nichts mehr mit der Förderung von Kindern zu tun hat, aber die Gegner der „Ehe für alle“, entgegen jedweder Evidenz, behaupten, dass dem doch so sei.

Böse Onkels

Es gibt Geschichten, die machen mich fassungslos und traurig. Dazu gehört die Episode um Barbara Eggert, der mittlerweile entlassenen Kolumnistin der „OWL am Sonntag„, die sich mit einem Rat mächtig in die Nesseln gesetzt hat.

Auslöser der ganzen Affäre, war die Frage eines Vaters, ob er seine beiden Töchter mit zur Hochzeit seines schwulen Bruders mitnehmen solle:

Wir haben zwei Töchter, die acht und sechs Jahre alt sind. Mein Bruder hat seit Jahren einen Freund. Unsere Kinder mögen ihren Onkel und seinen Freund sehr, wissen aber nicht, dass sie homosexuell sind. Tatsache ist, dass unsere Töchter noch keine Ahnung haben, was Homosexualität bedeutet. Die beiden Männer wollen demnächst heiraten und möchten, dass unsere Mädchen Blümchen streuen. Meine Frau und ich haben unseren Kindern beigebracht, dass die Ehe eine ernste Entscheidung zwischen Mann und Frau ist. Mein Bruder und sein Freund sind wunderbare Menschen, aber eine Ehe finde ich unpassend. Ich will nicht, dass unsere Kinder an dieser Hochzeit teilnehmen und sich in ihrem kindlichen Alter schon mit dem Thema der sexuellen Orientierung befassen. Für meine Frau und mich ist das ein Problem.

Bernhard, 43 Jahre

Eggert antwortete wie folgt:

Es ist für homosexuelle Paare sicherlich nicht einfach, eine gelungene Hochzeitsfeier zu organisieren, die der ganzen Familie gerecht wird. Aber bei allem Respekt, es muss nicht sein, sechs- und achtjährige Kinder einzuladen. Ich gebe Ihnen Recht, Ihre beiden Töchter würden durcheinander gebracht und können die Situation Erwachsener nicht richtig einschätzen, weil sie noch zu jung sind. Andere Kinder mögen vielleicht liberaler aufgewachsen sein, Ihre Töchter sind anders erzogen. Sagen Sie Ihrem Bruder ehrlich, wie Sie denken, und dass Ihre Kinder an der Feier nicht teilnehmen, weil Sie und Ihre Frau nicht möchten, dass die Kinder verwirrt werden. Ihre Töchter werden sich noch früh genug mit dem Thema Sexualität befassen.

Als ich die Frage des Vaters und die Antwort von Barbara Eggert zum ersten mal gelesen habe, wurde beides von mir mit einer Mischung aus Kopfschütteln und Belustigung aufgenommen. Bei längerem Nachdenken hat sich auch so etwas wir Traurigkeit eingeschlichen.

Denn es ist traurig, wenn ein Mensch seinen eigenen Bruder so wenig vertraut, dass er nicht persönlich mit ihm über seine Empfindungen zu sprechen wagt; es ist traurig, wenn ein Mensch nicht bereit ist, das Leben und die Beziehung seines Bruders zu akzeptieren und das nur, weil dieser einen anderen Mann liebt. Wäre ich der Bruder, ich wäre jedenfalls zutiefst enttäuscht, traurig und seelisch bis ins Mark getroffen.

Und Barbara Eggert macht es mit ihrer Antwort nicht besser, unterstützt sie doch den Vater in seinem Glauben, dass die Homosexualität des Onkels etwas sei, was man von den Kindern unbedingt fernhalten müsste. Es leuchtet mir absolut nicht ein, was so schwierig daran sein soll, Kindern das Konzept der Zuneigung und Liebe zwischen Paaren gleichen Geschlechts zu erklären. Es mag ja sein, dass das bei Kindern zunächst einmal Verwirrung stiften könnte, aber gehört das nicht auch zum Aufwachsen eines Kindes dazu, sich mit der Realität des Lebens auseinanderzusetzen, vor allem wenn dieses Realität Teil der Familie ist? Wie haben sich der Vater und Eggert das eigentlich vorgestellt: Soll der Onkel zukünftig von Besuchen seines Bruders und seiner Nichten absehen, weil diese sonst ob seines Ehemannes verwirrt werden könnten? Was für eine Familie ist das?

Und in was für einer Welt leben wir, indem die Hochzeit eines scwhulen Paares mit Sexualität gleichgesetzt wird? In was für einer Welt leben wir, in der Kolumnisten Eltern den Rat geben, Kinder vor schwulen Paaren zu schützen?